Drei Punkte im Gastspiel gegen Mainz 05

Werder Bremen happy nach dem „Richtungsspiel“: „Keiner kommt ran“

Der SV Werder Bremen gewinnt sein Auswärtsspiel bei Mainz 05. Erleichterung bei Kapitän Theo Gebre Selassie, Torschützen Eren Dinkci und Co.
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Der SV Werder Bremen gewinnt sein Auswärtsspiel bei Mainz 05. Erleichterung bei Kapitän Theo Gebre Selassie, Torschützen Eren Dinkci und Co.

Werder Bremen gewinnt mit 1:0 beim Auswärtsspiel gegen Mainz 05 - dank eines späten Tores von Bundesliga-Debütant Eren Dincki. Der Nachbericht der DeichStube*.

Mainz – Einer nach dem anderen kam, um Eren Dinkci zu umarmen, auf die Schulter zu klopfen oder – wie Nick Woltemade – einfach mal vor Freude in den Schwitzkasten zu nehmen. Irgendwann drang dann auch Florian Kohfeldt zu dem jungen Werder-Matchwinner vor, der Trainer herzte Dinkci wie alle anderen, und es war, als ob Glück, Freude, Erstaunen und Erleichterung in diesem Moment miteinander verschmolzen wären. Hier der Youngster, der bei seinem Bundesliga-Debüt mit dem späten Kopfballtor für den 1:0-Sieg des SV Werder Bremen bei Mainz 05 gesorgt hatte – und dort der Coach, der genau diesen Sieg gebraucht hatte, um anschließend zum Ausklang eines vom Abstiegskampf geprägten Bundesliga-Jahres eine einigermaßen entspannte Bilanz ziehen zu können.

Werder Bremen: Nach dem 13. Bundesliga-Spieltag 14 Punkte auf dem Konto

14 Punkte hat Werder nach dem Sieg auf dem Konto. Das sei nach 13 Spielen – also noch vier Partien vor Hinrundenende – „stabil und gut“, sagte Kohfeldt, aber gewiss „nicht euphorisch, nicht überragend“. Dafür hätten drei Punkte mehr geholt werden müssen, „das wäre überragend gewesen“, meinte der Coach und dachte an die Heimspiele gegen Köln (1:1), Stuttgart (1:2) und Dortmund (1:2), in denen jeweils mehr möglich gewesen wäre. So sind es zu Weihnachten exakt die 14 Zähler, die Werder Bremen auch in der Vorsaison zum gleichen Kalenderdatum vorzuweisen hatte – damals aber nach 17, nicht nach 13 Spielen. Ein großer Unterschied, eine große Reserve noch für Kohfeldt und sein Team, die Anfang des neuen Jahres aber auch genutzt werden muss. Union Berlin, Bayer Leverkusen, FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach sind bis zur Saisonhalbzeit die noch ausstehenden Gegner. Was in diesen noch möglich ist? Kohfeldt verkneift sich Vorgaben, sagt nur: „Ich bin mir sicher, dass wir zum Hinrundenende keine 14 Punkte haben werden, aber ich lege mich da auf nichts fest.“

Werder-Coach Florian Kohfeldt gratuliert Eren Dinkci zum Tor und Einstand nach der Partie gegen Mainz05.

Erstmal galt es sowieso, das Mainz-Gefühl auszukosten. Die Negativserie beendet und den Stimmungsumschwung geschafft zu haben, ist wichtig für das Team, für den ganzen Verein, der über die Feiertage nicht auf eine Tabelle schauen muss, auf der sich der nächste hammerharte Abstiegskampf abzeichnet. Werder Bremen hat acht Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze, vier auf den Relegationsrang. Und hat etwas geschafft, was in den vergangenen Jahren nie selbstverständlich war: Gegen die Teams von ganz unten sind drei Siege gelungen. 3:1 gegen Schalke, je 1:0 gegen Mainz und Bielefeld. Kohfeldt: „ Um stabil und sicher in der Liga zu bleiben, gibt es Spiele, die du gewinnen musst. Die Drei geschlagen zu haben, war gut. Du hältst sie auf Distanz, keiner kommt ran.“

