Fußball – Kreisliga: Wie in der Bundesliga – Der Meister steht lange fest, Spannung garantiert dagegen der Kampf um den Klassenerhalt

Der Abstiegskampf spitzt sich weiter zu

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Sven Arndt (links) wird wieder alles reinhauen, damit auch das Rückspiel gegen den SV Triangel (Artur Wagner) von Erfolg gekrönt ist. 

ct. Schlägt Wittingen den SV Triangel erneut und setzt sich etwas ab? Holt der Wesendorfer SC die letzten Zähler, die er zum Klassenerhalt benötigt? Diese Fragen wird der drittletzte Spieltag in der Fußball-Kreisliga beantworten.

Zudem bittet Wilsche im Derby die SV Leiferde zum Tanz. Der Meister tingelt jetzt noch ein paar Wochen durch die Kreisliga und gibt seine kleine Abschiedstournee, ehe er Richtung Bezirksliga aufbricht.

VfR Wilsche-Neubokel – SV Leiferde

Die Feierlichkeiten beim designierten Meister VfR Wilsche-Neubokel nehmen auch nach dem Titelgewinn kein Ende. Jüngst musste der Wesendorfer SC erkennen, dass Wilsche sich in den nächsten Wochen nichts vorwerfen lassen will. Mit Vorhop und Wittingen trifft der VfR nämlich noch auf zwei Kellerkinder der Liga und kann im Kampf um den Klassenerhalt das Zünglein an der Waage spielen. Nun geht es aber erst einmal gegen die SV Leiferde (Samstag, 16 Uhr) . „Die Jungs sind nach den vielen Spielen hintereinander kaputt“, meint Coach Bernd Huneke, der auch gegen die SV wieder auf das Prinzip der Rotation setzen wird: „Ein bisschen was werden wir verändern, aber wir freuen und aufs Derby und wollen die Saison unbesiegt beenden.“

TuS Müden-Dieckhorst – SV Meinersen

Noch sind beide Teams nicht gerettet. Wobei schon viel zusammenkommen müsste, damit die acht Punkte Vorsprung der Müdener auf Vorhop nicht zum Klassenerhalt reichen. Die SV Meinersen dagegen muss weiter bangen, steht nur drei Zähler vor dem VfL Vorhop und empfängt am letzten Spieltag ausgerechnet genau diesen Gegner. Damit es nicht zum absoluten Showdown kommt, muss die SV dringend punkten. Bei einem zeitgleichen Remis zwischen dem VfL und Wasbüttel wäre Meinersen mit einem Sieg gerettet – und Müden auch. Anpfiff ist bereits am Sonnabend um 18.30 Uhr.

SV Triangel – VfL Wittingen/S.

Nach dem Triangel-Spiel ist vor dem Triangel-Spiel. Der VfL Wittingen/S. trifft nur vier Tage nach dem 3:2-Heimsieg über den SVT am Sonntag erneut auf den Gegner vom Mittwoch (Anpfiff schon um 14.30 Uhr). „Das wird wieder hart“, ist sich VfL-Coach Peter Dierks sicher. Personell sieht die Lage etwas entspannter aus bei den Brauereistädtern. Zwar weiß Dierks noch nicht, ob alle angeschlagenen Spieler von Mittwoch wieder einsatzbereit sind, doch mit Roni Agirman kehrt ein Akteur auf jeden Fall zurück. Der Sechser hat seine Gelbsperre abgesessen. Dazu kommt Nick Schnöckel, der noch bei den A-Junioren des MTV Gifhorn spielt, aber ab sofort spielberechtigt für den VfL ist. „Es sieht gut aus für uns, wir wollen das Ergebnis nochmal wiederholen“, meint Dierks.

VfL Germ. Ummern – FC Brome

Ummern (Mitte) oder Brome, schafft noch eines der beiden Teams den Sprung auf Platz drei? Im direkten Aufeinandertreffen kann sich ein Team vom anderen distanzieren.

Die Vorzeichen stehen nicht gut für den VfL Germania Ummern. Am Samstag findet das Schützenfest, Teil zwei, statt und einige Spieler könnten noch angeschlagen sein... Obendrein sind Andre Sterz, Sebastian Kuhls und Melvin Riesch nicht einsatzbereit gegen den FC Brome. Trotzdem erwidert der Übungsleiter: „Wir sind in einer guten Verfassung. Vielleicht ist eine Überraschung möglich mit dem letzten Aufgebot.“ Denn das Ziel der Hausherren ist es, Brome nicht vorbeiziehen zu lassen und den fünften Rang mit aller Macht zu verteidigen. „Wir schielen auch noch ein wenig auf Rang drei. Daher ist es ärgerlich, dass wir am Sonntag nicht die komplette Mannschaft am Start haben. Wir wollen jetzt nichts mehr abschenken“, sagt Alms, der gleichzeitig vor dem Gegner warnte: „Ihre Stärken liegen in der Offensive. Aber Brome ist in dieser Saison nur sehr schwer einzuschätzen mit ihren schwankenden Leistungen.“

SV Gr. Oesingen – SV Westerbeck

Zum Spitzenspiel kommt der Tabellenzweite SV Westerbeck nach Groß Oesingen. SVGO-Trainer Torben König erinnert sich nur ungerne an die Hinspielpleite: „Da hat nicht viel zusammengepasst bei uns. Damals haben wir einen schlechten Tag erwischt. Denn in Normalform sollten wir schon eine Chance haben.“ Auch die zuletzt gezeigten Leistungen in der Rückrunde sprechen dafür. Denn die Groß Oesinger sind mittlerweile auf Rang drei angekommen, haben sich Stück für Stück immer weiter nach vorne geschlichen. „Aus den letzten beiden Spielen wollen wir sechs Punkte holen, damit wir am Ende unter den Top fünf landen. Dann können wir mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen“, bekräftigt König. Allerdings wird es alles andere als leicht werden gegen den SVW um Spitzenstürmer Florian Gahrmann. „Sie spielen sehr körperbetont, da müssen wir wachsam sein. Trotzdem wollen wir auch unser Spiel durchdrücken“, so der Coach. Allerdings muss König dann auf zwei wichtige Akteure verzichten. Arne Heers und Emanuel Münker fehlen mit einer Gelbsperre.

TSV Rothemühle – Wesendorfer SC

Sie haben gut gespielt beim Meister aus Wilsche und waren doch klar unterlegen, trotz einer 0:2-Pleite, die nicht danach aussieht, als wäre der WSC wirklich unterlegen gewesen. VfR-Coach Bernd Huneke attestierte dem Wesendorfer SC „eine solide, stabile Abwehrleistung“. Das sollte dem WSC Mut machen, denn zur endgültigen Rettung fehlt der Elf von Matthias Hopp noch ein Dreier. Der soll möglichst schon Sonntag beim TSV Rothemühle eingefahren werden. Dieser zeigte zuletzt eine souveräne Leistung gegen Müden-Dieckhorst und sicherte sich den Klassenerhalt. Trotzdem will Thorsten Meyer, dass sein Team im Saisonverlauf das Maximum herausholt: „Neun Punkte zum Abschluss wären toll.“ Gegen Wesendorf rechnet sich Meyer schon etwas aus, weiß aber: „Das wird kein leichtes Spiel.“

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