Handball – Verbandsliga Herren: SG VfL unterliegt Rosdorf 17:28

Im Angriff viel zu behäbig

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Kein Durchkommen für Wittingen/Stöcken: Sebastian Schulze (am Ball) und Co. fanden kein passendes Mittel gegen die offensive Rosdorfer Verteidigung.

Rosdorf – So schnell wird Christian Gades erst einmal nicht nach Rosdorf zurückkehren. Am Samstagabend kam wirklich alles zusammen: technische Fehler, Unkonzentriertheiten und eine Abschlussschwäche in der Offensive, die man so von der SG VfL Wittingen/Stöcken nicht kennt.

In Doppelfunktion sah der Trainer zwei Niederlagen nacheinander. Die Herren unterlagen bei der HG Rosdorf/Grone, zuvor kamen auch die Damen gegen denselben Gegner unter die Räder (siehe Artikel unten).

In der Vergangenheit hatte sich bereits häufiger gezeigt, dass die Brauereistädter mit einer offensiven Deckung nicht klar kommen. So auch am Wochenende. Die SG VfL Wittingen/Stöcken musste völlig verdient mit 17:28 (7:15) das Parkett als Verlierer verlassen.

In erster Linie führte Gades die vielen leichten Fehler als Grund für die Schlappe an. „Drei Wechselfehler machen dir das Leben dann nicht unbedingt leichter“, monierte der Übungsleiter. Eine 2:0-Führung durch Treffer von Sebastian Schulze und Torsten Meyer wurde schnell verspielt, weil die SG VfL einfach keine Lösungen gegen die offensive 3:2:1-Deckung fand. „Die Laufbereitschaft hat nicht gestimmt und so haben wir dann viele Tempogegenstöße und damit einfache Treffer kassiert“, seufzte Gades, der zusehen musste, wie seine Mannschaft nach zwölf Minuten einem 7:2-Rückstand hinterherlief.

Bis zur Pause bauten die Hausherren den Vorsprung auf 15:7 aus. Und auch nach dem Seitenwechsel sahen die Gäste nur die Rücklichter der HG Rosdorf-Grone. „Wir hatten dann zu viele Totalausfälle in unserem Spiel“, haderte Gades, der in der sonst so sattelfesten Defensive auf Abwehrchef Marten Schultze verzichten musste. Was sich auch von Minute eins an bemerkbar machte. „Das kannst du dann nicht mal eben kompensieren“, sagte der Coach. So hatte der Gastgeber leichtes Spiel, seine Führung bis zum 28:17-Endresultat in die Höhe zu schrauben.

Für Gades jedoch kein Beinbruch, im Gegenteil: „Vielleicht war jetzt so ein Schuss vor den Bug mal nötig. Jetzt wissen wir auch, dass wir in der Liga wieder mehr machen müssen.“ Immerhin muss der Trainer in dieser Saison nicht mehr nach Rosdorf zurückkehren.

VON JANNIS KLIMBURG

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