1. az-online.de
  2. Sport
  3. IK-Sport

Abstieg und Abschied

Erstellt:

Kommentare

Dunkle Wolken über der Schnuckenheide und Flaute bei der LVI Altkreis Isenhagen: Die Segelflieger erleben gerade alles andere als rosige Zeiten.  
Foto: privat
Dunkle Wolken über der Schnuckenheide und Flaute bei der LVI Altkreis Isenhagen: Die Segelflieger erleben gerade alles andere als rosige Zeiten. Foto: privat

Repke. Absturz für die Segelflieger der LVI Altkreis Isenhagen: Nach fünf Jahren in der 1. Bundesliga konnten die Nordkreisler dieses Mal den Abstieg nicht verhindern. Viel schlimmer: Die Zukunft des Vereins steht auf wackeligen Füßen.

Der Luftsportvereinigung wurde der Boden unter selbigen weggezogen.

„Wir müssen zum 31. Dezember das Gelände in der Schnuckenheide verlassen. Der Verpächter hat den Vertrag über das Segelfluggelände fristgerecht gekündigt. Offizielle Gründe kennt keiner“, sagte Andreas Kruse.

Die fehlende Motivation und Perspektivlosigkeit wären die Hauptgründe für den Abstieg der LVI gewesen. Am vergangenen Wochenende konnte der Bundesligist nicht mehr punkten und damit besteht keine Chance mehr auf den Klassenerhalt.

Das Ende eines erfolgreichen Kapitels: „In den vergangenen zehn Jahren sind wir fünf Jahre in der 1. Bundesliga mitgeflogen, stellten aus dem Verein drei Nationalmannschaftsmitglieder und einen Deutschen Meister“, erinnert Kruse an die sportlichen Erfolge seiner Vereinskameraden.

Auf dem Segelfluggelände in der Schnuckenheide wird ab dem 1. Januar kein Segelflugzeug mehr stehen. Viele ambitionierte Piloten werden dort nicht mehr starten können, weil ihnen „das Stadion“ genommen wurde. Eine Fortsetzung ihres Sports im Isenhagener Land ist aber dennoch möglich.

„Wir haben auf den umliegenden Segelfluggeländen um Asyl nachgefragt. Der LSG Fallersleben, der auf dem Gelände in Ummern beheimatet ist, hat Hilfe angeboten“, freute sich Kruse über die gute Nachricht. „Vielleicht können uns die Fallerslebener aufnehmen. Dann könnten wir uns in der nächsten Saison Auge in Auge in der 2. Bundesliga messen und sind immer noch im Landkreis Gifhorn beheimatet“, hofft Kruse auf ein Ende des sportlichen Negativtrends für und der Perspektivlosigkeit in seinem Verein.

Von Matthias Jansen

Auch interessant

Kommentare