Handball – Oberliga Damen: Packung beim Primus

14:31! Und damit ist VfL noch gut bedient

Kleiner Lichtblick: Katrin Friedrichs (r.) traf fünfmal bei der 14:31-Klatsche des VfL Wittingen in Rohrsen. Foto: Barrenscheen

Rohrsen. Die Mission Schadensbegrenzung schlug fehl – von einer Überraschung ganz zu schweigen. Wittingens Handball-Damen waren am Sonnabend beim verlustpunktfreien Oberliga-Anführer MTV Rohrsen so weit von einem Punktgewinn entfernt wie die Erde vom Mond.

Über das 14:31 gegen den Drittliga-Absteiger und -aspiranten konnten sich die Wittingerinnen im Grunde noch glücklich schätzen. Trainer Axel Bühlow meinte: „Auch wenn es sich blöd anhört bei dem Ergebnis: Wir sind noch mit einem blauen Auge davongekommen. Rohrsen hätte auch 40 Tore werfen können.“, Der VfL seinerseits auch 20. Aber auch so offenbarte sich ein Klassenunterschied. Die Gram bei Bühlow hielt sich aber in Grenzen. Trotz der Mega-Differenz fühlte es sich für ihn nicht so an, „als ob wir abgeschlachtet worden sind“.

Wirklich zufriedenstellend verlief allerdings nur die Anfangs-Viertelstunde aus Sicht des Kellerkindes. Da hielt sich der VfL an die Vorgabe, seine Angriffe möglichst langatmig auszuspielen und dem Alleinunterhalter der Liga keine Angriffsfläche für Tempogegenstöße zu geben. Auch die Deckung stand sicher. Doch Rohrsen schaltete dann einen Gang hoch und düste ab. Dass es zur Pause nur 14:8 stand, hatten die Gäste aus der Brauereistadt dem Wurfpech des Spitzenreiters zu verdanken. Pfosten, Latte, Torwart: Von jedem war etwas dabei. Bühlow ahnte schon: „Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Klasse durchsetzen würden.“

So kam es dann auch nach dem Seitenwechsel. Vom 14:8-Pausenstand zog Rohrsen zack auf 18:8 davon. Erst der Anfang des Katz-und-Maus-Spiels. Wittingens Coach legte sich fest: „Auch in Top-Besetzung hätten wir nichts reißen können.“ Im Rückraum fehlten Fenja Thoelke (wurde für die A-Jugend geschont) und Maren Günther (spielt sich für die Zweite frei). Das Duo hätte wohl auch nicht viel ausrichten können. Bühlow prognostiziert: „Rohrsen wird zuhause vermutlich keinen Punkt abgeben.“

Von Ingo Barrenscheen

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