Werders 0:4-Debakel am Sonntag

SV Werder Bremen in Noten gegen TSG 1899 Hoffenheim: Blackouts bei den Abräumern, nichts los bei den Angreifern

Marco Friedl (li.) fand im Spiel gegen die TSG Hoffenheim quasi nicht statt. Das spiegelt sich in den Noten für die Partie des SV Werder Bremen in Sinsheim wieder.
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Marco Friedl (li.) fand im Spiel gegen die TSG Hoffenheim quasi nicht statt. Das spiegelt sich in den Noten für die Partie des SV Werder Bremen in Sinsheim wieder.

Sinsheim - Florian Kohfeldt war ordentlich bedient. „Das war im Kollektiv gar nix. Wir haben viel zu einfache Gegentore bekommen, waren nicht zielstrebig“, schimpfte der Chefcoach des SV Werder Bremen nach der 0:4-Klatsche bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Bitterer Abend für den Keeper, weil ihn die Kollegen im Stich ließen. Bei allen Gegentoren machtlos. Note 3,5

Theodor Gebre Selassie: Als er in der 64. Minute gerade noch so das 0:4 verhinderte, da platzte ihm der Kragen, der Kapitän fauchte die Kollegen zusammen. Viel zu spät, aber der Tscheche hatte auf der rechten Seite auch zu viel mit sich selbst zu kämpfen. Note 4

Milos Veljkovic (bis 46.): Verteidigte sehr aggressiv und vor allem offensiv, was manchmal ganz schön riskant war und auch nicht immer klappte. Vor dem 0:2 mit einem unglücklich verlorenen Zweikampf. Blieb angeschlagen in der Kabine. Note 4

Ömer Toprak: Begann souverän wie immer, aber dann: Beim 0:1 hob er das Abseits auf, beim 0:2 hätte er auch besser eingreifen können und beim 0:3 ließ er Dabbur einfach gewähren. Vielleicht hatte ihn die frühe Gelbe Karte (8.) für ein Handspiel aus dem Tritt gebracht. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen 1899 Hoffenheim: Marco Friedl völlig neben sich

Marco Friedl: Wirkte nach den guten Leistungen zuletzt fast schon überheblich – und das sollte sich böse rächen. Sah bereits beim 0:1 und 0:2 nicht gut aus. Das 0:3 ging dann voll auf seine Kappe – mit einem schlampigen Pass in die Spitze und unverständlicher Passivität gegen Vorlagengeber Bebou. Genauso wie beim 0:4. Möglicherweise machte ihm die Knöchelverletzung aus dem Freiburg-Spiel doch mehr zu schaffen. Note 6

Felix Agu: Sollte auf der linken Seite den verletzten Augustinsson ersetzen, was ihm nicht gelang. Hinten und vorne mit Problemen gegen robuste Hoffenheimer. Setzte sich zwar immer mal wieder gut in Szene, brachte diese Aktionen durch schlechte Ballannahme, Zögerlichkeit oder fehlendem Durchsetzungsvermögen nicht zu einem guten Ende. Note 4,5

Kevin Möhwald (bis 56.): Als Sechser um Ordnung und Spielaufbau bemüht – auch durchaus lautstark mit deutlichen Ansagen an die Kollegen. Doch die verhallten, und irgendwann war Möhwald nicht mal mehr zu hören. Note 4,5

Maximilian Eggestein: Sehr viel in Aktion, wollte das Spiel antreiben und lenken, was ihm aber nur selten gelang. Vor dem 0:2 hätte er Passgeber Samassekou mehr unter Druck setzen müssen, beim 0:4 griff er Rutter nicht an. Note 5

Leonardo Bittencourt (bis 56.): Durfte für Romano Schmid ran, nutzte seine Chance aber nicht. Fiel nur durch Ballverluste und schwache Standards auf. Note 5

Josh Sargent (bis 82.): Wie immer zuletzt: sehr bemüht, aber für die Offensive fast wertlos. Note 5

Werder Bremen-Noten gegen die TSG Hoffenheim: Milot Rashica kommt nicht in Fahrt

Milot Rashica (bis 69.): Rückschritt statt Fortschritt. Der Stürmer kommt einfach nicht in Fahrt und schon gar nicht am Gegner vorbei. Ließ sich mehr und mehr hängen. Note 5,5

