Wechsel oder kein Wechsel?

Transfer-Poker: Leipzig springt ab, Aston Villa wohl auch - will denn keiner Werder-Star Rashica?

Milot Rashica dehnt sich im Training des SV Werder Bremen
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Milot Rashica fehlt Werder Bremen zurzeit nach einer Verletzung auf dem Platz. Derweil geht es auch im Transfer-Poker um seinen Wechsel nicht voran.

Bremen – Am Freitagmorgen stand Milot Rashica in Bremen auf dem Trainingsplatz und arbeitete an seinem Comeback für den SV Werder Bremen. Sein geplanter Wechsel wird immer unwahrscheinlicher.

Der einstige Topfavorit RB Leipzig hat nach Informationen der DeichStube endgültig kein Interesse mehr an einer Verpflichtung von Milot Rashica, und auch Aston Villa soll sein Werben um den Außenstürmer eingestellt haben. Aktuell gibt es keinen echten Kaufinteressenten für den Stürmer des SV Werder Bremen, allerdings ist das Transferfenster auch noch bis zum 5. Oktober geöffnet.

„Es gibt nichts Neues“, hatte Sportchef Frank Baumann am Donnerstag auf der Pressekonferenz zum Schalke-Spiel zum Thema Rashica gesagt: „Es kann sein, dass er bleibt, es kann aber auch sein, dass wir ihn nicht wieder im Werder-Trikot sehen werden.“ Rashica hatte sich Anfang September bei einem Länderspiel mit dem Kosovo am Knie verletzt, nicht so schlimm, wie zunächst befürchtet, aber auch gegen Schalke steht der Angreifer am Samstag noch nicht zur Verfügung. Selbst ein Einsatz in einer Woche im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld sei noch nicht sicher, meinte Trainer Florian Kohfeldt.

Werder Bremen-Transfers: Milot Rashica fordert von Aston Villa angeblich Verdopplung seines Gehalts

Ein Geduldsspiel, das gut in den Fall Milot Rashica passt. Seit Frühjahr wird eigentlich täglich mit einem Wechsel gerechnet. Werder Bremen hat auch grünes Licht versprochen, wenn denn die Ablösesumme stimmt. Doch mit RB Leipzig konnten sich die Bremer nicht einigen, der Champions-League-Teilnehmer hat inzwischen umgeplant und den Norweger Alexander Sörloth (Trabzonspor/Crystal Palace) für eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro verpflichtet.

Aston Villa soll zwar bereit sein, die Bremer Ablöseforderung von 22,5 Millionen Euro für Rashica zu erfüllen, aber es gibt Probleme mit dem Spieler. Laut des Internetportals „birminghamlive“ geht es ums Gehalt. Der Werder-Profi fordert angeblich eine Verdoppelung seines aktuellen Gehalts von zwei auf vier Millionen Euro im Jahr. Das sei dem Premier-League-Club aber zu viel, so der Bericht. Deswegen habe der Verein aus Birmingham vorerst Abstand von einer Verpflichtung genommen.

Werder Bremen-Transfers: Milot Rashica tut sich offenbar mit Wechsel nach England schwer

Möglicherweise liegt es aber auch gar nicht nur am Geld. Denn es ist auch zu hören, dass sich Milot Rashica grundsätzlich mit einem Wechsel nach England schwertut. Und ein Club, der wahrscheinlich nur um den Klassenerhalt kämpft, war eigentlich auch nicht sein Ziel. Der Werder-Profi wollte den nächsten Schritt in seiner Karriere machen und international spielen. Das wäre mit Leipzig in der Champions League möglich gewesen.

Nun bleibt abzuwarten, ob sich auf der Zielgeraden der Transferperiode noch neue, attraktivere Interessenten melden. Werder Bremen braucht die Ablösesumme eigentlich, um die Mindereinnahmen in der Coronakrise auszugleichen und vielleicht selbst noch einen eigentlich dringend notwendigen Sechser zu holen.

