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HSV im Sturzflug - Labbadia droht das Aus

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Der Hoffenheimer Christian Eichner (l) und der Hamburger David Jarolim kämpfen um den Ball. © dpa

Sinsheim - Durch die höchste Saisonniederlage ist der Bundesligazug nach Europa für die Hanseaten zwei Spieltage vor Saisonende bei fünf Punkten Rückstand auf Platz sechs abgefahren.

Nach dem desaströsen Auftritt beim 1:5 (0:3)-Debakel in Hoffenheim droht jetzt dem Hamburger SV in der kommenden Saison die Zuschauerrolle auf europäischer Bühne und Trainer Bruno Labbadia das Aus. “Wir sind chancenlos, uns über die Bundesliga für Europa zu qualifizieren. Das ist natürlich ein bitterer Saisonverlauf“, sagte Vorstandschef Bernd Hoffmann.

Der erst in der 56. Minute eingewechselte Tolgay Arslan sah kurz vor Schluss wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Vier Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel beim FC Fulham präsentierte sich der HSV in einem katastrophalen Zustand und konnte kaum Hoffnungen auf das Erreichen des Endspiels im eigenen Stadion wecken.

Vor 30 150 Zuschauern sorgten Vedad Ibisevic in der 2. und 11. Minute und Chinedu Obasi (31./72.) jeweils mit einem Doppelpack sowie Sejad Salihovic (77.) für den verdienten Erfolg für die Hoffenheimer, die ihre Negativserie von sieben sieglosen Spielen eindrucksvoll beendeten. Für den HSV traf Robert Tesche (65.).

Mit der Rückkehr zum Spaß-Fußball bereiteten die Kraichgauer ihrem Mäzen Dietmar Hopp ein vorzeitiges Geschenk zu dessen 70. Geburtstag an diesem Montag. Der Auftritt des Gastgebers in Hälfte eins erinnerte an die Gala in der Vorsaison, als der damalige Aufsteiger den Bundesliga-Dino mit 3:0 besiegt hatte.

Der 32. Spieltag der Bundesliga in Bildern

“Hinten nix, in der Mitte nix und vorne nix - macht 0:3“, kommentierte Hoffmann zur Pause im Fernsehsender “Sky“ den teilweise lustlos wirkenden Auftritt der Gäste. Die luden den Gastgeber mit haarsträubenden Fehlern förmlich zum Toreschießen ein. Schon nach 78 Sekunden patzte Joris Mathijsen gegen Ibisevic, der das Geschenk dankend annahm. Neun Minuten später war der bosnische Stürmer bei einer Flanke von Andreas Beck mit dem Kopf erneut zur Stelle und erhöhte sein Trefferkonto auf zwölf. Auch beim dritten Gegentor von Obasi, der nach Vorarbeit von Christian Eichner nur noch einzuschieben brauchte, sah die HSV-Abwehr alt aus.

Auf der Gegenseite erlebte Daniel Haas, der den wegen eines Muskelfaserrisses fehlenden Timo Hildebrand vertrat, im Hoffenheimer Gehäuse einen ruhigen Nachmittag. Lediglich bei einem Freistoß von Piotr Trochowski (41.) musste Haas eingreifen. Ansonsten blieb der HSV blass und ließ über weite Strecken Bundesliga-Format vermissen. Hoffmanns Hoffnungen auf eine Steigerung nach dem Wechsel erfüllten sich nicht. Hoffenheim dominierte weiter nach Belieben und hätte die Führung durch Ibisevic (52.), der nur den Pfosten traf, ausbauen können.

Erst nach einer Stunde kam der Nordclub etwas besser ins Spiel und durch Mladen Petric, der aufgrund akuter Personalprobleme von Beginn an ran musste, zu einer Chance. Tesche düpierte kurz darauf den zu weit vor dem Tor stehenden Haas mit einem Heber aus 25 Metern, doch Obasi stellte bei einem Konter den alten Abstand wieder her. Salihovic setzte dann den Schlusspunkt.

dpa

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