HVN macht Handball-Regionen Mut und skizziert Deadlines

Abbruch (noch) kein Thema

Hat das Warten auf Handball in Niedersachsen für den SV Groß Oesingen (l./Bild oben) und die SG VfL Wittingen/Stöcken bereits Mitte Januar ein Ende? Der HVN äußerte sich in einer Online-Konferenz mit den Regionen zuversichtlich in dieser Hinsicht. Foto: IB/HVN

Isenhagener Land – Frommer Wunsch oder doch stichhaltige Zuversicht!? Der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) mit Präsident Stefan Hüdepohl an der Spitze hat am Sonnabend im Zuge einer Online-Konferenz die Vorsitzenden und Spieltechniker der einzelnen Regionen einerseits ermutigt, trotz der anhaltenden Corona-Pandemie weiter den Draht zur Basis zu halten – und anderseits den Gliederungen Mut gemacht, dass tatsächlich schon im Januar 2021 an einen Wiedereinstieg des Vereinssports zu denken sei.

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Die vom HVN eingesetzte Task Force analysiere weiterhin wöchentlich die Ist-Situation, Präsidium und Geschäftsführung stünden permanent im Austausch mit dem Landessportbund Niedersachsen und den Mitarbeitern des Innenministeriums. Folgende Aussage von Hüdepohl aus der Samstags-Runde dürfte bei allen Handballern wie eine Weihnachtsglocke in den Ohren klingeln: „Unsere Hoffnung, nach Ende der Ferien (also ab dem 11. Januar 2021, Anm. der Redaktion) die Schulsportstätten wieder nutzen zu können, scheint aktuell nicht ganz unberechtigt.“ Der HVN-Präsident geht davon aus, dass eine verbindliche Entscheidung zu möglichen Lockdown-Lockerungen nicht vor dem 5. Januar fallen wird. Dann tagen ein weiteres Mal Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder.

Bis dahin sollen die Regionen Kontakt zu Klubs und Trägern der Sportstätten halten. „Um die Voraussetzungen zu schaffen, 2021 frühzeitig den Spielbetrieb wieder aufzunehmen“, betonte Hüdepohl und ergänzte: „Nicht nur in den Spielklassen des Verbands, sondern auch deren Gliederungen.“ Für die Ober-/Verbandsliga besteht weiterhin die Absicht, im Februar den Re-Start mit einer Einfachrunde (das IK berichtete) zu realisieren. Dabei will der Verband den Vereinen eine drei- bis vierwöchige Vorbereitung ermöglichen.

Laut HVN-Vizepräsident Spieltechnik Jens Schoof müsste die Serie 2020/21 spätestens Ende Juni vorbei sein. „Nach unseren Berechnungen müssten die Ober- und Verbandsligen spätestens Anfang März den Spielbetrieb wiederaufnehmen; sonst bleibt keine Luft mehr, auch nur auf irgendwas zu reagieren.“ Ähnlich formulierte es Olaf Bunge mit Blick auf die Jugend. Der letzte Spieltag sei für den 9. Mai geplant. „Ende Mai gehen wir in die Relegation für die Saison 2021/22.“

Hüdepohl sagte am Samstag zu, dass er die Regionen in eine etwaige Entscheidung über einen Saison-Abbruch mit einbinden werde – aktuell ist das aber noch kein Thema. Wann die Gliederungen ihrerseits das Comeback planen, ist völlig offen. Nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Sieben-Tage-Inzidenzen in den einzelnen Landkreisen, die in Niedersachsen doch enorm variieren. Die Region Hannover-Weser-Leine etwa beschäftigt sich für den Fall eines unumgänglichen Saison-Abbruchs bereits mit Alternativ-Modellen wie Turnier-Wettbewerben.

VON INGO BARRENSCHEEN

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