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„Für einen Aufsteiger eine vernünftige Hinrunde gespielt“: Werder-Stimmen zur knappen Pleite gegen Union Berlin

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Von: Fynn Walenziak, Björn Knips, Daniel Cottäus

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Werder Bremen verliert mit 1:2 gegen Union Berlin. Die Werder-Stimmen zur Niederlage.
Werder Bremen verliert mit 1:2 gegen Union Berlin. Die Werder-Stimmen zur Niederlage. © gumzmedia

Bremen - Das erste Heimspiel 2023 geht für den SV Werder Bremen verloren. Am Mittwochabend unterliegen die Bremer nach einer zähen Partie Union Berlin mit 1:2 (1:1). Damit beenden die Grün-Weißen die Hinrunde mit 21 Punkten nach 17 Spielen auf dem 11. Tabellenplatz. Die Stimmen von Ole Werner, Leo Bittencourt und Co. zur Niederlage.

Leo Bittencourt (Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen): „Es ist gerade ein sehr bitteres Gefühl erneut zu verlieren. Am Ende treffen wir die falschen Entscheidungen bei den Gegentoren. Ich denke aber, dass wir die besseren Möglichkeiten hatten. Deshalb tut es schon weh, als Verlierer vom Platz zu gehen. Jetzt ist die Hinrunde vorbei., aber wir dürfen nicht vergessen wo wir herkommen. Ich fand es ein Stück weit zu viel letzte Woche. Klar, wir kassieren eine 1:7-Klatsche, aber wir haben jetzt 21 Punkte nach 17 Spielen. Das ist sehr ordentlich für einen Aufsteiger. Wir wussten, es werden solche Wochen kommen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Rückrunde als Aufsteiger immer schwer wird, denn die Teams stellen sich auf dich ein.“

„Ein Fehler, über den ich mich brutal ärgere“, Die Stimmen zur Werder Bremen-Niederlage gegen Union berlin

Amos Pieper (Torschütze für den SV Werder Bremen): „Es ist extrem bitter, aber relativ einfach zu begründen. Wir machen früh das 1:0. Wenn wir das Ding, das zum 1:1 führt mal rausnehmen, spielen wir eine sehr gute Halbzeit, verteidigen super und lassen gar nichts zu, außer das, was wir dem Gegner gegeben haben. Beim Tor und Gegentor ist es dann ein Wechselbad der Gefühle. Erst die pure Freude, dann der Fehler über den ich mich brutal ärgere. Am Ende haben wir null Punkte. Das ist sehr bitter. Fakt ist aber auch, dass wir nicht mehr zu so vielen Chancen gekommen sind. Heute haben wir nur zwei Gegentore kassiert, die wir uns zum Teil selber reingehauen haben. Die Ideen, die wir hatten, haben eigentlich funktioniert. Jetzt ist es eine schwächere Phase, aber die erste Hälfte war in Ordnung. Für die leichten Fehler gibt es keine Erklärung. Ich war glaube ich nie wacher auf dem Platz als in der Situation. Ich bin voller Emotionen, bin voll da. Es war ein technischer Fehler.“

Die Stimmen zum Spiel von Werder Bremen gegen Union Berlin - Ole Werner sieht Steigerungspotenzial

Ole Werner (Trainer von Werder Bremen): „Der Sieg für Union geht unter dem Strich in Ordnung, wir stehen mit leeren Händen da. Insgesamt haben wir für einen Aufsteiger eine vernünftige Hinrunde gespielt. Wir müssen uns aber wieder steigern. Es war klar, dass am Ende die Mannschaft gewinnt, die weniger Fehler macht. Deswegen ist es sehr enttäuschend, dass wir ohne Punkte dastehen. Wir haben eine Reaktion gezeigt, dürfen aber diese spielentscheidenden Fehler nicht machen. Fakt ist, dass wir am Ende Punkte ins Ziel bringen müssen. Dafür hat es heute nicht gereicht, weil wir von der Aufmerksamkeit und von der Klarheit in einzelnen Situationen dem Gegner unterlegen waren.“

Kevin Behrens (Torschütze des 1:2 für Union Berlin): „Ich bin super happy, dass wir hier gewonnen haben und ich ein Tor geschossen habe. Es hätte noch ein Tor mehr sein können. Die Familie war hier, auch viele Freunde. Ein gelungener Abend.“

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): „Es war ein wirklich sehr hartes und umkämpftes Spiel. Nach dem frühen Gegentreffer brauchte die Mannschaft etwas, um sich zu erholen - Werder hat das wirklich gut gemacht. In der zweiten Hälfte haben wir souverän und clever gespielt. 33 Punkte nach der Hinrunde - das ist außergewöhnlich. Am Samstag steht das Derby an, da müssen wir wieder bereit sein.“

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