Werder-Neuzugang feiert Debüt

Roger Assale belebt bei Werder den Konkurrenzkampf - auch ohne Top-Speed

Roger Assale feierte beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Hansa Rostock sein Debüt in Grün-Weiß.
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Roger Assale feierte beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Hansa Rostock sein Debüt in Grün-Weiß.

Bremen - Als der Zeitpunkt zur Einwechslung gekommen war, musste erst mal der Doc helfen. Aber nicht, weil Roger Assale irgendwelche Wehwehchen geplagt hätten - nein, Teamarzt Dr. Daniel Hellermann musste an der Seitenlinie die Anweisungen von Co-Trainer Florian Junge an den Neuzugang ins Französische übersetzen. Und dann durfte Assale auf den Platz, sein erster Auftritt für Werder Bremen.

16 Minuten blieben dem Flügelstürmer im Spiel gegen Hansa Rostock nur, um sich bei den grün-weißen Fans bekannt zu machen. Die Zeit reichte zwar nicht für Heldentaten, aber einen ersten Eindruck gab es am Sonntag doch, was von dem Mann von der Elfenbeinküste zu erwarten ist.

Roger Assale hatte sofort seine Aktionen auf den Außenpositionen, brachte sie aber nicht zu Ende. Herausgeholte Eckbälle waren das Maximum. Aber auch im Sturmzentrum tauchte der 27-Jährige auf, kam sogar noch zu einem Abschluss. Nur knapp strich der Ball am Tor vorbei, und Assale musste bei seinem Debüt für Werder Bremen auf einen Knalleffekt, wie ihn Marvin Ducksch beim 3:0-Sieg gleich doppelt erlebt hatte, verzichten. Doch egal, der erste Einsatz diente ohnehin vornehmlich der Eingewöhnung. Und dafür, so sah es Sportchef Frank Baumann, war es gut: „Roger hat für Belebung gesorgt.“

Werder Bremen: Roger Assale beim Debüt noch nicht mit Top-Speed - aber der Konkurrenzkampf ist eröffnet

Wobei: Die zweite Halbzeit stand ohnehin im Zeichen des Bremer Offensivspiels. In das fügte sich Roger Assale, erst am Freitag vom französischen Zweitligisten FCO Dijon verpflichtete Leihgabe, recht gut ein. Die Anweisungen muss er folglich verstanden und Dr. Hellermann bei seiner Dolmetschertätigkeit einen guten Job gemacht haben. Assales größtes Plus, seine Schnelligkeit, kam aber noch nicht zum Tragen. Neun Sprints zog der nur 1,67 Meter große Angreifer an, beim schnellsten kam er auf 31,97 km/h. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison stellte Gerrit Holtmann vom späteren Aufsteiger VfL Bochum mit 36,43 km/h einen Zweitliga-Rekord auf, aktuelle Spitzenwerte liegen bei knapp über 35 km/h.

Roger Assale erweitert aber ohne Frage die Möglichkeiten des SV Werder Bremen auf den Flügeln. Der Konkurrenzkampf mit Eren Dinkci, der am Sonntag nach 74 Minuten für den Neuzugang weichen musste, und Romano Schmid ist eröffnet. „Das ist gut und wichtig“, meinte Baumann, „da können sich jetzt einige in ihren Leistungen hochschaukeln.“ (csa) So seht ihr das Testspiel von Werder Bremen gegen Heracles Almelo live im TV und im Live-Stream!

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