Werder Bremen: Eren Dinkci sorgt mit Kopfball-Tor gegen Mainz für verdienten Sieg

Gegen schwache, seltsam tatenlose Mainzer hatten sich die Bremer allerdings lange vergeblich bemüht, das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. Viel Spielkontrolle, wenige gute Chancen – bis Dinkci in der letzten Minute der regulären Spielzeit eine Flanke von Tahith Chong per Kopf ins Netz wuchtete. Am Spielfeldrand schlug Kohfeldt die Hände vor das Gesicht, froh, dass sich die Anspannung, die sich in den vergangenen Wochen wieder Stück für Stück und Niederlage für Niederlage aufgebaut hatte, positiv entladen durfte. „Ich war einfach erleichtert. Denn es war so ein Tag, in dem sich entscheidet, wie es in der Saison weitergeht. Es war ein Richtungsspiel für uns“, sagte der 38-Jährige und wusste, dass Nobody Dinkci Werder nicht nur einen unter dem Strich verdienten Sieg beschert hatte, sondern der Mannschaft nach den Siegloswochen gewissermaßen auch den Glauben an sich selbst gerettet hatte. Kohfeldt: „Aus einer stabilen Phase, in der man keine Punkte holt, kann man so oder so rausgehen. Wenn du irgendwann noch die Leistung verlierst, dann hast du ein echtes Problem.“

Wenn du gewinnst, sieht alles besser aus. Und ganz nebenbei: Erstmals in dieser Saison hat Werder Bremen nach der Pause etwas draufgepackt und das Halbzeitergebnis entscheidend verbessert. Kohfeldt zeigt das: „Wir sind auch im Kopf stabil.“ Was noch fehlt zur weihnachtlichen Zufriedenheit, ist der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Am Mittwoch (20.45 Uhr) muss Werder bei Zweitligist Hannover 96 antreten. Für Kohfeldt ist die Ausgangslage klar: „Wir sind der Favorit. Wenn wir unsere Leistung bringen, dann gewinnen wir an einem normalen Tag auch das Spiel. Mit diesem Selbstvertrauen fahren wir nach Hannover.“ (csa)

 Auch interessant: Werder Bremen gegen Hannover 96 im DFB-Pokal - so seht Ihr das Spiel live im TV und im Live-Stream.

Zum Spielbericht vom 19. Dezember 2020:

Wahnsinn! Debütant Dinkci köpft Werder Bremen ganz spät zum Sieg gegen Mainz 05

Mainz – Diesen Tag wird Eren Dinkci nie vergessen – und sein SV Werder Bremen wohl auch nicht: Denn der 19-Jährige köpfte die Grün-Weißen ausgerechnet bei seinem Bundesliga-Debüt zum so eminent wichtigen, aber auch verdienten 1:0 (0:0)-Sieg beim FSV Mainz 05. Und das alles auch noch in der 90. Minute, nachdem Dinkci erst kurz zuvor eingewechselt worden war. Der Stürmer hat damit gleich zwei Werder-Serien beendet: Nach neun Partien gab es endlich wieder einen Sieg und auch das Thema vier Pleiten am Stück ist abgehakt. Nach 13 Spieltagen und vor der kurzen Winterpause beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz vier Punkte, auf den ersten Abstiegsplatz sogar acht Zähler. So macht auch Werder Weihnachten Spaß.

Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte vor der Partie einen weiteren namhaften Ausfall in der Offensive wegstecken müssen. Neben Niclas Füllkrug, Milot Rashica und Davie Selke stand kurzfristig auch Leonardo Bittencourt wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht zu Verfügung. Immerhin: Sein Einsatz am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Hannover 96 soll nicht ausgeschlossen sein. Für Bittencourt durfte Romano Schmid ran und ersetzte dabei im Vergleich zum Dortmund-Spiel (1:2) Manuel Mbom, um Werder Bremen etwas offensiver agieren zu lassen.

