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„Diskriminierend“: Russland tobt nach Ausschluss von der WM 2022

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Von: Christoph Klaucke

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FIFA und UEFA schließen russische Teams wegen des Ukraine-Kriegs von allen Wettbewerben aus. Russland tobt nach dem WM-Ausschluss und setzt zum Gegenschlag an.

Update vom 1. März, 9.50 Uhr: FIFA und UEFA haben auf den Ukraine-Konflikt reagiert und Russland von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Das besiegelt für die russische Nationalmannschaft gleichzeitig das Aus für die WM-Playoffs im März und damit die Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Der Russische Fußballverband (RFS) tobt nach dem WM-Aus. Dies verstoße „gegen alle Standards und Prinzipien des internationalen Wettbewerbs“ sowie gegen „das Ethos von Sportsgeist und Fairplay“, heißt es in einer Erklärung des RFS vom Montagabend.

Der Ausschluss sei „ausdrücklich diskriminierend“, er betreffe „eine enorme Anzahl von Athleten, Trainern und Betreuern, Vereins- und Nationalmannschaftsfunktionären und - was noch wichtiger ist - Millionen russischer und internationaler Fans, deren Interessen bei internationalen Sportorganisationen ganz sicher Priorität haben sollten“. Der RFS behalte sich das Recht vor, die Entscheidung von FIFA und UEFA gemäß dem internationalen Sportrecht anzufechten.

FIFA und UEFA schließen Teams aus Russland aus: Leipzig-Gegner Spartak Moskau tobt

FIFA und UEFA hatten Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine von allen Wettbewerben suspendiert. Damit steht Bundesligist RB Leipzig kampflos im Viertelfinale der Europa League (Auslosung im Live-Ticker), die für den März angesetzten Achtelfinalspiele zwischen Leipzig und Spartak Moskau finden nicht statt.

Auch Spartak Moskau reagierte wütend: „Die jüngste Entscheidung der UEFA und der FIFA war zwar zu erwarten, ist aber dennoch äußerst ärgerlich. Leider wurden die Anstrengungen, die unser Verein in der Europa League unternommen hat, aus Gründen zunichtegemacht, die weit außerhalb des Sports liegen.“

Weiter schrieb der Klub: „Wir sind gezwungen, eine Entscheidung zu befolgen, mit der wir nicht einverstanden sind. Vorerst werden wir uns auf die nationalen Wettkämpfe konzentrieren und hoffen auf eine rasche Verwirklichung des Friedens, den alle brauchen.“ Weitere News zum Ukraine-Krieg finden Sie auch im tz.de-Ticker*.

FIFA und UEFA reagieren auf den Ukraine-Krieg und suspendieren Russland für die WM 2022 in Katar.
FIFA und UEFA reagieren auf den Ukraine-Krieg und suspendieren Russland für die WM 2022 in Katar. © Kieran Mcmanus/Imago

FIFA und UEFA greifen durch: Russland von allen Wettbewerben ausgeschlossen – deutscher Klub profitiert

Update vom 28. Februar, 19.10 Uhr: Jetzt ist es offiziell. Der Fußball-Weltverband FIFA und die Europäische Fußball-Union UEFA schließen Russland von allen Wettbewerben aus und folgen damit den Empfehlungen des IOC. Zudem trennt sich die UEFA von seinem Sponsor Gazprom. Dies ist das Ergebnis einer Sitzung des Exekutivkomitees am Montagabend. Durch die Entscheidung der beiden Fußball-Verbände ist auch das Aus der russischen Mannschaft in der WM-Ausscheidung für Katar besiegelt.

FIFA und UEFA entscheiden: Russland von allen Wettbewerben suspendiert - Leipzig profitiert

Bundesligist RB Leipzig steht damit vorzeitig im Viertelfinale der Europa League. Die FIFA und die UEFA haben am Montag Russland wegen des Ukraine-Konflikts von allen Wettbewerben suspendiert. Das gilt sowohl für russische Klubs als auch die Nationalmannschaften. Damit finden auch die im März angesetzten Achtelfinalspiele zwischen Leipzig und Spartak Moskau nicht statt. Nach den entsprechenden UEFA-Regularien ist RB damit automatisch eine Runde weiter.

Auswirkungen hat die Entscheidung auch auf die EM der Frauen im Juli in England. Russland wäre dort Gruppengegner der Niederlande sowie von Schweden und der Schweiz gewesen. Letztere hatten zuvor neben zahlreichen anderen Verbänden einen Boykott russischer Spiele angekündigt.

Zudem teilte die UEFA mit, die Zusammenarbeit mit dem russischen Sponsor Gazprom mit sofortiger Wirkung zu beenden. Die Entscheidung betreffe alle bestehenden Verträge, einschließlich der Champions League, der Nationalmannschafts-Wettbewerbe und der EURO 2024 in Deutschland.

„Der Fußball ist hier vereint und in voller Solidarität mit allen betroffenen Menschen in der Ukraine. Beide Präsidenten hoffen, dass sich die Situation in der Ukraine deutlich und schnell verbessern wird, damit der Fußball wieder ein Faktor für Einheit und Frieden zwischen den Menschen sein kann“, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung von FIFA und UEFA.

FIFA greift offenbar durch und schließt Russland von WM 2022 aus

Erstmeldung vom 28. Februar, 16.49 Uhr: Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA* will Russland nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wegen des Ukraine-Konflikts von seinen Wettbewerben suspendieren. Damit dürfte die Nationalmannschaft aus Russland nicht an den WM-Playoffs im März und auch nicht an der Weltmeisterschaft 2022 in Katar am Jahresende teilnehmen.

Vor vier Jahren fand die WM noch in Russland statt. Sowohl bei der FIFA wie auch bei der Europäischen Fußball-Union UEFA wurden für den Montagabend weitere Beschlüsse für den Umgang mit den russischen Mannschaften erwartet.

WM 2022: FIFA suspendiert wohl Russland - Polen und andere Länder hatten Boykott angekündigt

Erst am Sonntag hatte die FIFA entschieden, dass Russland vorerst keine internationalen Fußball-Wettbewerbe mehr auf eigenem Gebiet austragen darf. Heimspiele der Sbornaja sollten demnach nur noch auf neutralem Boden und ohne Zuschauer stattfinden. Nun beabsichtigt der Weltverband noch härtere Sanktionen für das Land.

Zuvor hatten angeführt von Polen bereits mehrere Länder angekündigt, wegen des Krieges in der Ukraine nicht mehr gegen Russland antreten zu wollen. Neben den Gegnern bei den WM-Playoffs - Polen, Tschechien und Schweden - verkündeten auch die Fußballverbände von England, Dänemark, Norwegen und der Schweiz einen derartigen Schritt.

WM 2022: Russland muss mit weiteren Sanktionen rechnen - Leipzig winkt Freilos in der Europa League

Auch von der UEFA werden weitere Sanktionen gegen russische Teams erwartet. Bundesligist RB Leipzig rechnet mit der Absage des Europa-League-Achtelfinalspiels gegen Spartak Moskau. Nach dpa-Informationen gab es seit Tagen entsprechende Beratungen nach dem militärischen Einmarsch Russlands in die Ukraine. „Wir stehen weiterhin in einem engen Austausch mit den Verbänden und haben vollstes Vertrauen in die UEFA und ihre Entscheidung. Wir gehen davon aus, dass die Spiele abgesagt werden“, sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff auf dpa-Anfrage. Nach den entsprechenden UEFA-Regularien würde RB dann kampflos ins Viertelfinale einziehen.

Das Internationale Olympische Komitee hatte am Montag den Weg für weitere Maßnahmen frei gemacht. Nach dem Willen des IOC sollen Sportler und Funktionäre aus Russland und von seinem Verbündeten Belarus nicht mehr an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfen. Diese Empfehlung sprach die IOC-Spitze an alle Weltverbände und Ausrichter von Sportveranstaltungen aus. Hier finden Sie den News-Ticker zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg.

Der Ukraine-Krieg erschüttert die Welt. Auch die Gaming-Branche bleibt nicht unberührt. So unterstützt die Industrie die Ukraine. (ck/dpa) *tz.de und Merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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