Jugendfußball – Streifzug: Wittinger c-Jugend im Pokal unglücklich raus, Hankensbüttels f-Junioren nach Krimi weiter

Alle Neune! Wesendorf kegelt Knesebeck um

Eine Nummer zu groß: Die C-Junioren der JSG Wesendorf/Ummern (r.) ließen dem weitestgehend jüngeren Jahrgang vom VfL Knesebeck beim 8:0 keine Chance. Foto: Ohse

Die Jugendfußballer aus dem Nordkreis scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, die Tornetze auf ihre Haltbarkeit zu überprüfen. In den Liga- und Pokalspielen rappelte es in den Maschen.

C-JUN. A-STAFFEL

JSG Wesendorf/U. –

VfL Knesebeck 9:0 (5:0)

Eine Kegelbahn gibt es im Wesendorfer Heidelandstadion nicht. Am Sonnabend fielen dennoch alle Neune... Die U15 der JSG Wesendorf/Ummern hatte gegen die deutlich unterlegenen Knesebecker keine Probleme. Allerdings setzt sich die Mannschaft des VfL auch überwiegend aus dem jüngeren C-Jugend-Jahrgang zusammen. Die Tore fielen in regelmäßigen Abständen – und das, obwohl JSG-Trainer Arne Wrede permanent durchwechselte. „Bei besserer Chancenverwertung wäre sogar noch ein höherer Sieg möglich gewesen“, sagte Wrede. Allein im ersten Spielabschnitt traf Wesendorf/U. dreimal Aluminium.

Tore: 1:0 Schmidt (8.), 2:0, 3:0 Lupp (13., 24.), 4:0 Fischer (28.), 5:0 Lupp (33.), 6:0 Wrede (43.), 7:0 Lupp (44.), 8:0 Plantz (55.), 9:0 Schmidt (70.).

C-Jun. Pokal

VfL Wittingen/S. –

FC Brome 4:5 (1:3)

Raus mit Applaus. Im Pokal musste sich Wittingens c-Jugend dem älteren Jahrgang aus Brome trotz toller Moral geschlagen geben. Es begann eigentlich perfekt für die Gastgeber: Bereits in der 1. Spielminute erzielte Roni Agirman das 1:0. Allerdings lud der VfL die Bromer in der Folge zum Toreschießen ein. 1:3 zur Pause. Als die Gäste unmittelbar nach Wiederbeginn auf 1:4 (40.) davonzogen, schien das Spiel entschieden zu sein. „Klassischer Fall von denkste“, sagte VfL-Coach Klaus-Peter Grünheid. Die Wittinger schnürten Brome nunmehr ein. Nick Schnöckel mit zwei Distanzschüssen (50., 55.) und Fabian Liebelt (63.) glichen tatsächlich aus! Wittingen wollte nun mehr, hatte gute Chancen – und lief ins offene Messer... Der FC nutzte eine Minute vor Ultimo eine Unstimmigkeit in der Abwehr zum entscheidenden 4:5. „Diese Niederlage war zwar völlig unnötig, weil wir bei allen Toren Hilfestellung geleistet haben“, meinte Grünheid einerseits. „Aber wie die Jungs gegen den älteren Gegner den Rückstand aufgeholt haben, das war schon klasse.“

c-JUN. KREISLIGA

VfL Wittingen/S. –

VfR Wilsche-N. 8:1 (2:1)

So blendend das 8:1 auch klingen mag: Wittingens Coach Klaus-Peter Grünheid ließ sich davon nicht blenden. „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, mit dem Spiel nur phasenweise.“ Nach zwölf Minuten lag der VfL bereits durch zwei Treffer von Nick Schnöckel in Front und schaltete dann in den „Schongang“. Kurios: Letztlich sollten die Gastgeber alle neun Treffer selbst erzielen, denn Wilsches Hoffnungsfunke (18.) resultierte aus einer verunglückten Rückgabe – Eigentor! In der zweiten Halbzeit steigerte sich der VfL aber. Die Gäste hatten im Prinzip keine nennenswerten Chancen. Grünheids Fazit: „Letzlich ein deutlicher Sieg trotz mäßiger Leistung, aber die Jungs können wesentlich besser spielen.“

Tore: 1:0, 2:0 Schnöckel (7., 12.), 2:1 (18.), 3:1 Schacke (39.), 4:1 Grünheid (44.), 5:1 List (53.), 6:1 Schucht (55.), 7:1 Schacke (60.), 8:1 Schnöckel (63.).