Werder Bremen gegen Mainz 05: Josh Sargent vergibt große Chance

Doch gegen sehr vorsichtige Mainzer war das für die Bremer gar nicht so einfach. Zumal die Gäste nach ihrer langen Negativserie auch nicht zu viel riskieren wollten. Bloß kein Rückstand, lautete offenbar das Motto. Langsam tastete sich das Kohfeldt-Team bei sehr viel Ballbesitz nach vorne und hätte dann auch in Führung gehen müssen. Erst schloss Maximilian Eggestein aus 16 Metern zu mittig und harmlos ab (25.), dann traf Josh Sargent nach einer Ecke völlig frei fünf Meter vor dem Tor den Ball mit dem Kopf nicht richtig (26.). Was für eine Riesenchance für den US-Amerikaner! Ein Füllkrug hätte sich diese Gelegenheit wohl nicht entgehen lassen...

Nun trauten sich allerdings auch die Mainzer etwas mehr zu. Jiri Pavlenka eilte weit aus seinem Tor und rettete gerade noch vor Jean-Philippe Mateta (27.). Wenig später entschärfte der Werder-Keeper einen Flatterball von Edimilson Fernandes per Faustabwehr (30.). Die Partie, die Werder Bremen bis dahin eigentlich gut im Griff hatte, drohte zu kippen. Doch die Bremer hielten dagegen, meldeten sich mit einem Fernschuss von Marco Friedl zurück, den Robin Zentner gerade noch parieren konnte (32.).

Werder Bremen gegen Mainz 05: Ömer Toprak muss verletzt ausgewechselt werden

Torlos ging es in die Pause – und dabei stellte sich die Frage: Warum agierte Mainz 05 nur so zurückhaltend, obwohl der Tabellen-17. doch die große Chance besaß, einen angeschlagenen Gegner mit in den Sumpf zu ziehen? Möglicherweise lag es aber auch an den Gästen, die bis auf wenige Ausnahmen mit einem Christian Groß als Pendler zwischen Fünferkette und Mittelfeld sehr stabil wirkten sowie mit Schmid im Angriff durchaus mal frech agierten. Werder war die bessere Mannschaft.

Nur ein Spieler bereitete Sorgen: Ömer Toprak. Der in den vergangenen Wochen so starke Innenverteidiger wirkte nicht richtig frisch, klagte schon vor der Pause über muskuläre Probleme und musste dann in der 54. Minute runter. Für ihn kam Milos Veljkovic – erstmals seit seiner Adduktorenverletzung Ende Oktober.

Werder Bremen gegen Mainz 05: Eren Dinkci feiert Bundesliga-Debüt - und köpft das Siegtor

Werder Bremen bemühte sich um Spielfluss, aber da spielte Mainz im wahrsten Sinne des Wortes nicht mit. Die Gastgeber waren weiterhin fast nur auf Sicherheit aus. Immerhin ging der Plan auf, Werder kam erst in der 67. Minute mal wieder zu so etwas wie einer Chance. Doch Möhwalds Direktabnahme landete auf der verwaisten Tribüne.

Kohfeldt reagierte, brachte Tahith Chong für Yuya Osako, der nur selten an seine gute Anfangsphase anknüpfen konnte (72.). Werder wollte den Siegtreffer, doch es fehlten in der Offensive schlichtweg die Mittel dafür. In seiner Stürmernot schickte Kohfeldt kurz vor Schluss Eren Dinkci auf den Platz. Der 19-Jährige feierte sein Bundesliga-Debüt – und dann das: In der 90. Minute nickte Dinkci eine tolle Flanke von Chong aus kurzer Distanz ein. Der Jubel kannte keine Grenzen. Doch es musste noch fünf Minuten gezittert werden, bis Schiedsrichter Guido Winkmann endlich abpfiff.

Einmal müssen die Bremer nun noch in diesem Jahr ran, am Mittwoch in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim Zweitligisten Hannover 96. (kni) Lies auch: Traum-Debüt von Eren Dinkci bei Werder Bremen, weil Tim Borowski so hartnäckig war!

Mainz 05: Zentner - St. Juste, Alexander Hack, Niakhate - Fernandes (85. Ji), Kunde Malong (69. Barreiro), Martin - Boetius, Stöger (79. Latza)- Mateta (79. Onisiwo), Quaison.

