Querelen im deutschen Handball

Hanning spricht von "Hetze" und erneuert Bekenntnis zu Prokop

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Christian Prokop und Bob Hanning (l.).

DHB-Vizepräsident Bob Hanning empfindet die öffentliche Kritik an Handball-Bundestrainer Christian Prokop als "Hetze".

Er habe das Gefühl, Prokop werde "gejagt, und es ist erst Ruhe, wenn er erlegt ist", sagte der 49-Jährige dem Magazin Handballwoche nach dem enttäuschenden Hauptrunden-Aus bei der EM in Kroatien.

Hanning, der maßgeblich an der Verpflichtung Prokops als Nachfolger von Dagur Sigurdsson beteiligt war, betonte erneut, dass er eine "Lösung mit diesem Trainer und mit diesem Team" wolle, seine Worte seien als klares Bekenntnis zu Prokop zu verstehen. "Fakt ist aber auch: Der Trainer gehört zum Team und er ist Teil des Problems, man kann Christian Prokop nicht herausnehmen bei der Analyse", sagte Hanning: "Er muss an sich arbeiten. Aber das müssen wir alle."

Unter anderem hatte Geschäftsführer Axel Geerken vom Spitzenklub MT Melsungen Prokop nach EM-Platz neun angezählt. "Ich will ihm wirklich nichts Böses, aber als Bundestrainer scheint er überfordert", sagte Geerken. Er ist der erste Bundesliga-Manager, der indirekt eine Ablösung Prokops forderte. Man müsse "sehr gründlich nachdenken", ob man mit Prokop als Bundestrainer in die Heim-WM im kommenden Jahr geht. "Verbrannt ist er schon heute"*, sagte Geerken.

*Weitere Informationen hierzu lesen Sie auf hna.de. hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

sid

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