Tennis – Hallen-Landesmeisterschaften der U21: Topgesetzte Hankensbüttelerin holt souverän Titel, ihr Bruder scheitert im Halbfinale

Nur bei Anna Klasen läuft’s glatt – Friedrich schwächelt

Strahlende Siegerin: Anna Klasen (r.) gewann die Landesmeisterschaften vor Majlena Pedersen. Foto: NTV

Isernhagen. Glatt war es am Wochenende auf Niedersachsens Straßen.

Glatt lief es auch für ein Mitglied aus dem Tennis-Hause Klasen: Anna wurde bei den U21-Hallen-Landesmeisterschaften in Isernhagen ihrer Favoritenrolle gerecht und schmetterte sich zum Turniersieg! Ihrem Bruder Friedrich indes blieb nur Bronze.

Ohne Satzverlust und wirklich kritischen Moment marschierte Anna Klasen in der weiblichen Konkurrenz zum nächsten Titel in ihrer stattlichen Sammlung. Dzenet Becirovic (TK Goslar/6:0, 6:2) und Michaela Will (HTV Hannover/6:3, 6:3) dienten im Grunde nur als Sparrings-Partner für die Nr. 1 der Setzliste. „Das Halbfinale und Endspiel waren nicht ganz so einfach“, meinte die erfolgreiche Hankensbüttelerin. Wobei Sonja Larsen (DTV Hannover), an dritter Position gesetzt, beim 6:3, 6:1 in der Vorschlussrunde allerdings auch nur in überschaubaren Maßen Akzente setzen konnte.

In der Tat als etwas kniffliger erwies sich dann das im Vorfeld ohnehin schon prognostizierte Finale: Majlena Pedersen (Braunschweiger THC), die in der zweiten Runde Annas Schwester Charlotte durch ein 6:1, 6:0 ausgeschaltet hatte, war für die Topspielerin vom TC GW Gifhorn teilweise ein Buch mit sieben Siegeln. „Sie spielt mit viel Risiko – es ist schwer zu berechnen, was sie als nächstes macht“, erklärte Klasen. Doch Pedersen schwankte in ihrer Leistung, während die Hankensbüttelerin konstant blieb. Noch ein Break beim Stand von 4:3 im zweiten Satz abgewehrt, dann war die Sache geritzt. Klasen gewann schlussendlich überzeugend 6:4, 6:3.

Auch Platz drei ging in der U21 an den TC GW Gifhorn respektive in den Nordkreis: Die Wesendorferin Kim-Janine Gefeller war im Halbfinale klar an der Nr. 2 Pedersen (0:6, 1:6) gescheitert, konnte mit dem Abschneiden aber zufrieden sein.

Am gestrigen Sonntag wollte Friedrich Klasen dann eigentlich im männlichen Wettbewerb das tolle Familien-Bild abrunden. Doch nach Pflichtsiegen gegen Tobias Loss (TC Rotenburg/6:3, 6:0) und Lasse Muscheites (Oldenburger TeV/6:1, 7:5) ereilte den ebenfalls topgesetzten Hankensbütteler im Semifinale gegen Tarik Burina (TC Rotenburg/Nr. 4) das etwas überraschende und deutliche Aus – 3:6, 1:6.

„Ich habe echt schlecht gespielt. Meine Beine waren schwer, das habe ich schon am Sonnabend gemerkt“, zeigte sich Klasen selbstkritisch. Direkt nach der Schlappe sei die Enttäuschung groß gewesen. „Ich hatte mir schon mehr vorgenommen.“ Doch an manchen Tagen soll es einfach nicht sein...

Von Ingo Barrenscheen

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