Skandal-Trainer geht stempeln - und bekommt knapp 6.000 Euro

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Raymond Domenech.

Paris - Vom Fußball-Nationaltrainer zum Luxus-Arbeitslosen: Frankreichs Skandal-Coach Raymond Domenech geht jetzt stempeln.

Der 58-Jährige meldete sich nach Medienberichten vom Mittwoch auf dem Arbeitsamt in Paris an. Die Zeitung “Sud-Ouest“ errechnete, dass dem Mann, der im September vom FFF-Verband wegen “groben Fehlverhaltens“ vor die Tür gesetzt worden war, monatlich ein Betrag zwischen 5600 und 5900 Euro zusteht.

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Der “verrückte Professor“, wie Domenech von Fans und Medien genannt wurde, sitzt aber nicht untätig zu Hause herum. Seit Dienstag ist er im Internet in einer Werbung eines Anbieters von Sportwetten und Onlinespielen zu sehen.

Nach dem skandalösen Auftritt der “Bleus“ bei der Fußball-WM in Südafrika mit dem Vorrunden-Aus und zahlreichen Querelen war Domenech zunächst nach Vertragsende von Laurent Blanc als Nationalcoach abgelöst worden. Anfang September wurde er dann auch noch seinen Posten als Trainerausbilder des Verbandes los.

Domenech soll als Trainerausbilder 12 000 Euro monatlich, als Nationaltrainer 45 000 Euro pro Monat verdient haben. Vor einem Arbeitsgericht verklagte der Coach zuletzt den Verband auf Zahlung von 2,9 Millionen Euro Schadensersatz. FFF-Präsident Fernand Duchaussoy bezeichnete diesen Schritt als “weitere Provokation“.

dpa

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