Handball – Verbandsliga: Wittingen/Stöcken feiert höchsten Auswärtssieg unter der Leitung des Trainers

38:26! Auswärts-Rekord für Gades

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Eine kleine Gruppe ganz groß: Mit einem Siegerselfie und ein paar Kaltgetränken begann die Party der SG VfL Wittingen/Stöcken bereits in der Kabine. Bevor es dann in der Heimat mit der Sause weiterging. 

Geismar. Christian Gades wirkte am Telefon sehr erschöpft. Nicht weil das Spiel am Sonnabend beim MTV Geismar ihm die letzten Kräfte geraubt hatte, sondern eher weil der Trainer der SG VfL Wittingen/Stöcken eine längere Partynacht hinter sich hatte.

Das eine oder andere Kaltgetränk wird seinen Teil dazu beigetragen haben. Kein Wunder: Nach einem deutlichen 38:26 (21:16)-Erfolg gegen das Schlusslicht ist das auch verständlich. „Die Jungs kamen aus dem Schmunzeln nach Schlusspfiff auch nicht heraus“, unkte Gades. „Unter meiner Regie durften wir einen solch krassen Vorsprung auswärts noch nie bejubeln. “.

Nach einer solchen Machtdemonstration sah es in der Anfangsphase doch zunächst nicht aus. Die Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, was die Leistung anging. Bei der Personaldecke hatten die Hausherren die Nase klar vorn mit fitten 15 Akteuren. Die Brauereistädter mussten mit einer Rumpftruppe von neun Spielern auskommen. Das schien den Zusammenhalt der Gäste aber nur noch weiter zu stärken. „Jeder hat noch ein paar Prozente mehr gegeben als sonst“, lobte Gades. Früh schnappten sich die Wittinger die Führung, doch der MTV ließ nicht locker. Eine fünfminütige Schlafperiode der SG VfL führte dazu, dass Geismar die Partie von 4:6 auf 8:6 biegen konnte. „Wir haben zu viele einfache Tore kassiert und vorne Chancen liegen gelassen“, so Gades. Doch in Windeseile fanden die Gäste zu ihrer Form zurück, holten bis zur Pause noch eine 21:16-Führung heraus.

Der Wille der Gastgeber war dann endgültig gebrochen, als die Wittinger direkt nach Wiederanpfiff einen 5:0-Lauf hinlegten und auf 26:16 davonsprinteten. „Es war kein Aufbäumen mehr beim Gegner zu sehen“, stellte der SG-Coach fest. Auch deswegen hatten die Gäste in Folge leichtes Spiel. In der Defensive wurde weiter konsequent gearbeitet und im Angriffsspiel blieben die SG-Akteure stets konzentriert. Auch die letzten zwei Gegentreffer wurmten Gades nicht im Geringsten. „Das war dann einfach nur noch Ergebniskosmetik.“ Im Gegenteil: Der Übungsleiter war mehr als zufrieden mit der Darbietung seiner Schützlinge: „Das musst du erst einmal so hinbekommen mit nur acht Feldspielern. Ich ziehe meinen Hut vor der grandiosen Leistung.“

Von Jannis Klimburg

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