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Nach Kontroll-Aktion gegen Werder-Anhänger in Wolfsburg: Bremer Innenressort kündigt Nachbesprechung mit niedersächsischer Polizei an

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Von: Malte Bürger

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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer will nach dem Polizei-Eklat im Vorfeld des Bundesliga-Spiels VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen eine Nachbesprechung mit der niedersächsischen Polizei durchführen. (Archivbild)
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer will nach dem Polizei-Eklat im Vorfeld des Bundesliga-Spiels VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen eine Nachbesprechung mit der niedersächsischen Polizei durchführen. (Archivbild) © gumzmedia

Bremen – Selbstverständlich hatte auch Bremens Innensenator Ulrich Mäurer mitbekommen, mit welcher Polizeiaktion die Fans des SV Werder Bremen am vergangenen Samstag in Wolfsburg konfrontiert wurden. Dazu äußern wollte er sich auf Nachfrage der DeichStube allerdings nicht, da es sich um eine andere Polizeibehörde als die eigene handele. Das Innenressort teilte lediglich mit, dass „der Vorfall auf fachlicher Ebene und im Austausch mit der niedersächsischen Polizei natürlich nachbesprochen“ werde.

Update vom 12. August (16 Uhr): Nach Auswertung des Polizeiberichtes: Niedersächsisches Innenministerium erklärt, dass die Kontrolle der Fans von Werder Bremen überzogen war!

Update vom 11. August (16 Uhr): „Wir haben nicht viel aufzuarbeiten“: Clemens Fritz kann die Polizeiaktion gegen Werder-Bremen-Fans noch immer nicht nachvollziehen!

Update vom 11. August (12 Uhr): „Diesen Vorwurf können wir nicht bestätigen“: Polizei Wolfsburg widerspricht Fans des SV Werder Bremen nach Kontroll-Aktion!

Update vom 10. August (13 Uhr): Niedersachsens Innenministerium verteidigt Polizei-Aktion: Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg war auch früher schon ,Rot-Spiel‘!

Im Vorfeld des Bundesliga-Auftaktes beim VfL Wolfsburg waren zahlreiche Anhänger der Grün-Weißen am Wolfsburger Bahnhof eingekesselt und später kontrolliert worden – etwa 270 von ihnen entschieden sich in der Folge aus Protest dazu, noch vor dem Spiel die Rückreise anzutreten. Als Auslöser für die unangekündigte Überprüfung gab die dortige Polizeibehörde derweil zunächst „gefahrentechnische Gründe“ an, einen Tag später wurde etwas konkreter auf das mögliche Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände verwiesen. Die Dimension der Aktion hatte nicht nur den Unmut der betroffenen Fans des SV Werder Bremen geweckt, auch die Verantwortlichen beider Vereine hatten das Handeln der Beamten scharf kritisiert.

Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg: Auch Bremer Polizei stufte Verhältnis der Fanlager als rivalisierend ein

Die Clubs waren im Vorfeld eigentlich von einer Partie ohne Gefahrenlage ausgegangen, hatten diese deshalb nach Aussage von Hubertus Hess-Grunewald, Präsident des SV Werder Bremen, mit der Sicherheitsstufe „grün“ bewertet. Die Polizeibehörden an beiden Standorten sahen das anders, wie auch die Beamten aus Bremen via Twitter bestätigten. „Die Polizei Bremen stufte das Verhältnis der beiden Fanlager im Vorfeld als rivalisierend ein. Diese Einstufung findet unabhängig von der Kategorisierung (grün, gelb, rot) des Spiels statt“, heißt es dort. (mbü)

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