Werder Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Toprak (54. Veljkovic), Friedl, Augsustinsson - Groß - Möhwald, Maximilian Eggestein - Schmid (85. Dinkci), Sargent, Osako (72. Chong).

Werder Bremen gewinnt gegen Mainz 05: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

>>> AKTUALISIEREN <<<

Werder Bremen gegen Mainz 05: Alle Tore, alle News und Infos - alles zum Kracher im Bundesliga-Abstiegskampf heute live im Live-Ticker der DeichStube*! Ergebnis: 1:0 für Werder

Schluss! Werder siegt durch das Kopfballtor von Eren Dinkci mit 1:0 in Mainz! Nach einer super Flanke von Tahith Chong köpft der Youngster in seinem ersten Einsatz rechts direkt neben den Pfosten. Zentner hatte keine Chance. Der Sieg geht durchaus in Ordnung. Mainz hatte keine wirklichen Möglichkeiten, während Werder zwar die insgesamt bessere Mannschaft war, aber lange die Durchschlagskraft vermissen ließ.

90. Min+4: Sargent liegt am Boden. Aber gleich ist Feierabend.

90. Min+2: Werder nur noch mit langen Dingern nach vorn. Insgesamt soll es fünf Minuten Nachspielzeit geben.

90. Min+1: Was ist das für ein Bundesliga-Debüt? Unfassbar! Jetzt noch ein paar Minuten durchhalten!

90. Min: Toooooooooor für Werder Bremen! Eren Dinkci macht das Ding! Das gibt‘s doch gar nicht!!! Nach Chong-Flanke köpft der junge Deutsch-Türke kurz vor Schluss zur Führung!

89. Min: Nochmal ein Freistoß für Werder. Möhwald legt sich den Ball bereit.

87. Min: Jetzt wird Mainz doch noch mal nach Ecke gefährlich. Friedl kann in höchster Not klären.

85. Min: Eren Dinkci kommt für Romano Schmid. Bundesliga-Debüt für den 19-jährigen.

84. Min: Gibt es hier irgendeinen Spieler der nochmal einen entscheidenden Nadelstich setzen kann? Es sieht momentan absolut nicht danach aus.

82. Min: Niakhaté klammert erst gegen Schmid und ballert dann nach dem Foulpfiff den Ball weg. Das gibt zurecht gelb.

81. Min: Eggestein von der Strafraufkante mit der Direktabnahme. Wenn man diese Abschlüsse sieht, fehlt die Fantasie wer hier mal ein Tor erzielen soll.

79. Min: Zum Glück ist Mainz vorne völlig ungefährlich. Nun kommen Onisiwo und Latza für Stöger und Mateta. Letztgenannter ist damit offensichtlich nicht sonderlich einverstanden.

77. Min: Wieder versucht es die Elf von Flo Kohfeldt mit Standards. Sowohl Freistoß als auch Ecke bringen wieder nichts ein. Das zieht sich durchs ganze Spiel.

73. Min: Barreiro sieht gelb nach taktischem Foul am entwischtem Chong.

SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker - Tahith Chong soll für neue Impulse sorgen

72. Min: Osako verlässt den Rasen. Tahith Chong betritt ihn. Vielleicht bringt die ManUnited-Leihgabe nochmal frische Power für die Offensive.

69. Min: Mainz-Coach Lichte wechselt erstmals. Barreiro kommt für Kunde.

68. Min: Trotzdem ist Werder hier die sehr viel aktivere Mannschaft. Die Durchschlagskraft fehlt aber weiterhin.

67. Min: Schmid ist völlig abgetaucht, flankt jedoch nun einmal einen Ball in den Strafraum. Hack köpft direkt auf Möhwald, der seinen Schuss auf die Tribüne jagt.

66. Min: Stellt sich die Fragen nach den Alternativen. Die besten Offensivkräfte sind verletzt, auf der Bank finden sich Woltemade und Dinkci.

64. Min: Yuya Osako macht heute erneut kein sonderlich gutes Spiel. Er trifft wie sooft die falsche Entscheidung und fässt sich nun zu allem Übel auch noch an die Achillessehne.

