Fußball – Bezirksliga: Wahrenholz geht nach Trainer-Aus beim gnadenlos effizienten 1. FC Wolfsburg unter

2:7! Kalte Dusche nach dem Schock

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Unsanft ausgebremst: Der VfL Wahrenholz (vorn Marcell Meyer) erlitt drei Tage nach dem Trainer-Schock beim 1. FC Wolfsburg direkt den nächsten Nackenschlag und kassierte im ersten Punktspiel 2018 eine bittere 2:7-Abfuhr.

Wolfsburg. Stefan Frommelt wollte das absolut ernüchternde Ergebnis nicht in Verbindung setzen mit dem Paukenschlag drei Tage zuvor.

Doch offensichtlich hat der plötzliche Abgang des Trainer-Tandems Torben Gryglewski/Benjamin Wrede (siehe Seite 1) Spuren hinterlassen beim Fußball-Bezirksligisten VfL Wahrenholz. Denn das erste Punktspiel des Jahres 2018 zeigte Anzeichen einer Schockstarre: Das Taterbusch-Team ging gestern beim 1. FC Wolfsburg mit 2:7 (0:4) unter! Wenngleich Spartenleiter Frommelt relativierte: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht ganz so wider...“

Wolfsburg sei gnadenlos gut beim Verwerten seiner Torchancen gewesen. Wahrenholz hingegen nicht. „Gleich der erste Schuss vom FC landet volley im Winkel“, seufzte der Feuerwehrmann, der den VfL nun interimsweise mit Spieler-Papa Joachim Schöbel betreuen wird. Eine naheliegende Lösung für Frommelt. „Er kennt die Mannschaft ja in- und auswendig, kommt zu jedem Spiel.“ In und aus dem Sack wurden hingegen die Schwarz-Gelben gespielt. Wobei die Gäste nach dem schnellen 2:0 (17.) selbst zwei Hochkaräter liegen ließen und damit haderten, dass der Schiri in einer Szene auf Schwalbe statt auf Elfmeter entschied. Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite noch zweimal vor der Pause. Das 4:0 durch Andre Becker: ein Fallrückzieher...

„Wir haben die Jungs dann in der Pause motiviert, sich nicht abschlachten zu lassen“, erklärte Frommelt. Zack fiel dennoch das 5:0. Dann entdeckte Wahrenholz endlich für eine Weile die Effektivität seines Gegners, betrieb mit zwei Toren durch einen Kopfball von Christopher Hartmann und einen verwandelten Strafstoß von Daniel Müller Schadensbegrenzung. Statt weiterer Ergebniskosmetik handelten sich die Schwarz-Gelben aber in der Endphase noch zwei Einschläge ein.

Ein leicht chaotisches Bild also, dass der VfL dieser Tage – unfreiwillig – abgibt. Frommelt: „Wir müssen jetzt sehen, wie wir die nächsten Wochen gestalten.“ Einige Punkte sind für den Klassenerhalt noch zwingend nötig. Aber erst einmal muss der Scherbenhaufen zusammengekehrt werden.

Von Ingo Barrenscheen

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