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„Haben keine Probleme, in der Bundesliga mitzuhalten“ – die Stimmen zum Werder-Unentschieden beim VfL Wolfsburg

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Von: Timo Strömer

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Der SV Werder Bremen hat beim VfL Wolfsburg einen Punkt geholt - die Stimmen zum Spiel.
Der SV Werder Bremen hat beim VfL Wolfsburg einen Punkt geholt - die Stimmen zum Spiel. © gumzmedia

Wolfsburg - Aufsteiger Werder Bremen hat sich bei der Bundesliga-Rückkehr gegen den VfL Wolfsburg teuer verkauft und auswärts einen Punkt geholt. Die Mannschaft von Trainer Ole Werner lag früh 0:1 (11. Nmecha) zurück, drehte das Spiel aber nach Toren von Niclas Füllkrug (21.) und Leonardo Bittencourt (23.), ehe Wolfsburg durch Joshua Guilavogui kurz vor Schluss den 2:2-Endstand erzielte (84.). Die Stimmen zum Spiel.

Niclas Füllkrug (Torjäger des SV Werder Bremen): „Es ist natürlich extrem bitter, nach so einem Spiel noch den Ausgleich einstecken zu müssen. Wir haben bis auf die zwei Tore relativ wenig zugelassen. das Problem war, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so klar waren. Die Anspiele kamen nicht mehr sauber und Wolfsburg hat uns auch nicht mehr so viele Räume gegeben wie in der ersten Halbzeit. Wir haben irgendwie nicht mehr den richtigen Pass für Entlastung gefunden. Das können wir besser machen. In der ersten Hälfte haben wir uns immer wieder durchgesetzt und Zweikämpfe gewonnen. Im Mittelfeld waren wir sehr griffig. Die erste Halbzeit war ein Top-Spiel von uns. Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Man hat gesehen: Wir haben keine Probleme, in der Bundesliga mitzuhalten.“

Werder Bremen holt Punkt in Wolfsburg: Die Stimmen zum Spiel von Trainer Ole Werner und Co.

Ole Werner (Werder-Trainer): „Wir haben nicht viel zugelassen, aber du siehst dann eben beim 2:2, dass eine Unachtsamkeit manchmal auch reicht, um ein Tor zu kassieren. Ich glaube das ist dann am Ende das, was wir aus dem Spiel mitnehmen müssen - und trotzdem bleibt immer noch eine gute Leistung. Wir werden Woche für Woche unter Beweis stellen müssen, dass wir zurecht in der Bundesliga spielen. Ich glaube trotzdem, dass wir heute gesehen haben, dass man ganz grundsätzlich mit der Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen, erfolgreich Spiele bestreiten kann. Und dass wir, wenn wir uns an der Leistungsgrenze bewegen, auch Spieler haben, die in dieser Liga vielleicht sogar mal den Unterschied machen können.“

Leonardo Bittencourt (traf per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:1 für Werder): „So ein Erfolgserlebnis ist immer schön. Vor drei Jahren habe ich hier auch mit dem Kopf getroffen. Hätten wir heute gewonnen wäre es deutlich schöner gewesen, aber nach einer langen Durststrecke und viel Kritik war es für mich persönlich sehr gut und wichtig, so in die Bundesliga zu starten. Aber drei Punkte wären für mich schöner gewesen als ein Tor. Wir sind eine Mannschaft, da zählt nicht der Einzelne – drei Punkte schmecken besser als einer. Es macht aber einen Riesen-Spaß mit dieser Truppe. Wir sind hungrig und ich hoffe, dass wir das bleiben – auch wenn mal Rückschläge kommen. Unseren Fußball in der ersten Liga zeigen zu können, mit einem Trainer, der einen guten Plan hat und die Mannschaft sehr gut erreicht, macht so viel Spaß – das hat man heute auch gesehen. In der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr so sehr an die ersten Hälfte anknüpfen, aber ein Spiel geht eben über 90 Minuten. Und deswegen müssen wir da einfach weitermachen.“

Marco Friedl (Kapitän des SV Werder Bremen): „Wenn du zehn Minuten vor dem Ende 2:1 vorne bist, dann willst du das Spiel auch gewinnen. In der zweiten Hälfte haben die Wolfsburger alles reingeworfen, was offensiv auf der Bank war, aber sie hatten wenige bis gar keine Torchancen. Der Ausgleich fällt nach einer Standard, das darf uns nicht passieren, dass da einer so frei steht. Zuvor waren wir die bessere Mannschaft, jetzt müssen wir versuchen, das über 90 Minuten auf den Platz zu bekommen – dann bin ich optimistisch, dass wir in der nächsten Woche den ersten Dreier holen.“

Amos Pieper (Werder-Verteidiger): „Die Gratulation zur Leistung nehme ich an, das Ergebnis ist aber nicht ganz zufriedenstellend, wenn du so lange auswärts führst, das Ding so drehst. So, wie wir gespielt haben, gekämpft haben, alles reingehauen haben, ist es dann eben nicht ganz zufriedenstellend, nur einen Punkt mitzunehmen. Aber die Leistung war absolut okay.“

Werder Bremen: Die Stimmen zum Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg

Clemens Fritz (Werders Leiter Profifußball): „Wir sind hier angetreten, um zu gewinnen. Wir haben in der ersten Halbzeit eine absolute Top-Leistung gebracht. Wir hatten eine gute Ballkontrolle und haben immer wieder die Räume gefunden. Ich denke, die Wolfsburger waren etwas überrascht von unserer mutigen Spielweise. In der zweiten Halbzeit müssen wir uns den Vorwurf machen, dass wir zu viel zugelassen haben. Wir hatten dann nicht mehr so die Ballkontrolle und sicherlich wurde dann auch die Kraft ein bisschen weniger. Wir sind nicht zufrieden mit dem Unentschieden, aber ich denke, wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht.“

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Niko Kovac (Trainer des VfL Wolfsburg): „Werder kommt aus der zweiten Liga und hat alles in die Waagschale geworfen und Gas gegeben – nach vorne und nach hinten. Und meine Mannschaft hat das erst in der zweiten Halbzeit gemacht – das muss man ganz klar konstatieren.“

Mit Material von Sky

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