62. Min: Die Mainzer köpfen das Spielgerät locker raus. Marco Friedl kann noch zum Schuss kommen, wird jedoch geblockt.

61. Min: Endlich mal wieder eine Standardsituation. Augustinsson und Möhwald, dem es wieder besser geht stehen an der Eckfahne.

58. Min: Nun wird Möhwald behandelt. Im Mittelfeld wird er von Kunde gestoßen. Sah gar nicht so wild aus, scheint aber sehr schmerzhaft gewesen zu sein.

57. Min: Im Parallelspiel geht Arminia Bielefeld auf Schalke in Führung.

54. Min: Milos Veljkovic kommt für Ömer Toprak in die Partie.

53. Min: Bekanntes Bild: Toprak sitzt auf dem Boden, schüttelt den Kopf und wird behandelt. Das bedeutet in den letzten anderthalb Jahren häufig, dass er angeschlagen ausgewechselt werden muss.

52. Min: Toprak kann sich im Zweikampf mit Mateta nicht durchsetzen und spielt den Ball zu lasch zurück. Quaison und Mateta behindern sich dann gegenseitig.

50. Min: Maxi Eggestein sieht die gelbe Karte nach einem taktischen Foul. Da darf er sich bei Friedl bedanken, der im Vorfeld den Fehlpass gespielt hat.

49. Min: Fernandes steht im Strafraum nach einer Flanke von außen richtig blank. Gut für Werder, dass er wegrutscht und der Ball so wieder in den Bremer Reihen landet.

SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker - Die zweite Halbzeit läuft

46. Min: Die Partie läuft wieder. Kein neues Personal auf dem Rasen.

16.33 Uhr: Die Mannschaften machen sich wieder bereit. Ömer Toprak ist auch in der zweiten Hälfte wieder mit am Start. Veljkovic und Moisander können erstmal wieder auf der Bank platz nehmen.

Halbzeit. Winkmann erfüllt den Wunsch beider Teams und pfeift pünktlich zur Pause und bittet beide in die Kabinen. Bremen hat zwar mehr Ballbesitz und ein leichtes Chancenplus, richtig zwingend wirkt das aber noch nicht. Die größte Gelegenheit hatte Josh Sargent, der nach einer Ecke frei mit dem Kopf scheiterte.

44. Min: Beide Teams scheinen sich nun mit dem 0:0 zur Pause zufrieden zu geben.

39. Min: Bremen mal wieder mit etwas mehr Ballbesitz. Yuya Osako hat dann mal etwas Platz und zieht aus zwanzig Metern ab. Zielwasser haben die Bremer offenbar noch nicht getrunken. Vielleicht kann Kohfeldt für die Halbzeit ja etwas bereitstellen lassen.

36. Min: Ömer Toprak scheint sich vertreten zu haben. Niklas Moisander und Milos Veljkovic laufen sich vorsorglich warm.

34. Min: Nun geht es hin und her. Quaison bekommt den Ball im Strafraum von Mateta. Sein Schuss geht am Tor vorbei.

33. Min: Die Bremer Standards kommen heute zwar gefährlicher als in den letzten Spielen, aber zwingend ist auch das noch nicht.

32. Min: Auf der anderen Seite kommt Marco Friedl aus der zweiten Reihe zum Abschluss. Da muss Zentner hin. Ecke Werder.

30. Min: Gefahr im Werder-Strafraum. Toprak und Co. können noch klären, doch die Anzahl der Mainzer Chancen nimmt spürbar zu.

29. Min: Sargent ist vorne wir hinten zu finden. Nun stößt er 30 Meter vor dem Tor einen Mainzer um und sorgt dafür, dass Mainz einen aussichtsreichen Freistoß zugesprochen bekommt.

26. Min: Mateta wird auf der anderen Seite hervorragend in Szene gesetzt, Pavlenka ist direkt zu Stelle und klärt im Strafraum mit dem Fuß ins Aus. Gute Aktion von Jiri!

SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker - Josh Sargent vergibt Großchance

25. Min: Augustinsson nun mit der ersten Bremer Ecke. Die kommt richtig gut auf den frei stehenden Sargent, der offenbar zu viel Zeit zum Überlegen hat. Sein Kopf erwischt den Ball nicht richtig. Da muss er mehr draus machen!

