Handball – Verbandsliga: Ersatzgeschwächter VfL besiegt Angstgegner / Nach klarer Führung wird es noch spannend

30:26 – Barsinghausen-Ballast beseitigt!

Wittingen spielt, Barsinghausen schaut zu: Über weite Strecken der Partie war der VfL (hier Arne Gades) dem HV klar überlegen. Erst in der Schlussphase ließen die Kräfte der ersatzgeschwächten Gastgeber beim 30:26 etwas nach. Foto: Jansen

Wittingen. Lecker, Basche-Haschee! Das macht doch Geschmack auf mehr. Zum Auftakt der Handball-Verbandsliga zerlegte der VfL Wittingen den Angstgegner aus Barsinghausen zwischenzeitlich in seine Einzelteile.

Mehrmalige Acht-Tore-Führungen genügten der Mannschaft von Trainer Mike Mühlenbruch zu einem 30:26 (17:9).

„Wir müssen uns sicher nicht schämen. Der Sieg ist nicht unverdient. Wir haben das Spiel dann doch über weite Strecken bestimmt“, freute sich Mühlenbruch, der nach dem Erfolg seiner arg ersatzgeschwächten Mannschaft aber auch das Haar in der Suppe fand.

In der Schlussphase seien seine Spieler beinahe schon arrogant mit dem klaren Vorsprung umgegangen. „Bei so einer klaren Führung darf ich mit Selbstvertrauen auftreten, muss meine Angriffe aufbauen und auch mal über eineinhalb Minuten durchspielen“, ärgerte sich der Wittinger Trainer über Details, die den Sieg beinahe noch in Gefahr gerieten ließen.

Gegen Barsinghausen, das in der letzen Saison zweimal gegen die Brauereistädter gewonnen und dem VfL „den Aufstieg genommen hatte“, ließen die angestachelten VfLer die nötige Cleverness vermissen.

Viele Fehlwürfe (18!) und zu schnelle Abschlüsse brachten Barsinghausen noch einmal heran. „Das bricht uns fast das Genick“, moserte Mühlenbruch, der mit Kai Lemke und Christopher Witzke nur zweimal eine Wechsel-Option zog.

Barsinghausen, das zu Beginn der zweiten Hälfte (19:11, 22:14, 24:17) schon deutlich distanziert war, kam noch einmal auf und war sogar auf drei Tore (27:24) herangerückt. „Damit mussten wir rechnen. Barsinghausen ist eine Mannschaft, die auch oben mitspielen will. Sie haben sich aufgebäumt und uns mit einer Energieleistung ein wenig die Butter vom Brot genommen“, bilanzierte Mühlenbruch.

Vor allem Gäste-Schlussmann Marc Daseking steigerte sich und nervte – wie schon im Rückspiel der Vorsaison – die Wittinger Schützen. „Da hatten wir wohl noch einiges im Hinterkopf“, meinte Mühlenbruch, dessen Team durch den Erfolg, zu dem Janosch Kochale (7) und Malte Sültmann (8) die Hälfte der Tore beitrugen, einige Altlasten tilgen konnte.

„Barsinghausen wird es nicht mehr gelingen, zweimal in der Saison und in Wittingen zu gewinnen“, atmete Mühlenbruch, dessen Mannschaft in der letzten Saison mit 0:6 und 2:10 Punkten in die Saison gestartet war, nach dem Auftaktsieg etwas erleichtert durch.

Aber nicht ohne den Finger warnend zu erheben. „Jeder Sieg ist wichtig. Wir dürfen uns nun aber nicht ausruhen. Es darf kein Sättigungsgefühl eintreten“, hat Mühlenbruch noch Hunger auf mehr.

Von Matthias Jansen

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