Irritationen bei Werder-Fans

Kein Geld zurück bei Spielausfall? Werders Dauerkarten-AGBs sorgen für Verwirrung

Gibt es im Falle eines Spielausfalls bei Werder Bremen kein Geld zurück? Werders Dauerkarten-AGBs sorgen derzeit für Verwirrung.
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Gibt es im Falle eines Spielausfalls bei Werder Bremen kein Geld zurück? Werders Dauerkarten-AGBs sorgen derzeit für Verwirrung.

Bremen – Klar, spannend lesen sie sich nicht, was der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass die sogenannten „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ – kurz: AGB – generell nur äußerst selten Beachtung finden. Im Zuge von Werder Bremens gerade gestarteten Dauerkartenverkauf für die neue Saison in der 2. Bundesliga haben sie nun aber für etwas Verwirrung gesorgt. Schuld daran hat der Punkt „3.1 Dauerkarte“, der in den „Allgemeinen Ticket-Geschäftsbedingungen“ (AGTB) des Clubs verankert ist.

„Bei ersatzloser Spielabsage und bei einem Spiel, das nach Maßgabe eines zuständigen Verbandes oder einer zuständigen Behörde ganz oder zum Teil unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden muss, entfällt das Besuchsrecht“, heißt es dort. Und weiter: „In diesem Fall hat der Kunde keinen Anspruch auf (anteilige) Erstattung des Preises für die Dauerkarte.“ Moment mal! Heißt das etwa, dass die Fans bei Geisterspielen anders als noch im vergangenen Jahr künftig auf ihren Kosten sitzen bleiben, wenn sie nicht ins Stadion kommen dürfen? Mit dieser Frage hat sich ein Dauerkarten-Besitzer an die DeichStube gewandt. Die Antwort in Kurzform: Nein, keine Sorge. Werder Bremen erstattet in solchen Fällen auch weiterhin das Geld.

Werder Bremen: Klar geregelt, dass Fans das Geld für bereits bezahlte Spiele nicht durch die Lappen geht

Seitdem der Ball in der Pandemie wieder rollt, gelten nämlich die – und jetzt kommt noch so ein Wortungetüm – „Sonder-Ticket-Geschäftsbedingungen“, in denen klar geregelt ist, dass keinem Fan das bereits bezahlte Geld für Spiele, die er oder sie nicht im Stadion hat sehen können, durch die Lappen geht. „Die regulären AGTBs befinden sich derzeit gar nicht in der Anwendung“, erklärt Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry auf Nachfrage. Und ohnehin beziehe sich die oben erwähnte Regelung unter „3.1 Dauerkarte“, die seit 2012 Teil der Bremer AGTBs ist, generell auf andere Gründe für einen möglichen Ausschluss der Zuschauer wie zum Beispiel vorangegangene Fan-Ausschreitungen, für die der Verein bestraft wird, was in Bremen bisher aber noch nie vorgekommen ist. (dco) Auch interessant: Schaufenster Europameisterschaft - Werder-Profis Marco Friedl, Jiri Pavlenka und Ludwig Augustinsson wollen ihre Marktwerte steigern!

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