Bremer Stürmer-Legende plaudert Transfer-Geschichte aus

Werder-Oldie Claudio Pizarro erzählt: Darum schlug ich ein Angebot von Real Madrid aus

Claudio Pizarro ist längst eine Bundesliga-Legende. Vor fast 20 Jahren hatte der Stürmer des SV Werder Bremen ein Angebot von Real Madrid auf dem Tisch liegen, dass der aber nicht annahm.
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Claudio Pizarro ist längst eine Bundesliga-Legende. Vor fast 20 Jahren hatte der Stürmer des SV Werder Bremen ein Angebot von Real Madrid auf dem Tisch liegen, dass der aber nicht annahm.

Im Nachhinein ist es immer müßig, darüber zu sinnieren, wie das Leben wohl gelaufen wäre, wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte. Interessant sein kann es aber allemal. Zum Beispiel bei Stürmer Claudio Pizarro. Fast 20 Jahre war er für Werder Bremen und den FC Bayern München in der Bundesliga aktiv, wurde in Deutschland zur Fußball-Legende.

Was wäre wohl geworden, wenn Claudio Pizarro nicht vom SV Werder Bremen zu den Bayern gewechselt wäre, sondern zu Real Madrid? Wäre sein Stern international noch höher aufgestiegen? Oder hätte der Transfer seine Karriere ruiniert?

Völlig unklar. Klar ist jetzt allerdings, dass Pizarro 2001 tatsächlich ein Angebot des spanischen Topclubs vorliegen hatte. Das verriet der heute 41-Jährige, der im Sommer seine Karriere bei Werder Bremen beenden wird, kürzlich in einem Instagram-Live-Interview.

Claudio Pizarro bekam mit 22 Jahren nach starker Saison bei Werder Bremen Angebot von Real Madrid

Pizarro war 22 Jahre alt und hatte in zwei starken Saisons für Werder viele interessierte Augen auf sich gezogen. In seinem Urlaub arbeiteten sein Vater und sein Berater die Angebote ab und legten ihm schließlich eine Liste von fünf interessierten Clubs vor. „Ich habe mir die Liste angeschaut und konnte es nicht glauben“, erzählt der Stürmer. „Es war etwas ganz Besonderes für mich: Eines der Teams war Real Madrid.“

Am Ende gab Claudio Pizarro den „Königlichen“ allerdings einen Korb und ging zum Deutschen Rekordmeister. „Das Angebot war finanziell viel besser“, verrät Pizarro. Zwei weitere Argumente: Er kannte Deutschland schon, und die Konkurrenzsituation wäre für den jungen Angreifer in Madrid noch einmal eine ganz andere gewesen.

Werder Bremen: Darum gab Claudio Pizarro den „Königlichen“ einen Korb

„Zu dieser Zeit hatte Real Madrid Spieler von großer Qualität, ich hätte dort viel weniger gespielt“, sagt Pizarro. Bei Real war es die Zeit der „Galaktischen“. Dort zauberten unter der Anleitung von Trainer Vicente Del Bosque anderem Luis Figo und Roberto Carlos. im Sturm waren Raul und Fernando Morientes gesetzt, 2001 unterschrieb auch noch Zinedine Zidane

Vielleicht hätte Pizarro dort wirklich zu kämpfen gehabt. Aber die Vorstellung von „Piza“ in diesem Welt-Ensemble ist auf jeden Fall spannend. In seinem ersten Jahr dort hätte er direkt die Champions League gewonnen. (han)

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