Fußball – 17. Volksbank-Hallenmaster-Cup: Wittingen verteidigt seinen Titel

Der VfL und die alte Liebe

Raus mit der Freude: Der VfL Wittingen/S. sicherte sich gestern Abend erneut den Volksbank-Hallenmaster-Cup 2014.

Wittingen. Alte Liebe rostet nicht. Den VfL Wittingen/S. und den Volksbank-Hallenmaster-Cup verbindet seit jeher eine enge Beziehung. Und das nicht nur als Ausrichter. Sondern auch als Rekordgewinner. Gestern Abend entflammte die Zuneigung aufs Neue.

Durch einen verdienten 2:1-Triumph im Finale der 17. Budenzauber-Auflage über den TuS Bodenteich hielten die Lokalmatadoren wieder ihren Schatz in den Händen! Home, sweet home.

„Das ist zuhause, das ist geil, das passt!“ Kurz und bündig brachte Wittingens Coach Naim Fetahu die Freude über die Titelverteidigung auf den Punkt. Nach kurzer Abtastphase hatten Malte Sültmann und Steffen Schmidt den VfL 2:0 in Front geschossen. Bodenteich konnte trotz Drucks nur noch durch den besten Spieler des Turniers, Gino Bölter, verkürzen.

Aus Nordkreis-Sicht machten zunächst in der Zwischenrunde der SV Sprakensehl und FC Ohretal die Biege. Letzteren traf der Bannstrahl absolut überflüssig. Zweimal fingen sich die Rot-Weißen späte Gegentore. Das 1:2 gegen den SV Tülau-Voitze ein abgefälschter Trudel-Ball... Vom Feld stapfend schimpfte Jan Schöbel: „So blöd kann man doch nicht ausscheiden!“ Als sich die Wogen wieder geglättet hatten, meinte Ohretals Wirbelwind: „Das war ein bisschen Pech und Unvermögen.“

Der FCO sollte sich schnell in prominenter Runde als Zwangs-Zuschauer wiederfinden. Im Viertelfinale erwischte es die Cocktail-Crew des VfL Wahrenholz. Dass das Taterbusch-Team dem TuS Bodenteich das erste Gegentor des Turniers beim 1:2 beibog, war nur ein schwacher Trost. Wobei VfL-Coach Fabian Alpers nach der Pari-Pari-Partie meinte: „Es hätte sich auch keiner beschweren können, wenn wir weitergekommen wären.“ Eingangs des Volksbank-Cups hatten die Schwarz-Gelben allerdings „ganz schlecht“ ausgesehen, gab Alpers zu.

Die Runde der letzten Acht bedeutete auch für den stark gestarteten FC Brome die Endstation. Das 0:3 gegen den SV Langenapel täuschte allerdings über die Spielanteile hinweg, empfand auch FCB-Spartenleiter Harald Garzke: „Beim Stand von 0:1 haben wir eine Chance, die kannst du mit der Zunge reinmachen.“ Er glaubt aber, dass sein junges Team der Konkurrenz in naher Zukunft vielleicht die Zunge rausstrecken wird. Garzke: „Irgendwann gewinnen wir dieses Turnier.“

Die stotternde Tormaschine ließ auch den SV Hankensbüttel zu Beginn der K.o.-Runde liegen bleiben. Nach dem 1:2 gegen den Diesdorfer SV haderte Coach Jochen Spiller: „Die haben ihre Chancen gemacht. Wir hatten drei Hochkaräter und machen sie nicht...“

So avancierte Wittingen in seinem Wohnzimmer zur letzten Halbfinal-Bastion aus Nordkreis-Sicht. Der VfL hatte Tülau-Voitze 4:0 ausgeschaltet. „Am Ende zu hoch. Aber da waren die Köpfe schon unten“, befand SV-Trainer Werner Vodde.

In der Vorschlussrunde konnte sich der VfL bei (G)Oldie-Keeper Peter Herrewig und der Turnierleitung bedanken, die einen verwandelten Neunmeter von Diesdorf wegen eines zu langen Anlaufs zurückpfiffen. In der regulären Spielzeit hatten die Brauereistädter den Kanickelfangschlag verpasst, buchten über Umwege das Traum-Endspiel gegen Bodenteich, das Langenapel zum zweiten Mal am Abend an der kurzen Leine hielt.

Von Ingo Barrenscheen und Kai Schüttenberg

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