Reiten – Pferdesportfestival Niedersachsen in Allersehl: Erstmals ein internationales Weltranglistenturnier

„Allersehl hat einen guten Namen“

Allersehl. Tjark Nagel kennt sich bestens aus. Der frühere Springreiter aus dem Kreis Dithmarschen ist ein Experte in seinem Sport. Und deshalb genau der richtige Mann für das Pferdesportfestival Niedersachsen in Allersehl (20. bis 24.

August), das in diesem Jahr erstmals als internationales Turnier ausgetragen wird.

„Das ist die logische Folge“, nickt der neue Sportliche Leiter in Allersehl die Aufwertung des Nordkreis-Events zufrieden ab. Nach den Absagen der Turniere in Bremen, Lingen, Scheenefeld und Hannover sei der Bedarf nach einem internationalen Turnier einfach da gewesen, so Nagel. Und die Anlage von Holger Bock eine ausgezeichnete Adresse. „Allersehl hat einen guten Namen. Alle Reiter fahren gerne dorthin. Das Turnier ist gut organisiert, alle sind gastfreundlich und es gibt eine gute Meldestelle“, lobt der 62-Jährige die Vorzüge des Allersehler Turnieres, das 2014 schon seine achte Auflage erlebt.

Ein Jahr früher als der bisherige Zweijahres-Rhythmus vorgab. „Das letzte Turnier war 2013 ja mitten im Mai. Eigentlich sind jetzt schon eineinhalb Jahre rum“, lacht Turnierchef Bock. Die Entscheidung, die Zeit zwischen den Pferdesportfesten zu verkürzen, sei auch dem Turniersterben in Norddeutschland geschuldet, räumt Bock ein. „Der Termin war frei“, meint der Turnierchef und erhält von seinem Sportchef Zuspruch. „Der Termin ist sehr gut gewählt“, bestätigt Nagel, der wenige Tage vor dem Beginn der Weltreiterspiele im französischen Caen (23. August bis 7. September) auch in Allersehl „ein sehr gutes und erlesenes Starterfeld“ erwartet. Unter anderem hat Lars Nieberg, Deutscher Meister, Olympiasieger, Welt- und Europameister, sein Kommen angesagt. Auch bekannte Könner aus Dänemark sollen, so Nagel, in Gifhorner Nordkreis starten.

Und obwohl der Stellenwert des Turniers durch die internationalen Gäste „extrem hochgeschraubt wird, bleibt Allersehl bodenständig. Neben dem Spitzensport kommt weiterhin auch der Breitensport nicht zu kurz. „Das ist einmalig und muss auch so bleiben“, betont Nagel, der einst als Teufelsreiter bekannt wurde, die paradiesischen Zustände in Allersehl. Während die Amateure den Profis über die Schulter schauen und lernen könnten, wäre den prominenten Pferdesportlern eine größere Kulisse sicher.

Zwar finden nicht mehr so viele Prüfungen wie 2013 auf der Anlage von Bock statt. Bei der Vergabe der Startplätze für die Prüfungen wurde darauf geachtet, dass vor allem die Jugendlichen aus der Region ihre Chance erhalten, betont Bock. Knapp 1 000 Reiter werden an den fünf Tagen auf der Allersehler Anlage um Siege und Schleifen reiten.

Unbestrittene Höhepunkte sind der Große Preis von Niedersachsen (31 100 Euro) und das Championat Niedersachsen (24 000 Euro). Nach diesen beiden Prüfungen werden erstmals auf der Allersehler Anlage auch Weltranglistenpunkte an die erfolgreichen Reiterinnen und Reiter verteilt.

Von Matthias Jansen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare