1a-Reaktion: Der alte VfL ist wieder da!

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Das Bild täuscht: Nicht der VfL Wittingen (am Ball Torben Banse), sondern der TSV Wietzendorf fing sich am Sonnabend eine Ohrfeige ein. Der Verbandsliga-Spitzenreiter fertigte den Aufsteiger zuhause deutlich mit 36:21 ab.

Wittingen - Von Ingo Barrenscheen. Was haben die Verbandsliga-Handballer des VfL Wittingen und Bundesliga-Fußballer von Borussia Dortmund gemeinsam? Beide Tabellenführer lassen sich durch leichte Rückschläge nicht irritieren! Die Brauereistädter reagierten am Sonnabend eindrucksvoll auf die erste Saisonpleite, fegten den TSV Wietzendorf mit 36:21 (19:9) aus der Halle.

„Das war die richtige Antwort“, frohlockte Coach Detlef Wehrmann nach dem Kantersieg, den er in dieser Form keineswegs erwartet hatte. Als Beobachter war man geneigt zu sagen: Der alte VfL ist wieder da! Die Wittinger Mannschaft, die zu Saisonbeginn alles in Grund und Boden spielte. Auch Wehrmann sah das so. „Das ist der VfL, wie ich ihn mir vorstelle.“

Von Verunsicherung nach dem 27:35 von Barsinghausen sei nichts zu spüren gewesen. Im Gegenteil. „Die Spieler haben gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen wollen. Wir haben Wietzendorf von Beginn an den Zahn gezogen“, betonte Wittingens Übungsleiter. Sein TSV-Pendant Detlef Janke schien zu ahnen, was auf die Gäste zurollte, nahm nach nur fünf Minuten beim Stand von 3:0 für den VfL die erste Auszeit. Es half nicht. Der VfL-Express dampfte mit Vollgas weiter, ließ in der Deckung kaum etwas anbrennen. 19:9 – zur Pause herrschten bereits glasklare Verhältnisse.

Wehrmann fand dennoch eindringliche Worte in der Kabine. „Ich habe gesagt, dass es trotzdem wichtig ist, nicht nachzulassen.“ Das beherzigten die Hausherren und demoralisierten den Gegner mit dem Spurt zum 30:13 vollends. Der VfL bärenstark, Wietzendorf indes schwach. Der Aufsteiger stellte allenfalls einen Aufwärm-Partner für den Liga-Hit am kommenden Sonntag beim Verfolger TuS GW Himmelsthür dar. Der verlor am Wochenende übrigenos in Plesse. Noch so eine frohe Botschaft für Wittingen.

Nach dem Triumph gönnte sich Wehrmann dann auch einen Ausblick auf das nahende Gipfeltreffen. „Da müssen wir uns auf etwas ganz anderes gefasst machen. Das wird ein heißer Tanz.“ Doch nach dem Auftritt am Sonnabend habe er „ein gutes Gefühl“. Weil der alte VfL wieder zum Vorschein kam.

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