Fußball – Bezirksliga: FCB düpiert völlig enttäuschenden VfL Wahrenholz

5:1! Nur ein Bromer jubelt nicht...

Eine große grün-weiße Party: Der FC Brome (v. r. Lucas Spellig, Erik Weis, Marvin Keller, Achmed Chabaan, Mahmut Chabaan, Stefan Buller, Riaan-Philipp Schmidt und Michael März/verdeckt) feierten einen unverhofften 5:1-Triumph über den VfL Wahrenholz.
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Eine große grün-weiße Party: Der FC Brome (v. r. Lucas Spellig, Erik Weis, Marvin Keller, Achmed Chabaan, Mahmut Chabaan, Stefan Buller, Riaan-Philipp Schmidt und Michael März/verdeckt) feierten einen unverhofften 5:1-Triumph über den VfL Wahrenholz.

Brome – 5:1! Noch einmal in Worten: Fünf zu eins! Selbst die kühnsten Optimisten im Lager des FC Brome hätten sich diesen Ausgang im Abschlussspiel des Jahres nicht erträumt.

Während sich der eine oder andere Grün-Weiße am gestrigen Sonntag nach dem Paukenschlag in der Fußball-Bezirksliga erst einmal zwicken musste, erwartete Thorsten Thielemann ein kleiner Spießrutenlauf.

Der Trainer des bitter enttäuschenden VfL Wahrenholz blieb als gebürtiger Bromer selbstverständlich nach Spielschluss noch auf ein Bierchen an der Steimker Straße und durfte sich den einen oder anderen Spruch anhören.

...was er aber mit stoischer Ruhe überspielte. „Ich bin alt genug, da stehe ich drüber – zumal Brome das auch in dieser Höhe absolut verdient gewonnen hat“, gab Thielemann nach der völlig verkorksten Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mit entwaffnender Ehrlichkeit zu. Seine Mannschaft sei indes direkt nach Hause getrottet. „Das ist auch besser, wenn sie mir aus dem Weg gehen. Das muss man erst einmal sacken lassen. Das war unser mit Abstand schlechtestes Spiel in der bisherigen Saison – und es ärgert mich am meisten, dass es ausgerechnet in Brome passiert ist.“

Seine Mannen hatten schlichtweg nicht verstanden, worauf es in erster Linie auf dem nicht für Tiki-Taka gemachten B-Platz angekommen war: Einsatzwille. „Brome hat um jeden Meter gekämpft, wir haben alles vermissen lassen“, haderte Thielemann. Hingegen war FCB-Teammanager Hendrik Joswig selbstredend bester Laune. „5:1 ist schon sehr deutlich. Aber wir haben uns endlich einmal gegen ein Topteam belohnt und unsere Dinger vorne konsequent gemacht. Wir wollten unbedingt spielen heute – und das war auch gut so im Nachhinein...“

Für das 1:0 benötigten die Platzherren drei Anläufe, ehe Michael März die Kugel nach zwei Aluminiumtreffern zur Führung in die Maschen drückte (11.). Der VfL hingegen fand zunächst überhaupt nicht statt. Dennoch fiel aus heiterem (trüben) Himmel der Ausgleich durch Lars Koch (28.) – für den die Partie kurz danach verletzungsbedingt gelaufen war. Es schien für einen kurzen Moment so, als sollte Wahrenholz die Partie in den Griff kriegen. Doch Pustekuchen! Nur drei Minuten nach dem 1:1 führte ein plumpes Foul zum Elfmeter, Achmed Chabaan versenkte abgebrüht. Brome wieder in Front. Glück hatte der Aufsteiger dann bei einem Pfostentreffer von Jan-Patrick Schön. „Steht es da 2:2, geht das Spiel vielleicht in eine andere Richtung“, mutmaßte Joswig.

Stattdessen machte der Underdog nach Wiederbeginn schnell Nägel mit Köpfen durch drei Tore binnen der Anfangsviertelstunde, nutzte die zwangsläufig größer werdenden Räume stark aus. Wahrenholz hingegen fehlte jede Idee. Thielemanns Generalkritik: „Ein kollektiver Ausfall von der Nummer eins bis zur elf.“

Brome verließ noch pünktlich vor der Winterpause die Abstiegsränge. Joswigs Kurz-Bilanz des ersten Halbjahres: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

VON INGO BARRENSCHEEN

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