23. Min: Schmid wird auf dem Schmid Richtung Strafraum gelegt, der Schiri pfeift nicht, weil Eggestein direkt danach zum Abschluss kommt. Dieser ist aber viel zu unplatziert. Da hätte man lieber den Freistoß nehmen sollen.

22. Min: Nun wird Möhwald gefoult. Der Freistoß von Augustinsson landet bei einem Mainzer.

21. Min: Die Wichtigkeit des Spiels wird hier jederzeit sichtbar. Viele kleine Nicklichkeiten auf beiden Seiten. Gerade wird Schmid im Gesicht getroffen.

19. Min: Mainz hat sich nun frei gespielt und verlagert das Spiel nach und nach mehr in die Bremer Hälfte.

18. Min: Quaison mit dem ersten Abschluss für Mainz. Weit drüber.

16. Min: Werder hat in der ersten Viertelstunde mehr Ballbesitz. Bisher machen sie noch nichts draus.

13. Min: Foul von Toprak an Mateta im linken Halbfeld. Der Freistoß kommt gut, aber Sargent klärt aufmerksam zur Ecke. Die Ecke wird nach wenigen Sekunden wegen Offensivfoul abgepfiffen.

11. Min: Hier ist gleich zu Beginn richtig Feuer drin. Beide Bänke hört man nach jeder Aktion lautstark.

9. Min: Die erste Chance des Spiels verzeichnet Werder Bremen. Osako setzt sich sehenswert durch und bringt eine Flanke haargenau auf Sargent, der aber keine Wucht hinter seinen Kopfball bekommt. Keeper Robin Zentner pflückt den Ball locker weg.

8. Min: Toprak mit üblem Fehlpass kurz vorm eigenen Strafraum. Christian Groß kann den Ball für das eigenen Team zuückholen.

5. Min: Osako wird im Mittelkreis unsanft gelegt. Das hätte auch gelb geben können. Winkmann belässt es bei einer Ermahnung.

3. Min: Langer Ball in den Lauf von Romano Schmid. Der junge Österreicher kann den hohen Pass zwar mit der Brust annehmen, aber nicht entscheidend kontrollieren.

SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker - Anpfiff im Krisengipfel

1. Min: Das Spiel läuft. Werder läuft traditionell in grün und weiß auf.

15.29 Uhr: Gleich geht`s los! Beide Teams formieren sich auf dem Spielfeld.

15.25 Uhr: Noch rund fünf Minuten bis zum Anpfiff. Schiedsrichter der Partie ist heute Guido Winkmann.

15.20 Uhr: Hinter Mainz rangiert nur noch der FC Schalke 04, der heute zeitgleich gegen Arminia Bielefeld um die Existenz kämpft. Huub Stevens soll das sinkende Schiff vor Weihnachten wieder auf Kurs bringen.

15.14 Uhr: Für die von Jan-Moritz Lichte trainierte Mannschaft aus Mainz wäre ein Sieg heute wahrscheinlich noch wichtiger als für Werder. Mit sechs Punkten aus zwölf Spielen finden sich die Rheinland-Pfälzer auf Rang 17 wieder.

15.08 Uhr: Auch letztes Jahr war Werder nach einem ordentlichen Saisonstart und einer beispiellosen Verletztenmisere immer weiter in den Abstiegsstrudel gerate. Mitte Dezember 2019 setzte es dann ein krachendes 0:5 gegen den heutigen Gegner aus Mainz. Die Mannschaft sollte also gewarnt sein heute anders aufzutreten als vor fast genau einem Jahr.

15.03 Uhr: Die Grün-Weißen sind nun seit neun Ligaspielen sieglos. Während die letzten vier Spiele allesamt verloren wurden, konnte die Elf von Florian Kohfeldt den letzten Sieg am dritten Spieltag gegen Arminia Bielefeld verzeichnen. Durch die Sieglos-Serie ist Werder inzwischen auf den 14. Tabellenplatz abgerutscht. Nur noch vier Punkte Differenz zum Relegationsplatz erinnern stark an den Verlauf der letzten Saison.

