Fußball – Bezirksliga: Wittingen wettert nach bitterem 2:2-Ausgleich in Nachspielzeit gegen Schiri

90.+4: Murphys Gesetz erschüttert VfL

+
Diese Szenen erhitzten die Wittinger Gemüter auf 200 Grad: Der MTV Isenbüttel bekam in der vierten Minute der Nachspielzeit einen fragwürdigen Freistoß zugesprochen, den Torjäger Andre Brömel an der Mauer vorbei zum 2:2 ins Netz zirkelte. Vorab war Patrick Gernsheimer bereits eine klare Torchance genommen worden. All das monierte Trainer Naim Fetahu beim Schiri.

Wittingen. Nach Murphys Gesetz geht alles schief, was nur schiefgehen kann. Bei Kellerkindern sowieso. Davon konnte der VfL Wittingen/S. am Sonnabend ein Klagelied singen.

Nicht nur der Freistoß in der vierten Minute der Nachspielzeit (!) zum 2:2-Endstand für den MTV Isenbüttel brachte den Fußball-Bezirksligisten gewaltig gegen den Schiedsrichter auf.

Trainer Naim Fetahu und sein Assistent Bernd Borchers bedachten Jannik Piep (SV Barnstorf) nach Spielende mit einigen markigen Worten. Allein es nützte nichts. Passiert war passiert. Der Stein des Freistoßes, pardon Anstoßes, hatte die Brauereistädter um den ersehnten Befreiungsschlag gebracht. An der Sieben-Mann-Mauer vorbei zirkelte Isenbüttels Torjäger Andre Brömel den einstudierten Ball vorbei ins untere Eck. „Das ist sehr, sehr bitter“, haderte Fetahu.

Nicht nur das angebliche Foul vor der fatalen Last-Minute-Szene hatte die Wittinger auf die Palme gebracht. Fetahu zählte gleich eine Latte von – nach VfL-Meinung – krassen Fehlentscheidungen auf. Der Referee hätte selbst zu ihm auf dem Feld gesagt, es werde noch drei Minuten gespielt. Dann seien nochmal drei Finger in die Höhe gegangen... Zudem sei Patrick Gernsheimer in der Schlussphase bei einem Konter frei durch gewesen, wurde von seinem Gegenspieler „volle Pulle ohne Ball gesperrt“, wetterte Fetahu. „Irgendwann reicht’s! Da kämpfst, ackerst und machst du und wirst beschissen“, nahm der Coach des Aufsteigers kein Blatt mehr vor den Mund. In verzwickten Situationen wie der des VfL passiere so etwas halt.

„Murphys Gesetz“, fühlte Isenbüttels Trainer Rouven Lütke nach dem „sehr glücklichen“ Punktgewinn mit dem Gegner. Der frühere Sprakensehler spendete aber auch Trost. „Wenn Wittingen so spielt, holen sie die Punkte noch gegen die Truppen von unten“, so seine Aufmunterung.

Das sah letztlich auch Fetahu so. Nach sieben Pleiten aus den acht Spielen zuvor – darunter fünf torlose Partien 2015 – hätte sein Team gezeigt, „dass wir am Leben sind und dass wir in dieser Liga bleiben wollen.“ Die zweite Halbzeit hatte dem VfL gehört. Immerhin ein positiver Aspekt im tristen Tenor.

Von Ingo Barrenscheen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare