Unruhe bei Werder Bremen

Sportchef Frank Baumann stellt sich schützend vor Werder-Trainer Markus Anfang: „Er macht sehr gute Arbeit“

Konflikte beim SV Werder Bremen? Sportchef Frank Baumann (li.) stellst sich schützend vor Trainer Markus Anfang.
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Konflikte beim SV Werder Bremen? Sportchef Frank Baumann (li.) stellst sich schützend vor Trainer Markus Anfang.

Bremen – Nur Platz zehn nach zehn Spieltagen: Den Start in die 2. Liga hatte sich Absteiger Werder Bremen wahrlich anders vorgestellt. Nach dem 0:3-Desaster in Darmstadt ist dabei der neue Coach Markus Anfang in den Fokus gerückt. Denn der Nachfolger von Florian Kohfeldt gilt nach Informationen der DeichStube nach fünf Monaten intern nicht mehr als unumstritten, es gab und gibt Probleme mit Spielern, aber auch Mitarbeitern im Betreuerstab.

Das hat die DeichStube aus verschiedenen Quellen erfahren und hat daraufhin am Dienstag unter der Überschrift „Unruhe an der Weser“ die Rolle von Anfang beleuchtet. Frank Baumann ist mit dieser Berichterstattung überhaupt nicht einverstanden. Der Sportchef des SV Werder Bremen glaubt, dass eine „Trainerdiskussion“ in Gang gesetzt werden soll. Er stellte sich deshalb am Mittwoch in einer Medienrunde schützend vor seinen Coach Markus Anfang und sprach von „falschen Behauptungen und Mutmaßungen“.

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Werder Bremen: Manager Frank Baumann stellst sich vor Trainer Markus Anfang nach kritischer Berichterstattung

Laut Frank Baumann gebe es keinerlei Probleme zwischen Mitgliedern des Betreuerteams und dem Cheftrainer. „Meine Rückmeldungen sind da komplett anders“, sagte Baumann und sprach von „gut eingespielten und sehr konstruktiven“ Abläufen. Torhüter Jiri Pavlenka, der seinen Stammplatz verloren hat, und Neuzugang Anthony Jung, der zuletzt nur auf der Bank saß, seien vor der Saison – anders als berichtet – keine Zusagen für andere Rollen innerhalb der Mannschaft gemacht worden. Auch werde nicht hinter vorgehaltener Hand vereinsintern über eine Umstellung des von Markus Anfang favorisierten 4-3-3-Systems diskutiert, behauptete Baumann. Zumal Werder Bremen in der laufenden Saison ohnehin schon mit anderen Systemen agiert habe. „Markus ist da nicht stur“, betonte der Sportchef: „Er hat vielleicht eine gewisse Vorliebe für ein System, er ist aber auch flexibel genug, es umzustellen.“

Nach Ansicht des Sportchefs von Werder Bremen sei mit der Berichterstattung der vergangenen Tage „gezielt eine Trainerdiskussion“ aufgemacht worden, „und dass zu einem Zeitpunkt, zu dem es völliger Quatsch und nicht gerechtfertigt ist". Bereits am Montag waren Baumann einige Artikel sauer aufgestoßen. Verschiedene Medien (darunter auch die DeichStube) hatten nach dem Spiel in Darmstadt über die Kritik von Markus Anfang an Stürmer Niclas Füllkrug berichtet – Baumann hat sie aus den Aussagen des Trainers aber nicht herausgehört.

Werder Bremen-Sportchef Frank Baumann schützt Trainer Markus Anfang: Gezielte Trainerdiskussion

Auch die Einordnung der Medien, dass der Trainer bei der ersten Aufarbeitung der Niederlage ein Stück von seiner Mannschaft abgerückt sei, teilt der Ex-Profi nicht: „Markus hat immer gesagt, dass wir alle in einem Boot sitzen." Die Mannschaft habe in Darmstadt aber nun mal ein schlechtes Spiel gemacht. „Dann ist es sein gutes Recht und auch seine Pflicht als Trainer, das deutlich anzusprechen und die Mannschaft zu kritisieren“, sagte Frank Baumann – und hielt fest: „Ich schütze Markus da definitiv und zwar aus voller Überzeugung, weil er sehr gute Arbeit macht.“ Eine Einschätzung, die nach Informationen der DeichStube aber längst nicht alle bei Werder Bremen teilen. Es bleibt unruhig an der Weser. (dco/kni) Auch interessant: Niclas Füllkrug von Werder Bremen freigestellt - Zukunft ungewiss! Und: Werder Bremen gegen den SV Sandhausen live im TV und im Live-Stream! Außerdem: Werder Bremens Trainer Markus Anfang hat sich für eine kurze Füllkrug-Strafe eingesetzt!

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