Maximal ein Werbespiel zum 100-Jährigen

Knesebecks Fußball-Jubiläum fällt weitestgehend flach

Knesebecks Fußballer müssen 2021 auf eine ausgiebige 100-Jahr-Feier im Kreise von Mitgliedern, Freunden und Gästen verzichten.
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Keineswegs eine runde Sache: Knesebecks Fußballer müssen 2021 auf eine ausgiebige 100-Jahr-Feier im Kreise von Mitgliedern, Freunden und Gästen verzichten.
  • Ingo Barrenscheen
    vonIngo Barrenscheen
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100 Jahre Fußball in Knesebeck: Eigentlich ein Riesen-Anlass zum Feiern. Doch daraus wird 2021 nichts...

Knesebeck – Man soll Feste feiern, wie sie fallen. Sagt der Volksmund. Nun, als dieses geflügelte Wort entstand, wusste der Urheber noch nichts von der Corona-Pandemie... Sich in Verzicht zu üben, wird in den kommenden Monaten besonders für die Einhorn-Einwohner eine Parade-Disziplin. Nicht nur die 777-Jahr-Feier des Ortes in ihrer geplanten Form musste gestrichen werden, sondern auch ein sportlicher Meilenstein für Deutschlands (und eben auch des VfL Knesebecks) liebstes Kind: den Fußball. Dieser wird 2021 stolze 100 Jahre alt. Alle Planungen für ein rauschendes Jubiläumsjahr seien aber schon im Winter buchstäblich „auf Eis gelegt werden“, bedauert Abteilungsleiter Tobias Krebiel.

Planung früh verworfen

Der sich anbahnende Höhepunkt war den Verantwortlichen bereits vier, fünf Jahre zurück vor das geistige Auge gesprungen. Viel wurde seither zusammengetragen an Ideen: Wie lässt sich der erlauchte Eintritt in den Klub der 100er bestmöglich im Gedächtnis verankern? Die ursprüngliche Intention: eine ganze Woche lang Sportfest auf dem Ernst-Hiestermann-Platz. Mit der ganzen VfL-Familie und dem Fußball im Mittelpunkt. Samt Kommers und allem Brimborium, das dazugehört. Obsoleter Gehirnschmalz. Covid 19 grätscht auch diesem Event dazwischen. „Wir haben die Planungen schon Ende letzten Jahres verworfen. Es hätte keinen Sinn gemacht, weiter etwas zu organisieren“, seufzt Krebiel. „So groß, wie wir das Jubiläum eigentlich feiern wollten, funktioniert es sowieso nicht.“

„Es ist schwierig, einmalige Ereignisse nachzufeiern.“

Knesebecks Fußball-Spartenleiter Tobias Krebiel

Nur kurz geknickt

Selbstredend sei die Knesebecker Führungsriege „schon erst einmal geknickt“ gewesen, gibt der Spartenchef zu. „Es ist ja schon ein besonderes Jubiläum.“ Doch die Knesebecker Fußball-Welt geht deswegen nicht unter. Der Realismus hat das Trübsal geschwind weggeblasen. „Die Umstände sind zurzeit andere, da hat es sich schnell erledigt mit der Träumerei“, sagt Krebiel.

Jetzt oder nie...

Wohlgemerkt: So ganz klein beigeben wollen die einhundertjährigen Einhörner – deren Ursprung 1921 im Fußballclub Knesebeck liegt, der schließlich 1936 mit dem Männerturnverein zum VfL fusionierte – aber nicht im Angesicht von SARS-CoV-2. Krebiel erklärt: „Wir wollen gucken, ein schönes Spiel gegen einen attraktiven Gegner hinzubekommen. Aber das ist natürlich nicht das, was man sich unter Feiern vorstellt.“ Andere Klubs, deren runde Geburtstage ebenfalls torpediert wurden, wollen ihr Jubiläum teils zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Ein Szenario, das sich Knesebecks Fußball-Frontmann aktuell nicht imaginieren kann. „Es ist schwierig, einmalige Ereignisse nachzufeiern.“

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