Sportklubs dürfen seit einer Woche ohne Kontaktbeschränkungen trainieren

Abstand adé – und nun?

Dürfen wieder – wollen aber erst nach der Pause: Die Ju-Jutsu-Aktiven des VfL Knesebeck (Connor Klan wirft Falk Wolpers hier mit einem Hüftwurf).
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Dürfen wieder – wollen aber erst nach der Pause: Die Ju-Jutsu-Aktiven des VfL Knesebeck (Connor Klan wirft Falk Wolpers hier mit einem Hüftwurf).

Isenhagener Land – Der Montag der vergangenen Woche war so etwas wie ein Tag der Erlösung für viele Sportvereine. Die Landesregierung hat das Sporttraining ohne Kontaktbeschränkung abgesegnet. Die Klubs dürfen nun ohne Abstand üben.

Vor allem für die Kampfsportarten ist das ein gewaltiger Schritt in Richtung Normalbetrieb. Doch viele hiesige Sportler werden diesen Genuss vorerst nicht auskosten – ferienbedingt.

Während die Fußballer wieder in die Zweikämpfe gehen können, können etwa die Judoka des SV Hankensbüttel ihren Betrieb hochfahren. Doch das passiert, trotz Auflösung der Kontaktbeschränkungen im Trainingsbetrieb, erst nach den Sommerferien – sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen. „In den Ferien ist die Halle zu“, begründet Hankensbüttel-Judoka Fabian Rehders. „In der letzten Zeit habe ich niemanden von ihnen gesehen“, erzählt der Hankensbütteler. Und doch kann er sich bestens vorstellen, dass Sport den vielen Aktiven fehlt. Ihm nämlich auch!

„Speziell für die gerade gestarteten Kinder ist das schade. Die fangen im Prinzip von vorne an“, bedauert er. Auch die Ju-Jutsu-Kämpfer des VfL Knesebeck halten weiter Abstand vom Sport. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Kontaktbeschränkungen im Sport jetzt schon aufgehoben werden“, gibt Klaus Wallis, Ju-Jutsu-Abteilungsleiter beim VfL, zu. Der Klub will ebenfalls erst nach Ferienende mit dem Training starten. „Wir warten noch, ob der Ju-Jutsu-Verband entsprechende Regeln bekanntgibt“, betont Wallis. Für die Knesebecker sei es keine einfache Zeit zuletzt. Wallis: „Dass wir den Trainingsbetrieb ruhen gelassen haben, war traurig für uns.“ Trotz Abwartens blicken die Knesebecker ambitioniert in die Zukunft. „Wir setzen uns das Ziel, dass wir gleich Gürtelprüfungen machen können. Das ist natürlich auch ein ehrgeiziges Ziel, ein Anreiz“, so Wallis.

Auch die Judoka des SV Groß Oesingen warten erst einmal bis zum Ferienende. Der SVGO trainiert gemeinsam mit den Hankensbüttelern in deren Gefilden. Wie sich die Einheiten dann gestalten, ist hingegen noch offen. „Da müssen wir natürlich schauen, wie die Bedingungen bis dahin aussehen“, erklärt Abteilungsleiterin Kerstin Müller. Natürlich wünscht sie sich nichts mehr als Normalität. „Judo ist ein reiner Kontaktsport, aber Kämpfe mit Maske kommen nicht in Frage“, verdeutlicht Müller. Im Vordergrund stehe die Sicherheit der Sportler. Ein gutes Vorbild nehmen sich die Groß Oesinger an den Profis wie Giovanna Scoccimarro (siehe nebenstehender Text). Müller: „Wir werden uns auch an den Großen orientieren.“ VON ROUVEN PETER

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