Romano Schmid (ab 46.): Konnte sich im Mittelfeld kaum behaupten und auch nicht im Ansatz für Torchancen sorgen. Note 5

Yuya Osako (ab 56.): Der Japaner passte sich bis auf kleine Ausnahmen dem schwachen Spiel seiner Kollegen an. Note 4,5

Niclas Füllkrug (ab 56.): Comeback nach Knöchelverletzung – und fast schon wieder Torschütze. Kurz vor Schluss gerade noch gestoppt, ansonsten jedoch wenig zu sehen. Note 4,5

Manuel Mbom (ab 69.): Sollte im Mittelfeld dafür sorgen, dass Werder nicht unterging. Note -

Eren Dinkci (ab 82.): Durfte noch ein paar Bundesliga-Minuten sammeln. Note -

Auch interessant: „Ein grausamer Tag“ - die Stimmen zur 0:4-Packung des SV Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim.

Zur letzten Meldung vom 20. Februar 2021:

Die Werder-Aufstellung gegen Hoffenheim: Felix Agu in der Startelf - Romano Schmid auf der Bank!

Jetzt steht die Werder-Aufstellung fest! Leonardo Bittencourt steht in der Anfangsformation, Niclas Füllkrug sitzt zunächst auf der Bank! Live-Ticker: Mit dieser Startelf-Aufstellung legt Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim los!

Weiter zur bisherigen Meldung:

Bremen – Die Abwehr ist in dieser Saison das Prunkstück des SV Werder Bremen, aber ausgerechnet dieser Mannschaftsteil bereitet vor dem Bundesliga-Spiel am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim etwas Sorgen. Das ist Startelf-Aufstellung von Trainer Florian Kohfeldt!

Linksverteidiger Ludwig Augustinsson fehlte am Samstagnachmittag beim Abschlusstraining des SV Werder Bremen und wird aufgrund seiner Wadenprobleme wohl ausfallen. Für ihn dürfte Felix Agu in die Startelf-Aufstellung rücken. Und Niklas Moisander verließ den Trainingsplatz mit einer Beule am Kopf, die der Innenverteidiger mit einem Eissack kühlte. Sein Mitwirken in Sinsheim soll aber nicht gefährdet sein.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hoffenheim: Wer steht in der Startelf?

Nun ist Moisander aktuell zwar kein Stammspieler, könnte gegen Hoffenheim aber trotzdem in der Abwehr ganz wichtig werden. Denn Marco Friedl und Milos Veljkovic hatten sich zuletzt beim 0:0 gegen Freiburg verletzt. Sie wurden gerade noch rechtzeitig fit, kehrten erst beim Abschlusstraining in den Kreis der Mannschaft zurück und werden demnach wohl auch gegen die TSG Hoffenheim in der Startelf stehen– natürlich an der Seite von Abwehrchef Ömer Toprak. Theodor Gebre Selassie und Agu werden bei Ballbesitz des Gegners aus der Dreier- eine Fünferkette und ansonsten viel Dampf auf den Außenbahnen machen. Davor dürften wie zuletzt auch Maximilian Eggestein, Kevin Möhwald und Romano Schmid das Mittelfeld des SV Werder Bremen bilden.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hoffenheim: Niclas Füllkrug noch nicht fit genug für die Startelf

Und im Sturm? Da ist eigentlich nur noch Milot Rashica in der Aufstellung gesetzt. Josh Sargent hat seinen Kredit so langsam verspielt, weil er bei allem Eifer einfach zu ungefährlich vor dem Tor ist – und das gehört nun mal zur Kernkompetenz eines Angreifers. Aber es fehlen die echten Alternativen. Davie Selke ist überhaupt nicht in Form und Niclas Füllkrug nach seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht fit genug für die Startelf von Werder Bremen. Immerhin könnte der Torjäger endlich sein Comeback feiern – und der Gegner kommt ihm nicht ganz ungelegen. Drei Tore hat er in seinen sieben Begegnungen mit den Hoffenheimern geschossen, einen weiteren Treffer vorbereitet. (kni)

So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim aussehen.

Auch Interessant: Verfolgt das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim im Liveticker der DeichStube. In unserem TV-Guide erfahrt ihr, wo ihr das Gastspiel von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim live im TV und im Livestream sehen könnt.

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