E-Jun. A-Staffel

SV Gifhorn –

JSG Hankensbüttel 3:6 (1:2)

Langeweile ist in Hankensbüttels Spielen ein Fremdwort. Nach dem 6:10 gegen den MTV gelang die Rehabilitation bei der SV Gifhorn. „Wir waren von Beginn an die aktivere Mannschaft“, so Coach Dirk Asmus. Auch der frühe Rückstand (5.) warf die Gäste nicht aus der Bahn. Bjarne Asmus und Marvin Schiller wendeten das Blatt. Schiller (2), Matthias Reinecke und Philipp Köllner sorgten dann für klare Verhältnisse. Das 3:6 in der Schlussminute hatte nur noch statistischen Wert. Asmus bilanzierte zufrieden: „Von der Auftaktniederlage gegen den MTV Gifhorn zeigten sich unsere Jungs gut erholt.“

e-JUN. A-STAFFEL

MTV Isenbüttel –

JSG Hankensbüttel 1:5 (0:2)

Überlegener Sieg für Hankensbüttel mit kurzer Wackelphase. Nachdem die Gäste die erste Halbzeit klar bestimmt hatten und neben den zwei Treffern auch noch zwei Pfostenschüsse verbucht hatten, fingen sie sich kurz nach der Pause durch einen Weitschuss den Anschlusstreffer. „Dadurch wurde unser Spielfluss für einen Moment unterbrochen“, erklärte Coach Ulrich Wiemer. Doch Hankensbüttel fing sich wieder und besserte nach. Dennoch fand Wiemer einen Kritikpunkt: „Mangelhafte Chancenverwertung: Der Sieg hätte höher ausfallen müssen.“

Tore: Lukas Kasprzyck (2), Marcus Schrader (2), Luka Bammel (1).

F-Jun. A-Staffel

MTV Isenbüttel –

JSG Hankensbüttel 4:7 (2:3)

Die Weste ist weiter weiß. Dennoch hatte der dritte Sieg im dritten Spiel für Hankensbüttels F-Jugend auch Schönheitsflecken. Coach Dirk Asmus sprach von einem „schmeichelhaften Auswärtserfolg“. Die Anfangsphase gehörte ganz klar Isenbüttel – 2:0. „Von diesen Gegentreffern wurden unsere Jungs dann scheinbar wachgerüttelt“, stellte Asmus fest. Gleich die ersten zwei Chancen saßen. Und dem Ausgleich folgte dann vor der Pause auch noch die Führung. Isenbüttel drängte auf die Antwort, doch mitten hinein in die Drangperiode erzielte die JSG das 2:4. Es ging munter weiter, wobei sich Hankensbüttel weitaus effektiver als noch in der Vorwoche präsentierte. Asmus zeigte Mitleid mit dem Gegner: „Der MTV wurde unter Wert geschlagen, hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt.“

Tore: Falk Cohrs (2), Edwin Scheel (2), Ruben Kasprzyck, Malte Hennig und Brian Asmus.

F-Jun. Pokal

JSG Hankensbüttel –

JSG Okertal 5:4 n. E. (3:3)

„Dieser Jahrgang hält seine Fans in Atem“, meinte Hankensbüttels Trainer nach dem Pokal-Krimi gegen Okertal. Hankensbüttel revanchierte sich gegen den amtierenden Kreismeister für das Cup-Aus im Vorjahr. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit stand es 1:1 – Falk Cohrs hatte ausgeglichen und legte per Doppelpack nach. Doch der Gast nahm seine Favoritenrolle nun an und kam schließlich zwei Minuten vor Spielende zum Gleichstand. Neunmeterschießen! Ein Nervenspiel! Okertal jagt den ersten Ball über das Tor, Hankensbüttel trifft nur das Lattenkreuz. Keeper Knut Lilje pariert den nächsten Versuch. Brian Asmus und Als Edwin Scheel bewahren schließlich die Ruhe und befördern den Liga-Spitzenreiter unter großem Jubel ins Viertelfinale.

Von Ingo Barrenscheen

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