Hankensbütteler Schwestern happy

Toller Teamspirit: Anna und Charlotte Klasen steigen mit Berlin in 1. Bundesliga auf!

Die Tennis-Damen des TC 1899 Blau-Weiß Berlin mit den Hankensbüttelerinnen Anna (4. v. r.) und Charlotte (3. v. l.) Klasen sowie Lena und Sophie Greiner aus Gifhorn sind nach vier Jahren Abstinenz wieder in die 1. Bundesliga aufgestiegen.
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Ein tolles Team: Die Hankensbüttelerinnen Anna (4. v. r.) und Charlotte (3. v. l.) Klasen sowie Lena und Sophie Greiner aus Gifhorn sind mit dem TC 1899 Blau-Weiß Berlin nach vier Jahren Abstinenz wieder in die 1. Bundesliga aufgestiegen.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Alle Acht-ung! Mit der Bilderbuch-Bilanz von acht Siegen aus acht Spielen haben die Tennis-Damen des TC 1899 Blau-Weiß Berlin die langersehnte Rückkehr in die 1. Bundesliga gefeiert. Und hinter diesem Erfolg steht das doppelt-doppelte Lottchen mit hiesigem Background: Denn zu den Aufstiegs-Heldinnen gehören nicht nur die Schwestern Anna und Charlotte Klasen aus Hankensbüttel, sondern mit Lena und Sophie Greiner noch ein weiterer Sister Act, der beim TC GW Gifhorn groß geworden ist.

Nach vier Jahren Abstinenz ist der Hauptstadt-Klub also zurück auf der großen Teamsport-Tennisbühne. Das Klasen-Gespann gehört fast schon seit einem Jahrzehnt zum blau-weißen Inventar, gestaltete also auch die erfolgreichste Phase mit, als Berlin nach der Meisterschaft in der 2. Liga ins Oberhaus kletterte und sich dort immerhin drei Spielzeiten hielt. 2017 gab es dann noch einmal das Comeback in der Spitzenklasse – es blieb allerdings bei einem Intermezzo. Nun gibt’s die neue Chance. Dieses Mal sogar mit vierfacher Gifhorn-Power. „Die Freude ist groß“, erzählt Anna Klasen. Immerhin sei die Mannschaft eher mit zurückhaltender Erwartungshaltung in die Serie der 2. Bundesliga Nord gegangen. „Wir hatten uns schon vorgenommen, im oberen Drittel mitzuspielen – und möglichst immer mit der gleichen Mannschaft anzutreten. Das haben wir auch ganz gut hinbekommen. Dass wir ungeschlagen geblieben sind, ist echt super.“

Während Charlotte tatsächlich eine 100-Prozent-Quote auf dem Court erreichte (ausgeglichene Bilanz im Einzel, 8:0-Siege im Doppel), absolvierte Anna Klasen immerhin 6,5 Spiele (5:1 / 7:0). Wie das geht!? Aufgrund ihres Starts bei den Braunschweig Women’s Open verpasste sie das Heimspiel gegen den Bielefelder TTC (7:2) und zumindest in Teilen auch das Match beim DTV Hannover (8:1). Nach ihrer Final-Niederlage beim Weltranglisten-Turnier war sie flott über die A2 direkt rüber nach Hannover gehoppt, um zumindest noch ein Doppel bestreiten zu können. Warum dieser Aufriss? „Ich wollte die Mannschaft noch supporten – wir wollten unseren Vorsprung auf die Verfolger so groß wie möglich halten.“

„Ich will nicht sagen, dass es unser Geheimnis war – aber in jedem Fall unsere Stärke. Der Teamspirit war richtig gut. 

Anna Klasen über die makellose Bilanz ihres Vereins in der Aufstiegs-Saison

Sinnbild für das Zusammengehörigkeits-Gefühl, das die kurze, aber intensive Saison-Spanne von Anfang August bis Anfang September prägte. „Ich will nicht sagen, dass es unser Geheimnis war – aber in jedem Fall unsere Stärke. Der Teamspirit war richtig gut. Wir haben fast alle Doppel und fast alle engen Spiele gewonnen. Über die Trainer bis zu den Spielerinnen, das war durchgehend richtig, richtig gut“, untermauert Anna Klasen.

Dieser Geist zog sich dann auch durch das titelentscheidende Match gegen den Club an der Alster Hamburg (6:3) – dem TC 1899 Blau-Weiß war Platz eins daraufhin nicht mehr zu nehmen. Dennoch wurde auch der Abschluss gegen den Tennisverein Visbek noch gewonnen (6:3).

Zusammen mit ihrer Schwester will Anna Klasen nun natürlich im Sommer 2022 die Früchte ernten. „Das ist der Plan. Ich denke, die Trainer haben auch großes Interesse daran, dass wir bleiben.“ Der Bundesliga-Wettbewerb sei ein „ganz toller Ausgleich“ für die Turniere.

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