Als Rashica am Freitagmittag nach seiner individuellen Einheit auf dem Platz das Weserstadion verließ, wirkte er zumindest nicht schlecht gelaunt, sondern düste mit einem Lächeln im Gesicht in seinem Auto davon. Es scheint fast so, als hätte er sich mit einem Verbleib in Bremen schon abgefunden. (kni)

Zur letzten Meldung vom 17. September 2020:

Werder Bremen und der Milot-Rashica-Transfer: „Es gibt mehrere Interessenten - und Aston Villa ist einer davon“

Die neue Bundesliga-Saison steht vor der Tür und einer ist immer noch da: Milot Rashica. Der Stürmer-Star des SV Werder Bremen hätte eigentlich längst wechseln wollen, eine Einigung über einen Transfer steht immer noch aus.

Das sollte aber keine übermäßige Überraschung sein, meint Frank Baumann. Der Sportchef des SV Werder Bremen ist eher verwundert, dass darüber jemand verwundert ist. „Ihr glaubt mir einfach nicht“, sagt Baumann bei der Pressekonferenz am Donnerstag mit einem Schmunzeln und erklärt: „Wir haben immer gesagt, es kann sein, dass Milot zum Saisonstart und auch über den 5. Oktober hinaus bei uns ist.“ Am 5. Oktober schließt das Transferfenster.

Werder Bremen plant weiter mit Milot Rashica - Trainer nimmt keine Rücksicht auf Transfer

Aber es bleibt dabei: Ein Wechsel von Milot Rashica ist alles andere als vom Tisch - und auch Aston Villa ist weiter im Rennen. Das bestätigt Baumann. „Es gibt mehrere Interessenten und Aston Villa ist einer davon.“ Werders Sportchef will aber ungern Zwischenstände über Verhandlungen abgeben und bittet um Geduld. „Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen nichts passiert.“ Bedeutet aber auch, dass der Transfer eines neuen Sechsers sich ebenfalls noch ziehen kann. „Wenn Milot nicht verkauft wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein Spieler kommt, eher geringer“, so Baumann. Eine Neuverpflichtung sei aber auch nicht ausgeschlossen, Werder Bremen müsse dann allerdings andere Wege der Finanzierung finden.

Bei einem Transfer ist also eher wenig Bewegung drin, ansonsten soll es bei Milot Rashica in den nächsten Tagen durchaus vorangehen - und zwar auf dem Platz. Der 24-Jährige verpasst wegen seiner Knieverletzung aus einem Länderspiel zwar den Bundesliga-Start gegen Hertha BSC am Samstag, am zweiten Spieltag plant Florian Kohfeldt aber fest mit seiner „Rakete“: „Für Schalke wird er auf jeden Fall eine Rolle spielen.“ Der Trainer des SV Werder Bremen stellt indes klar, dass die Verletzung von Rashica in keinem Zusammenhang mit einem möglichen Transfer steht. Heißt: Rashica wird nicht etwa für einen neuen Verein geschont. (csa)

Zur letzten Meldung vom 16. September 2020:

Wechsel-Poker um Milot Rashica: Werder Bremen will Stürmer-Star „auf keinen Fall verschenken“

Bremen - Wechselt er oder bleibt er? Die Hängepartie um die Zukunft von Milot Rashica dauert weiter an. Der SV Werder Bremen benötigt zwar weiter dringend Geld, auch, um eigene Transfers zu ermöglichen. Dennoch will Clemens Fritz das beste Pferd im Stall „auf keinen Fall verschenken“, wie er am Mittwoch in einer Medienrunde erklärte.

Große Neuigkeiten zum Stand der Verhandlungen mit anderen Clubs hatte der Leiter Profi-Fußball des SV Werder Bremen jedoch nicht in petto. „Wir befinden uns im Austausch mit Milot Rashica und seinem Berater Altin Lala. Aber da gibt es keine neuen Meldungen zu verkünden“, sagte Fritz.

