Mittelfeldspieler hat für Zukunft große Ziele

Trainer-B-Lizenz für Knesebecks Andre Haven: „Das soll noch nicht das Ende sein“

Der Knesebecker Kreisliga-Kicker Andre Haven (l., hier im Pokalspiel beim SV Tülau-Voitze) hat erfolgreich die Trainer-B-Lizenz erreicht.
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Als Knesebecker Aushilfscoach stand Mittelfeld-Motor Andre Haven (l.) gemeinsam mit Thomas Krebiel beim Pokalspiel in Tülau schon einmal an der Seitenlinie. Nun hat er erfolgreich die Trainer-B-Lizenz bestanden.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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Der Ernst-Hiestermann-Platz scheint eine Talentschmiede für Coaches zu sein. Im Vorjahr hatte Sebastian Sommer, mittlerweile Frontmann beim FC Ohretal, noch unter Flagge des VfL Knesebeck seine B-Lizenz erfolgreich abgelegt. Nun hat auch Andre Haven diese Herausforderung gemeistert. Seit Mittwochnachmittag hat er die Lizenz zum Trainieren – bis hoch zur Herren-Oberliga. Und damit ist seine Planung für die Zeit nach der aktiven Karriere noch nicht abgeschlossen.

„Es soll noch nicht das Ende sein“, bekräftigte Haven, nachdem er unter der Woche mit der mündlichen wie praktischen Prüfung sowie einem finalen Vortrag auch die letzten Ausbildungs-Hürden in der NFV-Zentrale in Barsinghausen gemeistert hatte. Sprich: Das nächste Ziel wäre die sogenannte Jugend-Elite-Lizenz vom Deutschen Fußball-Bund. Wobei es diese womöglich bald nicht mehr in ihrer bisherigen Form geben wird. „Wahrscheinlich wird das System umgestellt. Danach werde ich dann sehen, womit ich weitermachen kann.“ Nicht ausgeschlossen, dass der Knesebecker Kreisliga-Kicker den anspruchsvollen Weg bis hoch zur A-Lizenz gehen wird.

Fürs Erste ist Haven erst einmal froh, das nächste Level erreicht zu haben. „Damit ich mich erst einmal wieder aufs Spielen konzentrieren kann.“ Die Fußball-Schulung hatte ihn in den vergangenen Monaten doch ganz schön beansprucht. „Das ist viel Theorie neben der dreiwöchigen Ausbildung. Sonst kann das schnell in die Hose gehen.“ Immerhin wollte er nicht ohne Erfolgsmeldung nach Hause kommen.

An und für sich hätte er seinen Abschluss schon im Februar machen sollen. Doch durch die Corona-Pandemie wurde die B-Lizenz zur Geduldsprobe. „Es ist dreimal ausgefallen.“ Eigentlich hätte er sein frischgebackenes Wissen gerne im zurückliegenden Halbjahr schon gerne bei den Einhörnern mit eingebracht, als er an der Seite von Helge Reinsch bei seinem Heimatverein noch zum alten Trainer-Dreigestirn gehörte. Das zerschlug sich durch die Verzögerungen. Mittlerweile hat Knesebeck mit Jan Rinkel einen neuen Übungsleiter. Mit 33 Jahren will Haven nun erst einmal „noch so lange weiterspielen, wie es leistungsmäßig und körperlich klappt“.

„Das war schon immer mein Ziel. Unser damaliger Coach Jürgen Haase hat schon zu mir gesagt: Du musst den Trainerschein machen. Und das ist schon ein paar Tage her...“

Andre Haven zu seinem Wunsch, irgendwann ins Trainergeschäft einzusteigen

Der Wunsch, später einmal dem Fußball an der Seitenlinie treu zu bleiben, schlummerte aber schon länger im Mittelfeld-Strategen. „Das war schon immer mein Ziel. Unser damaliger Coach Jürgen Haase hat schon zu mir gesagt: Du musst den Trainerschein machen. Und das ist schon ein paar Tage her...“, lacht Haven. Bis 2010 war Haase sein Mentor beim VfL. Bereits vor drei Jahren hatte er die Eignungsprüfung abgelegt, die neue Funktion in der vorangegangenen Saison sei dann „Anstoß“ gewesen, „es jetzt auch durchzuziehen“. Mal sehen, wo Havens Weg über kurz oder lang hinführen wird. In jedem Fall hat der Nordkreis einen qualifizierten Übungsleiter mehr.

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