Fußball – 2. Kreisklasse 1+2: Hoitlinger SV, SV Langwedel und SV Eischott alleine an der Spitze / FC Oerrel holt ersten Sieg

Alle Neune! Trio mit Maximalausbeute

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Befreiungsschlag im dritten Saisonspiel: Der SV HaMa (l. Dennis Szillat) fuhr gegen Parsau II drei wichtige Punkte ein. 

Dreimal die Neun, dreimal die Null: Während an der Tabellenspitze der 2. Fußball-Kreisklasse 1 der SV Eischott, Hoitlinger SV und SV Langwedel mit weißer Weste dastehen, warten auf der Kehrseite des Tableaus die Reserven aus Wesendorf, Wittingen und Parsau noch auf Zählbares.

Derweil ergatterte der VfL Ummern II in der Staffel 2 einen unerwarteten Premierenpunkt.

TSV Brechtorf II – Hoitlinger SV 0:2 (0:2)

Zunächst hatte der Hoitlinger SV alles im Griff, ging nach zwei Minuten durch Nils Hirsch in Front, der nach Hereingabe von Jonas Bachhofer aus dem Gewühl heraus traf (2.). Zwar ließen die Gäste in Folge einige gute Möglichkeiten aus, aber das 0:2 sollte trotzdem fallen. Normen Lange erhöhte per Distanzschuss aus etwa 16 Metern. „Dann aber haben wir den Spielfluss verloren und die Partie aus der Hand gegeben“, ärgerte sich HSV-Coach Egidio Mileo. Trotzdem sind die Gäste in der Defensive nie wirklich ins Schwimmen gekommen. Weil Lange bei seinem Alleingang auf das Tor nicht die Nerven behielt, blieb es am Ende beim ungefährdeten 2:0-Erfolg für den HSV, der damit weiter oben mitmischt.

• Tore: 0:1 Hirsch (2.), 0:2 No. Lange (23.).

Wesendorfer SC II – FC Oerrel 0:1 (0:1)

„Das war dann wohl mehr schlecht als recht“, meinte FCO-Coach Christian Axt nach dem Sieg seiner Jungs. „Aber das eine Tor reicht dann eben für drei Punkte. Und nur das zählt“, ruderte er dann zurück. Hüben wie drüben war die Chancenverwertung miserabel. Doch das eine Tor genügte dann doch zum Sieg. Und das fiel wie folgt: Henning Holdhaus’ Schuss klatschte an den Innenpfosten und anschließend musste Sven Gerlof nur noch den Fuß hinhalten, um den Ball über die Linie zu drücken (12.). „Wir hatten Sonntag eben das glücklichere Füßchen. Wichtig sind die ersten Zähler“, sagte Axt ganz nüchtern.

• Tor: 0:1 Gerlof (12.).

MTV Gamsen III – SV Eischott 1:3 (0:2)

„Wir haben nicht gut gespielt, weil Gamsen uns das Leben schwer gemacht hat. Aber die Art und Weise ist dann auch egal. Hauptsache du hast die drei Zähler im Gepäck“, sagte SVE-Coach Jens Beyer nach dem 3:1-Sieg seiner Schützlinge beim MTV Gamsen III. Die Hausherren versiebten zu viele Hochkaräter, Eischott dagegen zeigte sich effektiv vor dem gegnerischen Gehäuse. „Wir haben uns dann auch ein bisschen selbst geschlagen“, seufzte MTV-Übungsleiter René Vranken.

• Tore: 0:1, 0:2 N. Bruchmann (22., 30.), 1:2 Glindemann (69.), 1:3 Volans (70.).

SV Groß Oesingen II – SV Tiddische 6:1 (4:0)

In vielen Situationen eine Idee schneller: Die Jungspunde des SV Groß Oesingen II (l. Jean-Pascal Schwandt) hatten beim 6:1-Heimsieg gegen den Aufsteiger SV Teutonia Tiddische (Wieland Bartels) keine Mühe.