14.57 Uhr: Theodor Gebre Selassie absolviert heute übrigens sein 250. Bundesligaspiel. Der Tscheche ist im Grunde seit dem Jahr 2012 Stammspieler. Am Ende der Saison möchte er den Verein verlassen.

14.46 Uhr: Noch ein Wort zu Eren Dinkci: In der Regionalliga hat der langgewachsene Deutsch-Türke in dieser Saison bereits sieben Tore in acht Spielen erzielt. 2019 kam er aus der Jugend des SC Borgfeld nach Bremen.

14.41 Uhr: Mainz läuft heute mit ein paar Akteuren auf, die die Bremer in der letzten Saison ordentlich geärgert haben. Gerade auf Quaison und Mateta muss die Werder-Defensive heute besondert acht geben.

14.39 Uhr: Weiterhin schmerzlich vermisst werden Milot Rashica, Davie Selke und Niklas Füllkrug, die allesamt ihre Verletzungen auskurieren und in den nächsten Wochen nach und nach wieder eine Option darstellen dürften.

14.36 Uhr: Geburtstagskind Leonardo Bittencourt (27) muss verletzt passen. Er hat sich im Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt und wird sich selbst daher heute nicht mit einem Sieg selbst beschenken können. Für ihn steht erstmals der 19-jährige U23-Stürmer Eren Dinkci im Spieltagskader.

14.34 Uhr: Folgende Spieler warten auf ihren Einsatz von der Bank aus: Kapino, Veljkovic, Agu, Moisander, Mbom, Erras, Agu, Chong, Woltemade, Dinkci

14.32 Uhr: Ansonsten finden sich viele bekannte Gesichter auf dem Feld. Die Innenverteidigung bleibt mit Augustinsson, Friedl, Toprak und Gebre Selassie unverändert. Davor finden sich erneut BVB-Torschütze Möhwald und Groß. Etwas offensiver agieren neben Schmid noch Maxi Eggestein sowie Josh Sargent und Yuya Osako.

SV Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05 im Live-Ticker - Romano Schmid zurück in der Startelf

14.30 Uhr: Florian Kohfeldt wechselt im Vergleich zum 1:2 gegen Borussia Dortmund nur einmal. Romano Schmid kehrt für Jean-Manuel Mbom in die Startelf zurück.

14.27 Uhr: Die Werder-Aufstellung: Pavelnka - Augustinsson, Toprak, Friedl, Gebre Selassie - Möhwald, Groß, M. Eggestein, Schmid - Osako, Sargent

14.18 Uhr: Moin, moin aus der Deichstube. Heute kommt es zum richtungsweisenden Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und Mainz 05 in der Opel Arena. Hier geht es gleich mit den Aufstellung los.

Zum Vorbericht vom 17. Dezember 2020:

„Wer zuckt, hat keine Chance“: Wieder einmal geht es für den SV Werder Bremen gegen Mainz 05 um sehr viel

Keine schöne Erinnerung. In der vergangenen Bundesliga-Saison verlor der SV Werder Bremen gegen Mainz 05 mit 0:5 und 1:3. Das erste Spiel leitete den Abstiegskampf ein, das zweite hätte ihn beinahe entschieden. Am Samstag (15.30 Uhr, Live-Ticker) gibt es ein Wiedersehen unter ähnlichen Voraussetzungen. Der Vorbericht der DeichStube*.

Bremen – Natürlich kommt dieses unangenehme Gefühl gerade wieder hoch. Diese schlimmen Erinnerungen an zwei Spiele, die er lieber nicht erlebt hätte. Daraus macht Florian Kohfeldt erst gar keinen Hehl, weil er weiß, dass alles andere ziemlich unglaubwürdig wäre. Schließlich geht es für den SV Werder Bremen am Samstag gegen Mainz 05. Und da war doch was..., wie es landläufig so unschön heißt. War es. „Zwei sehr, sehr bittere Tage“ nämlich, so nennt es Kohfeldt beim Rückblick auf die vergangene Saison, als seine Mannschaft gegen die Mainzer erst sehr viel und am Ende gefühlt schon alles verloren hatte. „Emotional kann ich diese Spiele nicht ganz wegdrücken, dafür waren sie als Erlebnisse zu einschneidend“, gesteht der Werder-Trainer, für dessen Verein das neuerliche Duell mit den Rheinhessen mal wieder ein richtungsweisendes ist. Ausgangsfrage: Mainz erneut als Inbegriff der Bremer Misere, oder Mainz dieses mal doch endlich als Mutmacher?

