Fußball – Kreisliga: Oesingens Eike Heers will Rang fünf

Der „Allzweck-Hightower“

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Der lange Lulatsch des SVGO: Eike Heers (am Ball) hat noch viel vor mit seinem Klub. Zuerst soll gegen Wesendorf unbedingt ein Dreier her.

Groß Oesingen – Mit seinem Verein ging er durch dick und dünn: Eike Heers. Der Defensivallrounder des Fußball-Kreisligisten SV Groß Oesingen ist seit klein auf ein Teil des Klubs. Und im IK-Liga-Talk wird deutlich: Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

Lang, lang ist’s her, als Heers erstmals die Stiefel für den SVGO schnürte. „Mit sechs, sieben Jahren hab ich angefangen“, erinnert sich der heute 25-Jährige, der in der Jugend viele Pokalfinaleinzüge feierte. Sein größter Erfolg war aber definitiv der Kreisliga-Aufstieg 2012/13. Seitdem haben sich die Oesinger in der Liga etabliert.

Derzeit studiert Heers Betriebswirtschaft in Magdeburg. Aber: „Dann versuche ich, hier sesshaft zu werden.“ Mit ‘hier’ ist die Gemeinde Oesingen gemeint. Ein Ende ist an Ort und Stelle also noch lange nicht in Sicht.

Heers ist in der Defensive variabel einsetzbar. Nicht umsonst bezeichnet ihn sein Trainer Torben König als den „Allzweck-Hightower“. Im defensiven Mittelfeld, in der Innenverteidigung und auf der linken Außenverteidigerseite kommt der 1,97-Meter-Hüne zum Einsatz, überwiegend aber als linker Abwehrspieler, auch wenn seine Größe in der Zentrale von Vorteil wär. „Wir haben sonst keinen Linksfuß- und Verteidiger“, erklärt er. Außerdem sei sein Kopfballspiel trotz der Länge verbesserungswürdig.

In der Mannschaft ist der 25-Jährige einer der älteren Akteure. Deshalb übernimmt er seit der vergangenen Saison mehr Verantwortung und ist dritter Kapitän. Dennoch sei er kein Spieler, der auf den Tisch haut, sondern eher ruhig mit den anderen diskutiert. „Das ist bei uns ein Geben und Nehmen“, so Heers.

Die Truppe des SVGO ist in der Form schon sehr lang beisammen – auch, weil es kaum Zu- oder Abgänge gibt. Es ist mehr als nur eine familiäre Stimmung innerhalb des Teams, denn auch Bruder Arne und Cousin Constantin Heers sind mit dabei. Vor allem das zwei Jahre ältere Geschwisterchen harmoniert gut mit dem Abwehrhünen. „Ich könnte mir nicht vorstellen, nicht mit ihm zu spielen“, bekräftigt Eike Heers.

Mit der aktuellen Situation seines Klubs ist der Student bedingt zufrieden. „Wir hängen unseren Ansprüchen hinterher“, betont er. Das Saisonziel war Rang fünf. Drei Zähler beträgt der Rückstand aber nur zum FC Brome. Aufholen kann Groß Oesingen bereits Sonntag, 15 Uhr. Dann empfängt der Sportverein den Wesendorfer SC. Im Hinspiel gab es einen 4:3-Sieg gegen den Abstiegskandidaten. „Es ist immer schwer und unangenehm gegen den WSC, aber wir müssen uns nicht verstecken und der Sieg muss her“, meint Heers.

VON ROUVEN PETER

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