Sprintstar und Verein nicht einig

Usain Bolt vom Training ausgeschlossen - Das steckt dahinter

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Usain Bolt.

Usain Bolt, der mehrfache Olympiasieger über 100 Meter, hat sein Startelf-Debüt im Profifußball gegeben - und prompt einen Doppelpack erzielt. Jetzt droht sein Traum vom Profi-Fußballer jedoch zu platzen.

Update vom 23. Oktober 2018: Die erhoffte Profikarriere von Sprintlegende Usain Bolt beim australischen Fußballklub Central Coast Mariners droht am Geld zu scheitern. Der Verein aus der A-League teilte am Dienstag mit, es sei unwahrscheinlich, dass der jamaikanische Weltrekordler das Angebot des Clubs akzeptiert - sofern sich nicht noch ein Sponsor findet, der etwas obendrauf legt. 

Medienberichten zufolge sollen die Mariners dem 32-Jährigen einen mit umgerechnet 80.000 Euro dotierten Vertrag geboten haben, während sich Bolt selbst mehr als das Zwanzigfache erhofft. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sprach der Verein von „falschen Werten“ in Medienberichten.

Seit dem Ende seiner Leichtathletik-Karriere 2017 bemüht sich der achtfache Sprint-Olympiasieger um eine Laufbahn als Fußballprofi. Manche sehen das als reinen PR-Gag, andere erkennen bei Bolt tatsächlich gute Anlagen - allen voran seine enorme Schnelligkeit.

Vor eineinhalb Wochen erzielte er bei seinem Startelf-Debüt für die Mariners in einem Wohltätigkeitsspiel direkt zwei Tore. Gleichwohl brauche Bolt noch Praxis auf Wettkampfniveau, heißt es in der Vereinsmitteilung - und die könne er bei den Mariners in der höchsten australischen Spielklasse derzeit nicht bekommen. Solange es keine Einigung gebe, werde Bolt deshalb nicht mehr mit dem Team trainieren. Weiter heißt es: „Die Central Coast Mariners wollen sicherstellen, dass Usain Bolt alle erdenklichen Chancen bekommt, um sich seinen Traum von einer Karriere als Fußballprofi zu erfüllen.“

Medien bringen Usain Bolt mit italienischem Spitzenklub in Verbindung

Nach seinem Doppelpack bei seinem Startelf-Debüt bei für seine australische Mannschaft Central Coast Mariners darf Sprint-Weltrekordler Usain Bolt nun auf ein Fußball-Engagement in Europa hoffen. Ghasston Slimen, der Geschäftsführer des maltesischen Meisters FC Valetta, bestätigte dem US-TV-Sender ESPN, dass man hoffe, den achtmaligen Sprint-Olympiasieger noch vor dem Malteser Supercup am 13. Dezember gegen den FC Balzan verpflichten zu können. „Ein Champion ist immer willkommen, und bei Valletta FC glauben wir, dass nichts unmöglich ist“, erklärte Slimen.

Bolts Berater Tony Rallis, hatte sich zuvor schon geäußert: „Es gibt einen Club in Europa, der Bolt einen Zweijahresvertrag angeboten hat. Sie wurden von neuen Besitzern übernommen, die den Anspruch haben, Champions League zu spielen.“ Um welchen Verein es sich konkret handelt, verriet er jedoch nicht. Aus diesem Grund hatten italienischen Medien von einem Wechesl zu AC Mailand berichtet und den Sprintstar in die Modestadt geschrieben. 

Usain Bolt an der Seite von Gonzalo Higuain und Hakan Calhanoglu unter Trainer Gennaro Gattuso - das würde auf jeden Fall für Medienpräsenz sorgen, bleibt aber wohl nur ein kühner Traum. 

Erstmeldung: Usain Bolt netzt bei Startelf-Debüt doppelt ein - Blitz-Start in den Profifußball im Video

Campbelltown - Für schnelle Erfolge ist Usain Bolt der richtige Mann. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Ex-Leichtathlet auch bei seinem neuen Fußballverein, den Central Coast Mariners, in der Startelf stehen würde. Der Jamaikaner freute sich auf sein Debüt. "Ich bin unheimlich aufgeregt. Das ist ein großer Schritt", sagte der 32-Jährige. 

Ähnlich wie in der Vergangenheit auf der Tartanbahn (100 Meter, 200 Meter) legte der schnellste Mann der Welt auch auf dem Rasen einen Doppelpack hin. Beim 4:0 seiner Central Coast Mariners gegen Macarthur South West United erzielte Bolt zwei Treffer. Das 3:0 war ein satter Schuss mit links ins Eck.

Beim zweiten Tor profitierte er von einem Fehler der gegnerischen Hintermannschaft. Der Angreifer mit der Nummer 95 war Nutznießer eines Missverständnisses zwischen Keeper und Abwehrspieler. Bolt musste die Kugel nur noch über die Linie schieben. 

Der Jamaikaner hält immer noch den Weltrekord über die 100 Meter. Seine 9,58 Sekunden sind bisher nicht unterboten worden. 

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dpa

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