Fußball – 1. Kreisklasse 1: Hankensbüttel trennt sich von „ausgebranntem“ Matis

Aus mit Ansage – nur Zeitpunkt überrascht

Vorzeitiges Aus an der Seitenlinie: Richard Matis (links) ist nicht mehr Coach des SV Hankensbüttel.
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Vorzeitiges Aus an der Seitenlinie: Richard Matis (links) ist nicht mehr Coach des SV Hankensbüttel.

Hankensbüttel – Die Demission an sich kam für niemanden überraschend. Der Zeitpunkt schon für Richard Matis selbst und auch die Mannschaft, wie er bekundete.

Mitten in der Hinrunde hat sich der Fußball-Kreisklassist SV Hankensbüttel von seinem bisherigen Coach getrennt (das IK berichtete).

„In beiderseitigem Einvernehmen, ohne böses Blut“, wie Spartenleiter Thomas Fricke betonte. Denn Matis hatte die HSV-Verantwortlichen schon zum Ende der abgelaufenen Saison darauf hingewiesen, dass es Sinn machen würde, sich nach einer Alternative umzuschauen. Bedingt durch eine berufliche Veränderung „wäre es schwierig geworden, regelmäßig dabei zu sein“, erläuterte Matis. Zudem sei er nicht mehr vollends „Feuer und Flamme“ für den Posten gewesen nach drei Jahren als Coach (erst A-Jugend, dann Herren), hätte sich „schon ausgebrannt“ gefühlt, nahm auch Fricke aus den Gesprächen mit. Doch für den Übungsleiter sei auch klar gewesen, dass er noch die Spielzeit durchziehen würde, wenn der Club keinen Ersatz finden sollte. Deshalb wunderte ihn der Zeitpunkt der Scheidung dann schon, die nicht von ihm ausging. Matis findet den Termin „sehr unglücklich und auch nicht notwendig“. Wenngleich es ihm gelegen kommt, dass er das Amt nun nicht mehr ausüben muss.

Der Hankensbütteler Vorstand hätte sich die Entscheidung auch „nicht leicht gemacht“, bekräftigte Fricke. Matis wäre immer „mit viel Herzblut dabei“ gewesen. Doch die Perspektive gab dann doch den Aus-schlag. Als Interims-Lösung springen Dieter Krzykowski und Thorsten Meyer, zunächst angedacht bis Saisonende, ein. Wobei Fricke betonte: „Trainer wachsen nicht auf Bäumen. Wenn es gut läuft, kann man vielleicht diese Option auch ziehen.“

ib

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