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Böse Überraschung für Werder-Fans: Ultras reisen nach Polizei-Aktion am Wolfsburger Hauptbahnhof noch vor dem Spiel zurück

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Von: Malte Bürger

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Die Polizei Wolfsburg richtete im Vorfeld der Bundesliga-Partie des VfL gegen den SV Werder Bremen eine Kontrollstelle am Wolfsburger Hauptbahnhof ein und kesselte dabei mehrere Hundert Gäste-Fans ein.
Die Polizei Wolfsburg richtete im Vorfeld der Bundesliga-Partie des VfL gegen den SV Werder Bremen eine Kontrollstelle am Wolfsburger Hauptbahnhof ein und kesselte dabei mehrere Hundert Gäste-Fans ein. (Archivbild) © Imago Images / Olaf Wagner

Wolfsburg – Seit Monaten fiebern die Fans des SV Werder Bremen diesem Moment entgegen, am Samstag steigt beim VfL Wolfsburg die ersehnte Rückkehr in die 1. Bundesliga (15.30 Uhr). Etliche Anhänger der Grün-Weißen erlebten bei der Reise nach Niedersachsen jedoch eine böse Überraschung, am Mittag mehrten sich in den sozialen Medien zunächst die Meldungen, dass die Wolfsburger Polizei am Hauptbahnhof die Anreise zum Stadion erschwere. Via Twitter teilten die Beamten schließlich mit, dass „aus gefahrentechnischen Gründen“ eine Kontrollstelle eingerichtet worden sei, „um Auseinandersetzungen von Fangruppierungen und das Abbrennen von Pyrotechnik zu verhindern“.

Update vom 12. August (16 Uhr): Nach Auswertung des Polizeiberichtes: Niedersächsisches Innenministerium erklärt, dass die Kontrolle der Fans von Werder Bremen überzogen war!

Update vom 11. August (16 Uhr): „Wir haben nicht viel aufzuarbeiten“: Clemens Fritz kann die Polizeiaktion gegen Werder-Bremen-Fans noch immer nicht nachvollziehen!

Update vom 11. August (12 Uhr): „Diesen Vorwurf können wir nicht bestätigen“: Polizei Wolfsburg widerspricht Fans des SV Werder Bremen nach Kontroll-Aktion!

Update vom 10. August (13 Uhr): Niedersachsens Innenministerium verteidigt Polizei-Aktion: Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg war auch früher schon ,Rot-Spiel‘!

Update vom 8. August (17 Uhr): Nach Kontroll-Aktion gegen Fans von Werder Bremen in Wolfsburg: Bremer Innenressort kündigt Nachbesprechung mit niedersächsischer Polizei an!

Update vom 7. August (15 Uhr): „Frechheit“, „Desaster“, „Blamage“! Polizei-Aktion vor Werder-Bremen-Spiel in Wolfsburg erhitzt weiter die Gemüter!

Update von 21:15 Uhr: Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, kritisiert die Polizei-Aktion in Wolfsburg scharf!

Nicht wenige Fans des SV Werder Bremen witterten Willkür – weil eben jene Partie in der Vergangenheit nicht dafür bekannt war, für Probleme zu sorgen. Auch weil der gastgebende VfL Wolfsburg nicht gerade über eine allzu große Anhängerschaft vor Ort verfüge, das Stadion auch in der vergangenen Bundesliga-Saison kaum einmal während der Heimspiele ausverkauft gewesen ist. Darüber hinaus äußerten sie Unverständnis darüber, dass die anwesenden Polizisten den Fans vor Ort die Nutzung der Toiletten verweigerten. Wenig später zogen die angereisten Ultras Konsequenzen aus der Polizeiaktion, verzichteten auf ein Besuch des ersten Saisonspiels und kehrten stattdessen nach Bremen zurück.

Verfolgt das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg im DeichStube-Liveticker! 

Vor VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen: Bremer Ultras reisen aufgrund der Polizeikontrolle zurück

Im Zuge der Ereignisse vor dem Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg meldete sich auch die Fanhilfe Bremen via Twitter zu Wort. Auch sie bestätigte die Kontrollstelle und teilte zudem mit, dass „Werder-Fans nur in Polizeibegleitung zum Stadion laufen“ dürften. In diesem Zusammenhang hätten die Beamten auf ein „Aufenthaltsverbot für Risikogruppen“ verwiesen. „Wir werden die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen genauestens prüfen“, kündigte die Fanhilfe des SV Werder Bremen an.

Auch von Werder Bremen selbst gab es eine Reaktion auf die Geschehnisse in Wolfsburg: „Mit großem Unverständnis hat der SV Werder die Maßnahmen der Polizei am Wolfsburger Bahnhof zur Kenntnis genommen“, teilte der Verein mit. „Obwohl das Spiel im Vorfeld von beiden Clubs als unbedenklich eingestuft worden ist, werden von der Polizei intensive Durchsuchungsmaßnahmen und Personalienfeststellungen durchgeführt, Fans werden festgehalten und haben nicht die Möglichkeit, sich frei zu bewegen.“ Auch die daraus resultierende Abreise der Ultras fand Erwähnung. „Das stellt zudem einen klaren Wettbewerbsnachteil für Werder dar“, erklärte der Club, der normalerweise auf eine lautstarke Unterstützung bei dieser Auswärtspartie hätte bauen können. Den Fans wurde dabei kein Vorwurf gemacht. „Der SV Werder solidarisiert sich mit seinen Anhänger:innen und verurteilt die durchgeführten Maßnahmen“, heißt es in der Stellungnahme. (mbü)

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