Fußball – Kreisliga: Jfeily und Jacob im März weg / Hundt nur noch Standby / „Wird schwierig“

Aderlass: HSV droht haarige Rückserie

Ali Jfeily hebt ab – und zwar nach Bolivien: Hankensbüttel muss die Rückrunde größtenteils ohne den Mittelfeld-Motor schultern.

ib Hankensbüttel. O, du Fröhliche: Aktuell dürfte dieser Klassiker Trainer Jens Meyer und den Verantwortlichen des SV Hankensbüttel nicht ganz so leicht über die Lippen kommen. Denn die Weihnachtszeit ist für den Fußball-Kreisligisten nicht gerade besinnlich.

Grund: Zur Rückrunde jungbluthet der Kader aus.

Statt Gaben stapeln sich Sorgen auf dem HSV-Tisch. Bereits in den vergangenen Wochen dünnte sich das Personal verletzungsbedingt doch gewaltig aus. „Wir hatten fast keinen Sonntag das gleiche Team“, blickt Meyer zurück. Doch die prekäre Situation wird sich noch zuspitzen. Alfred Matis hatte der Coach ohnehin nur mit Engelszungen zu einem Comeback nach vier Jahren Pause überreden können. Wohl gemerkt bis zur Winterpause. „Das war eine Adhoc-Lösung. Ich bin ihm schon dankbar, dass er überhaupt eingesprungen ist und werde auch nicht mehr nachbohren“, so Meyer.

Nur noch bis Ende März beim HSV: Torwart Leon Jacob.

Mitte März zieht es zudem Mittelfeld-Motor Ali Jfeily – wie schon vor der Saison angekündigt – ins Ausland. Ziel: Bolivien. Stammtorwart Leon Jacob steht nicht viel länger zur Verfügung, absolviert ein achtwöchiges Praktikum. „Reisende soll man nicht aufhalten. Für uns ist es natürlich schade“, seufzt Meyer. Erster Alternative für das Tor wäre eigentlich der gelernte Keeper Malte Hundt. Doch dieser wollte sich im Zuge seiner Master-Arbeit eigentlich komplett rausnehmen. „Wir haben ihm die Situation erklärt. Malte will versuchen, ab und zu auszuhelfen. Damit wäre diese Position aber nur zu 50 Prozent abgedeckt“, betont Meyer. Sein Spartenleiter Wieland Seidig ist emsig auf der Suche nach einer Lösung für diese Schwachstelle. „Wir strecken die Fühler aus“, so Hankensbüttels Coach.

Summa summarum beläuft sich sein Aufgebot für 2015 auf 15, 16 Spieler. „Eine ganz enge Geschichte“, hadert Meyer. Zumal das Polster auf die Abstiegsregion auch nicht gerade üppig ist. Der HSV-Trainer ahnt: „Es wird sich noch schwieriger gestalten als bisher. Aber wir wollen nicht schwarz malen.“ Vielleicht macht der Tabellen-Zehnte aus der Not eine Tugend.

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