Jugendlicher Elan obsiegt klar über Routine: In Groß Oesingen prallten zwei Welten aufeinander. Hier die sehr junge Riege des Gastgebers, dort das notgedrungen mit Oldies aufgefüllte Team aus Tiddische. Bei den Gästen seien vier Akteure Mitte der 40 gewesen, unterstrich SV-Coach Sören Goltermann. Mit Maik Lange hatte er ebenfalls einen Altsenioren fürs Tor reaktiviert, der allerdings ein überschaubares Maß an Prüfungen bestehen musste. Goltermann sagte: „Mit dem 6:1 dürfte Tiddische noch gut bedient gewesen sein. Eine souveräne Vorstellung von uns.“ Herausstechend bei den Gastgebern sei der A-Jugendliche Dominic Hardeland, auch zweifacher Torschütze, gewesen.

• Tore: 1:0, 2:0 L. Cordes (15., 25.), 3:0, 4:0 Hardeland (30., 45.), 4:1 Ehne (49.), 5:1 Meyer (50.), 6:1 Schwandt (60.).

SV Langwedel – VfL Knesebeck II 3:0 (2:0)

Dosenöffner Andre Liedtke: Mit seinem Führungstreffer in der 30. Minute gab der SVL-Stürmer der Partie eine spielerische Wende. Denn bis dahin sei „Knesebeck eindeutig besser“ gewesen, räumte Langwedels Betreuer Dirk Rodewald ein. Das änderte sich mit dem 1:0. Der Absteiger legte direkt nach – wohl gemerkt mit einem Sonntagsschuss von Niklas Spengel aus sage und schreibe 35 Metern! Fortan hatte Langwedel alles unter Kontrolle. Oldie, but goldie Matthias Köllner sorgte für den Endstand.

• Tore: 1:0 A. Liedtke (30.), 2:0 Spengel (32.), 3:0 Köllner (47.).

SV Hagen-Mahnburg – FC Parsau II 4:0 (2:0)

Der erhoffte Befreiungsschlag gelang HaMa gegen den FC Parsau II. Zu jeder Zeit hatten die Platzherren das Geschehen auf dem Rasen im Griff. „Es war ein Spiel auf ein Tor. Von Parsau kam wenig bis gar nichts“, sagte HaMa-Coach Torsten Haase. Dennis Szillat sowie ein Dreierpack von Arthur Wagner bescherten den ersten Dreier für den Gastgeber.

• Tore: 1:0 Szillat, 2:0, 3:0, 4:0 A. Wagner.

VfL Wittingen/S. II – SV Steinhorst 3:8 (1:6)

Chancenlos: Der VfL Wittingen/S. II (M. Leotrim Kastrati) musste sich zuhause mit 3:8 gegen Steinhorst beugen.

Der Aushilfs-Job von Patrick Borchers als Coach der Wittinger Zweiten erwies sich als zweifelhaftes Vergnügen. Zum zweiten Mal in Folge fing sich der Neuling satte acht Gegentore! Folge eines Teufelskreises. Zum einen sei das Team nicht eingespielt. Zudem seien schon „wer weiß nicht wieviele Spieler“ eingesetzt worden. Immer wieder auf unterschiedlichen Positionen. „Dann kommt hinzu, dass wir noch nicht so richtig fit sind“, führte Borchers weiter an. Zu viel Wirrwarr des Guten. So hatte Steinhorst leichtes Spiel. Die Ergebniskosmetik am Ende seien „mehr oder weniger Zufallsprodukte“ gewesen.

• Tore: 0:1, 0:2 Erxleben (9., 15.), 1:2 Ouattara (26.), 1:3, 1:6, 1:7 Möller (30., 42., 62.), 1:4, 1:8 Litau (33., 81.), 1:5 S. Pirch (38.), 2:8 Rolfs (83.), 3:8 Löwen (87.).

Staffel 2

VfL Ummern II – SV Meinersen II 2:2 (1:0)

Jan Rüngeling, Trainer des VfL Germania Ummern, war voll des Lobes über seine Schützlinge: „Unser Plan ist zu hundert Prozent aufgegangen. Mit dem Punkt können wir gut leben.“ Dabei waren die Hausherren zunächst in Front, rannten dann einem Rückstand hinterher und belohnten sich noch mit dem Ausgleich.

• Tore: 1:0 Fischer (39.), 1:1 Kraut (48.), 1:2 Abdi (57.), 2:2 Remme (70.).

Von Ingo Barrenscheen und Jannis Klimburg

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