Werder Bremen gegen Mainz 05: Neun sieglose Spiele in Folge für die Grün-Weißen

„Es ist ein Spiel, auf dem eine gewisse Bedeutung liegt, weil es den Saisonverlauf beeinflussen kann“, sagt Kohfeldt, der mit seiner Mannschaft nach neun sieglosen Partien und vier Niederlagen in Serie kurz vor dem Weihnachtsfest am Scheideweg steht. Ein Erfolg beim aktuell Tabellenvorletzten Mainz, und Werder Bremen würde das Bundesligajahr einigermaßen versöhnlich beenden. „Wenn wir Weihnachten vier bis sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hätten, dann wäre das ein richtig gutes Ergebnis gemessen an unserer Erwartungshaltung und dem, was realistisch möglich ist“, betont Kohfeldt.

Bei einer Niederlage würde der Gegner allerdings sehr nahe an Werder heranrücken, was Kohfeldts Argumentation aus den vergangenen Wochen ins Wanken bringen dürfte. Nach den Niederlagen gegen die Spitzenteams Wolfsburg, Leipzig und Dortmund sowie gegen den guten Aufsteiger Stuttgart hatte der 38-Jährige die grundsätzliche Leistung seiner Mannschaft gelobt – und tatsächlich war Werder Bremen in keinem dieser Spiele (das Duell in Leipzig ausgenommen) chancenlos gewesen. „Wir wussten vorher, dass es eine schwierige Saisonphase wird, in der wir aber viel mehr Punkte holen wollten. Und so haben wir auch gespielt. Wir haben uns nicht vier Wochen lang geschont und gesagt: Danach kommen die Spiele, in denen wir punkten können“, sagt Kohfeldt. Die schwarze Serie hat trotzdem dazu geführt, dass Mainz 05 nun ein Spiel wird, in dem Werder punkten muss. Im Grunde genau so wie vor einem Jahr, am 17. Dezember 2019, als die Mainzer ins Weserstadion kamen – um Werder mit einem 5:0-Kantersieg auf den Relegationsplatz zu stürzen. Kohfeldt: „Fußballerisch vielleicht die schlimmste Halbzeit, die ich hier erlebt habe.“

Werder Bremen gegen Mainz 05: „Wer zuckt, hat keine Chance in diesem Spiel“

Die Lage im Winter 2020 ist zwar nicht ganz so dramatisch, aber „ich kann es verstehen, dass man von Außen betrachtet Parallelen findet zum letzten Jahr“, sagt Kohfeldt. Auf der anderen Seite sieht er „ganz, ganz viele Dinge, die anders sind“. Das Zentrale: „Jetzt haben wir eine Menge zu gewinnen. Das hatten wir letztes Jahr zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr.“ Während Werder Bremen aktuell wackelt, taumelte die Mannschaft damals längst, was sich auf keinen Fall wiederholen soll.

„Wer zögerlich ist, wer zuckt, der wird keine Chance haben in diesem Spiel“, sagt Kohfeldt, kündigt ein „offenes Visier“ an und will „taktisch aus dem Dickicht“ kommen: Militär-Metaphern vor Mainz 05, die Entschlossenheit demonstrieren sollen. Schließlich möchte Kohfeldt die Opel-Arena nach dem Spiel am liebsten lächelnd verlassen – und nicht annähernd so niedergeschlagen wie am 33. Spieltag der Vorsaison, als Werder Bremen nach einem 1:3 in Mainz gefühlt schon aus der Bundesliga abgestiegen war. (dco) Lies dazu: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Mainz 05 aussehen. Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Mainz 05 live im TV und im Live-Stream. *DeichStube.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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