Vor dem Nordderby gegen den HSV

Mitchell Weiser - der Neue im Norden bleibt vor dem Derby ganz cool

Für Mitchell Weiser war das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV bisher ein ganz normales Fußballspiel.
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Für Mitchell Weiser war das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV bisher ein ganz normales Fußballspiel.

Bremen – Mitchell Weiser ist neu im Norden. Im Westen kennt er sich aus, er hat ja viel Zeit beim 1. FC Köln und bei Bayer Leverkusen verbracht. Auch im Osten (bei Hertha BSC) und im Süden (beim FC Bayern) war er schon zu Hause. Aber der Norden ist unbekanntes Terrain für den Neuzugang des SV Werder Bremen.

Und weil es so ist, kann man auch verstehen, dass Mitchell Weiser wenige Tage vor dem Derby gegen den Hamburger SV noch einen völlig normalen Puls hat. Denn für ihn ist die Partie zwischen den Erzrivalen aus Bremen und Hamburg bislang immer eine wie jede andere gewesen, sagt er: „Von außen betrachtet ganz normal.“ Nun wird sie für ihn zweieinhalb Wochen nach seiner Ankunft in Bremen aber zur Heimpremiere im Trikot des SV Werder Bremen – „und allein deshalb freue ich mich sehr auf das Spiel“, meint Weiser. Von der speziellen Derby-Atmosphäre würden ihm zwar die Leute im Verein erzählen, aber was das wirklich bedeutet, weiß er noch nicht: „Das kommt sicherlich erst auf dem Platz.“

Mitchell Weiser schoss in seinem ersten Spiel für Werder Bremen sein erstes Tor

Für Mitchell Weiser wäre es perfekt, wenn sich gegen den HSV sein Turbostart für Werder Bremen fortsetzen würde. Gleich im ersten Spiel gelang ihm am vergangenen Samstag beim FC Ingolstadt sein erstes Tor für Bremen. „Das war schön. Ich habe gespielt und direkt etwas Entscheidendes zum Erfolg beigetragen“, sagt der Rechtsverteidiger. Doch das ist schon wieder Vergangenheit, die nächste Aufgabe wartet. Und das Ziel wird von Weiser ganz klar definiert: „Wir wollen die drei Punkte, das ist das einzige, womit ich mich beschäftige.“

Dass es wirklich so ist, macht sich auch im Mediengespräch mit dem 27-Jährigen bemerkbar. Kaum ein Thema zündet so richtig bei Weiser. Dass HSV-Sportvorstand Jonas Boldt ihn vor drei Jahren noch in der Funktion als Sportdirektor von Bayer 04 nach Leverkusen geholt hat, ist zwar ein Fakt, das Wiedersehen für Weiser aber keine große Geschichte. Boldt sei „ein sehr korrekter Mensch in dem Business“, aber jetzt hat er ihn auch schon länger nicht mehr gesehen, als dass noch von einem ausgeprägten Kontakt die Rede sein könnte. Seine Ziele mit Werder Bremen, seine Pläne über das einjährige Leihgeschäft hinaus – alles nichts, worüber Mitchell Weiser jetzt redet.

Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV ist „eines der Spiele, die besonders sind in Deutschland“

Dann doch lieber Nordderby, das Spiel, das er noch nicht kennt, über das um ihn herum in diesen Tagen aber so viel geredet wird und das eine so lange Tradition hat. „Eines der Spiele, die besonders sind in Deutschland“ – das weiß er dann doch. Und: „Es wird von der Kulisse her etwas hitziger.“ Vielleicht ganz gut, dass Weiser dabei einen kühlen Kopf bewahren will. „Es wird vielleicht die eine oder andere Emotion geben, die sonst vielleicht nicht dabei ist, aber das gehört in einem Derby ja dazu. Ich will es aber nicht unnötig anheizen.“ Außer mit seinem nächsten Tor für Werder Bremen, dagegen wäre auch nichts einzuwenden. (csa) So seht Ihr das Nordderby von Werder Bremen gegen den HSV live im TV!

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