Beim Training am Mittwoch konnte der unter Knieproblemen leidende Rashica derweil erneut nicht mitmischen. Der kosovarische Nationalspieler absolvierte lediglich ein individuelles Programm. Ein Einsatz am Samstag gegen Hertha BSC (15.30 Uhr) wird damit immer unwahrscheinlicher. Werder Bremen muss bei Milot Rashica aber ohnehin Vorsicht walten lassen, schließlich soll eine Verletzung den erhofften Wechsel nicht gefährden. In etwa drei Wochen, am 5. Oktober, schließt das Transferfenster nämlich endgültig. Nicht mehr viel Zeit also, um eine gute Ablösesumme zu erzielen.

Werder Bremen: Clemens Fritz will Milot Rashica „auf keinen Fall verschenken“

Clemens Fritz gab sich äußerlich gelassen, sah keinen gesteigerten Handlungsdruck. „Bis dahin kann noch so viel passieren. Bevor es nicht für alle Beteiligten passt, werden wir auch nichts machen. Es gibt auch andere Vereine, bei denen der Druck steigt, weil sie beispielsweise aufgrund von Verletzungen etwas machen müssen“, sagte der 39-Jährige. „Wir arbeiten an der bestmöglichen Lösung. Wir werden Milot Rashica aber auf keinen Fall verschenken.“

Im „NDR-Sportclub" hatte Fritz erst kürzlich eingeräumt, dass neben RB Leipzig auch Premier-League-Club Aston Villa zu den Rashica-Interessenten zähle. Ob die Engländer aber noch immer um den 24-jährigen Flügelstürmer buhlen, wollte er aber nicht kommentieren. (mwi)

Zur letzten Meldung vom 15. September 2020:

Werder Bremen bestätigt Interesse von Aston Villa an Stürmer Milot Rashica - aber gilt das noch?

Der Transfer-Poker um Stürmer Milot Rashica wird zur unendlichen Geschichte. In den Verhandlungen zwischen Werder Bremen und RB Leipzig herrscht Stillstand. Einer der heißesten Kandidaten ist nun Aston Villa. Der Premier-League-Club ist interessiert – oder muss es heißen: war?

Klar ist inzwischen: Eine Transfer-Fährte führt tatsächlich nach Birmingham, wo Aston Villa beheimatet ist. „Die haben sich gemeldet, ja, das kann ich bestätigen“, erklärte Clemens Fritz, neuer Leiter Profifußball bei Werder Bremen, jetzt im NDR-Sportclub. Aber nach einer Einigung über einen Wechsel sieht es noch lange nicht aus: „Es gibt nichts Konkretes. Es gibt ein paar Anfragen für ihn [Milot Rashica, d. Red.]. Wir sind in intensivem und engem Austausch mit seinem Management.“

Laut „kicker“ hat sich Milot Rashica über das Wochenende, als er im DFB-Pokal gegen Carl Zeiss Jena im Kader fehlte, intensiver mit dem Interesse von Aston Villa auseinandergesetzt. Rashica sei allerdings weiter „eindeutig zögerlich“. Der Außenstürmer will eigentlich in der Champions League spielen, deswegen war er sich auch schon mit RB Leipzig über einen Wechsel einig.

Werder Bremen: Wechsel von Milot Rashica - Gilt das Transfer-Angebot von Aston Villa noch?

Aston Villa, das vergangene Saison nur knapp dem Abstieg aus der Premier League entging, soll 18 Millionen Euro Ablöse geboten haben, dem Vernehmen nach soll Werder 25 fordern. Laut „kicker“ liegt die Schmerzgrenze von Werder Bremen bei 20 Millionen Euro. Eine Differenz zwischen 18 und 20 Millionen klingt nicht unüberbrückbar, zumal die Engländer in dieser Transferphase mal wieder großzügig investieren. Doch die Frage ist: Gilt das Angebot für Milot Rashica überhaupt noch?

Laut französischen Medienberichten steht Aston Villa unmittelbar vor der Verpflichtung von Bertrand Traore von Olympique Lyon – ein Außenstürmer, der um die 20 Millionen Ablöse kosten soll. Es klingt ganz danach, als hätte der Club aus Birmingham beim Thema Milot Rashica umgeplant. Die unendliche Transfer-Geschichte geht also womöglich weiter - und Werder Bremen braucht weiter Geduld. - auch beim möglichen Transfer eines neuen Sechsers. (han)

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