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Milan-Spieler müssen Luxusvillen verlassen

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Ronaldinho und die Stars des AC Mailand müssen künftig kürzer treten
Ronaldinho und die Stars des AC Mailand müssen künftig kürzer treten © Getty

Mailand - Der AC Mailand will seinen Fußballstars keine Luxusvillen mehr bezahlen. Die Tochter des Club-Besitzers Silvio Berlusconi fährt jetzt einen Sparkurs und quartiert die Spieler um.

“Die Spieler müssen ab jetzt in den von Milan Real Estate verwalteten Appartements des Clubs wohnen“, berichtete die “Gazzetta dello Sport“ am Mittwoch. Dies sei nur eine von vielen Sparmaßnahmen des italienischen Fußball-Erstligisten. “Die Fußballclubs können sich den Regeln einer vernünftigen Unternehmensführung nicht entziehen“, erklärte Marina Berlusconi.

Die teuersten Fußballer der Welt

Die Tochter des Club-Besitzers Silvio Berlusconi führt als Präsidentin das Verlagshaus Mondadori und den Medienkonzern Fininvest. Auch im Profi-Fußball müsse es eine vernünftige Relation zwischen Ein- und Ausgaben geben, betonte die 43-Jährige.

Mit ihren Sparvorschlägen löste die Berlusconi-Tochter bei den Milan-Fans eine Protestwelle aus. Innerhalb weniger Stunden schlossen sich nach Angaben der “Gazzetta“ weit über 3000 Fans des beim Internetportal Facebook eröffneten Eintrags unter dem Titel “Berlusconi muss weg“ an. Dort wurde zu Demonstrationen gegen die Sparpläne vor dem Milan-Sitz aufgerufen.

Berlusconis Konzern Fininvest reagierte umgehend: Zwischen 2005 und 2009 habe Milan dank der Unterstützung des Berlusconi- Unternehmens 237 Millionen Euro für seinen Spielerkader ausgegeben, stellte Fininvest klar. “Fininvest dementiert kategorisch nochmals jegliche Meldungen über einen angeblichen Verkauf des Fußballclubs“, heißt es in einer Stellungnahme.

Bereits seit Monaten beklagen Milan-Fans, dass der Club keine ausreichenden Maßnahmen ergreife, um auf internationaler Ebene erfolgreich sein zu können. Während Lokalrivale Inter das Triple anvisiere, ist Milan in beiden Cup-Wettbewerben gescheitert und muss als Tabellendritter der Serie A sogar um den Einzug in die Champions League bangen.

dpa

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