Bank-Rolle besorgt Ex-Werder-Spieler Klaassen

Kleiner Knick bei Davy Klaassen: Erste Unzufriedenheit, seit er Werder verlassen hat

Im Oktober 2020 wechselte Davy Klaassen vom SV Werder Bremen zu Ajax Amsterdam - so richtig zufrieden scheint der Niederländer momentan nicht zu sein.
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Im Oktober 2020 wechselte Davy Klaassen vom SV Werder Bremen zu Ajax Amsterdam - so richtig zufrieden scheint der Niederländer momentan nicht zu sein.

Amsterdam/Bremen – Am 5. Oktober 2020, also vor etwas mehr als einem Jahr, verließ Davy Klaassen den SV Werder Bremen. Die Ablösesumme von elf Millionen Euro rettete den Bremern damals zwar die wirtschaftliche Bilanz, der Transfer kannte dennoch nur einen Gewinner: Davy Klaassen.

Während Werder Bremen ohne den Niederländer abstieg, gab Davy Klaassen der eigenen Karriere mit der Rückkehr zu seinem Ausbildungsclub einen gewaltigen Kick. Doch aktuell kommt bei dem Mittelfeldspieler erstmals Unzufriedenheit auf. Denn häufiger, als ihm lieb ist, bekam er bei Ajax Amsterdam zuletzt nur die Rolle des Einwechselspielers zugewiesen. Vor dem Spitzenspiel der Eredivisie zwischen Tabellenführer Amsterdam und dem direkten Verfolger PSV Eindhoven (Sonntag, 16.45 Uhr) setzte sich Klaassen im Interview mit der Tageszeitung „De Volkskrant“ mit seiner Rolle in den zurückliegenden Wochen auseinander.

„Wenn ich auf der Bank sitze, sorge ich mich“, erklärte Davy Klaassen: „Das irritiert mich. Andere Leute sagen: Du hast einen dicken Vertrag, du bist bei einem guten Verein, was machst du dir Sorgen? Aber in diesem Moment möchte ich spielen. Wenn man dieses Gefühl nicht hat, geht es schnell bergab.“

2020 wechselte Davy Klaassen von Werder Bremen zu Ajax Amsterdam

Bergab war aber nicht die Richtung, die er nach seinem Weggang von Werder Bremen anvisiert hatte. Und die er auch nicht genommen hatte. In der Saison des Wechsels absolvierte der 28-Jährige von 30 möglichen Spielen in der Eredivisie 29, 27 davon als Startelfspieler. Er kehrte nach vier Jahren in die niederländische Nationalelf zurück, ist seither fester Bestandteil der „Elftal“. Doch eine leichte Leistenverletzung brachte Davy Klaassen im September offenbar aus dem Tritt. Drei Spiele fehlte er, weitere vier Spiele (inklusive zwei Champions-League-Partien) bestritt er nur als Joker. Zwar kehrte er zuletzt beim 2:0 gegen den SC Heerenveen wieder in die Startelf zurück, doch das Gefühl, nicht mehr so sicher zu sein in seiner Position, ist geblieben. „Es ist ganz einfach: Wenn du fit bist und nicht spielst, ist das scheiße. Der Trainer (Erik ten Hag; d. Red.) sieht auch, dass ich dann nicht glücklich bin“, sagte Klaassen. Allerdings will er das nicht als Kritik an ten Hag verstanden wissen. Klaassen: „Auch für ihn ist es nicht leicht. Er muss sich nicht nur mit mir auseinandersetzen. Das sind also meine Bedenken, in Anführungsstrichen.“ (csa) Verfolgt das Auswärtsspiel des SV Werder Bremen gegen den SV Sandhausen im Liveticker der DeichStube! Transfer-Gerücht: Ist Werder Bremen an Komnen Andric von Dinamo Zagreb interessiert?

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