Handball – Verbandsliga: Wittingen startet heute zuhause / Ungute Erinnerungen an Barsinghausen

Alles auf Anfang – auch Altlasten!?

Auf ein Neues! Der Verbandsliga-Kader des VfL Wittingen: Co-Trainer Frank Darges (hinten v. l.), Kai Lemke, Kai Eschert, Lars Schulz, Janosch Kochale, Arne Gades, Florian Hildebrandt, Mirko Schulze, Trainer Mike Mühlenbruch sowie Torben Hildebrandt (vorne v. l.), Malte Sültmann, Stefan Sablottny, Timo Kiehm, Bastian Albrot, Sebastian Schulze und Malte Drangmeister. Foto: Barrenscheen

Wittingen. Alles auf Anfang! Oder doch nicht? An und für sich geht es für den VfL Wittingen mit dem heutigen Heimspiel (19. 15 Uhr) wieder von vorn los in der Handball-Verbandsliga.

Womöglich spielen die Schatten der Vergangenheit gegen den HV Barsinghausen aber doch eine Rolle beim Saisonstart.

Mutmaßen möchte Mike Mühlenbruch nicht über mögliche Nachwehen. Fakt ist aber: Nur ein Team entführte in der abgelaufenen Serie einen Sieg aus Wittingen – Barsinghausen! Nur ein Team gewann beide Vergleiche mit Wittingen – Barsinghausen! Und nur ein Team schlug Wittingen zweistellig – Barsinghausen! Besagtes 30:19 in der Saison-Schlussphase brachte den VfL im Aufstiegskampf auch ins Stolpern.

Ein derartiges Dreierlei an Negativerlebnissen kann auch Monate später Motivation schüren. Genauso gut aber auch lähmen. Auch wenn er sich nicht auf Spekulationen einlassen will, betont VfL-Coach Mühlenbruch dennoch: „Das war schon eine harte Nummer. Ich hoffe, dass wir jetzt wieder bei Null anfangen.“ Seine Schützlinge sollen das Geschehene möglichst ausblenden.

Genauso wie die schwache Generalprobe zwei Tage zuvor gegen SVT Uelzen/Salzwedel. Beim 32:27 sei sein Rumpfteam „nicht aus dem Quark gekommen“, meinte Mühlenbruch.

Hart genug wird die Eignungs-Prüfung der neuen Spielzeit so oder so. Beim Gegner hat sich die Handball-Abteilung zwar outgesourct, wie es in Neudeutsch heißt. Aber nur die Verpackung ist neu, der Inhalt praktisch derselbe. Der Vorjahresvierte Barsinghausen, nun als HV unterwegs, hat den Kader weitestgehend behalten und sich nur auf der Torhüter-Position mit Andre Rudolf (HSG Nienburg) nochmals verstärkt. Mühlenbruch stuft die Truppe von Trainerfuchs Jürgen Löffler als Top-Kandidaten ein.

Oben mitmengen will auch der VfL. „Wir wollen natürlich bestätigen, was in den vergangenen zwei Jahren in Wittingen geleistet wurde“, so Mühlenbruch. Das wäre Platz drei oder mehr... Meister-Parolen gibt der Trainer aber nicht aus.

Das kurz- wie langfristige Motto könnte lauten: Aller guten Dinge sind drei! Zum dritten Mal in Folge bestreiten die Brauereistädter ihr Heimdebüt gegen Basche. Und wer weiß: Vielleicht gibt’s nach zwei knappen Fehlschlägen im dritten Anlauf ein Aufstiegs-Happy End.

Allerdings schleppt der VfL Verletzungspech mit in die Runde. Mirko und Sebastian Schulze fallen heute aus, auch Stand-By-Kraft Marten Schultze fehlt. Andere Spieler plagen Wehwehchen. Dennoch hofft Mühlenbruch auf einen Auftakt nach Maß. „Im ersten Spiel ist auch immer entscheidend, wer seine Nerven als Erster in den Griff kriegt.“ Also, VfL: Lampenfieber runter, Motivation hoch!

Zuschauer aufgemerkt: Heute gibt es in der Halle auch noch die Handball-Dauerkarten!

Von Ingo Barrenscheen

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