Hoffenheims Coach: "Hoeneß hatte recht"

Hoffenheims Coach Rangnick: "Der Uli Hoeneß hat ja recht gehabt, dass unsere jungen Spieler Schwierigkeiten hatten, den Hype zu verarbeiten.“
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Hoffenheims Coach Rangnick: "Der Uli Hoeneß hat ja recht gehabt, dass unsere jungen Spieler Schwierigkeiten hatten, den Hype zu verarbeiten.“

Hoffenheim - Von Herbstmeister 1899 Hoffenheim gibt es diesmal keine Kampfansage an die Bayern: “Wir spielen keinen flotten Fußball und aus München kommen keine flotten Sprüche mehr“, sagt Trainer Ralf Rangnick. Dennoch will er den Münchnern im Meisterschaftsendspurt die entscheidenden Punkte klauen.

Das denkwürdige Hinspiel im Dezember hatte der Aufsteiger erst in der 92. Minute nach einem Tor von Luca Toni unglücklich verloren. “Absoluter Qualitätsfußball“, lobte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Hochgeschwindigkeitsspiel. Nicht nur auf dem Platz war es damals hoch hergegangen. “Wenn Sie flotte Sprüche hören wollen, müssen Sie nach München fahren. Wenn Sie flotten Fußball sehen wollen, dann sind Sie bei uns richtig“ - so hatte Rangnick die Stimmung angeheizt. Franz Beckenbauer, der Golffreund von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, wiederum hatte beim Gegner “beginnenden Größenwahn“ festgestellt, Manager Uli Hoeneß Rangnick als “Besserwisser“ bezeichnet und gemeint: “Rangnick stürzt doch immer in der Rückrunde ab, weil ihm die Höhenluft nicht bekommt.“

Heute räumt Hoffenheims Coach ein: “Der Uli Hoeneß hat ja recht gehabt, dass unsere jungen Spieler Schwierigkeiten hatten, den Hype zu verarbeiten.“ Doch nach zwölf sieglosen Spielen haben sich die Nordbadener nun gefangen und wittern nach den Siegen gegen Köln und in Bielefeld Morgenluft. Mittlerweile geht Rangnick gar auf Schmusekurs mit Hoeneß und sagte: “Es wäre schade, wenn Hoeneß in diesem Jahr tatsächlich als Bayern-Manager aufhören würde. Ein Mann wie er würde der Bundesliga auch in den nächsten Jahren gut tun.“

Im Titelkampf sieht der 50 Jahre alte Trainer die Wolfsburger in einer besseren Position als die Bayern, “weil sie gegen Hannover und gegen Bremen noch zwei Spiele haben, die sie eigentlich gewinnen müssten. Es wird schwer für die Bayern, drei Tore gut zu machen“. Bei Sejad Salihovic, der im Winter angeblich auf der Wunschliste des FC Bayern stand, schlagen zwei Herzen in einer Brust. “Die Bayern sind mein Lieblingsverein“, sagte der Mittelfeldspieler. Zugleich hat er von seinem bosnischen Nationalmannschaftskollegen Zvjezdan Misimovic aus Wolfsburg eine SMS erhalten: “Schieß zwei Tore!“ Auch VfL-Torjäger Edin Dzeko ist ein Landsmann von Salihovic.

dpa

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