Nächster Wutanfall

HSV-News: „Es geht mir auf den Sack“ – Tim Leibold dreht völlig durch

Geführt und doch nicht gewonnen. Und das auch noch in Überzahl. Kurzum: Der HSV-Auftritt gegen Düsseldorf ist misslungen. Tim Leibold platzt deshalb der Kragen.

Hamburg – Es geht einfach nicht voran. Der Hamburger SV, bei dem laut Statistik so oder so nur drei HSV-Profis auf Top-Niveau spielen*, tritt einfach auf der Stelle. Auch im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf. Nach der Länderspiel-Pause und dem Ausraster von HSV-Trainer Tim Walter in Aue gibt‘s entsprechend wieder eine HSV-News von einem Wutanfall. Der Frust sitzt tief – und diesmal pöbelt ein Spieler aus dem Kader von Tim Walter statt des Coaches selbst.

Ex-Kapitän Tim Leibold, der vor der Saison von Sebastian Schonlau abgelöst wurde, explodiert nach dem ersten HSV-Heimspiel unter 2G-Regeln* im Interview mit TV-Sender Sky. Warum platzt dem 27-Jährigen der Kragen?

Fußballspieler:Tim Leibold
Geboren:30. November 1993 (Alter 27 Jahre), Böblingen
Position:Linker Verteidiger
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023
Marktwert:2,5 Millionen Euro

HSV-News: Tim Leibold giftet zum wiederholten Mal rum – darum dürfte es Trainer Tim Walter gefallen

Dafür, dass er sich zurückhaltend äußert, ist Tim Leibold* so oder so nicht bekannt. Schon in der vergangenen Saison, als der HSV sich einen Peinlich-Auftritt nach dem anderen leistete, explodierte der damalige HSV-Kapitän nach dem Spiel gegen Würzburg. HSV-Trainer Tim Walter*, der sich vor der Länderspielpause im Match gegen Aue mit Sören Gonther anlegte* und im Anschluss ans Nordderby Zoff mit TV-Experte Martin Harnik hatte, dürfte die neuerliche Kritik von Tim Leibold, die zu einer HSV-News geführt hat, eigentlich gefallen.

Tim Leibold ist nach dem Unentschieden gegen Düsseldorf mächtig angefressen und rastet am TV-Mikro aus. (24hamburg.de-Montage)

Noch vor dem Spiel gegen Fortuna Düsseldorf, bei dem drei Ex-HSV-Spieler ihrem ehemaligen Verein wehtun und für schlechte HSV-News sorgen wollten, hatte der HSV-Trainer bewusst Stress gefordert. Den hat er jetzt. Weil Tim Leibold auf den Tisch haut wie sonst Tim Walter selbst. „Wenn man so lange in Überzahl ist, dann braucht man Ruhe am Ball. Es waren drei, vier Halbchancen dabei. Aber am Ende war es zu wenig“, beweist Leibold zwar, dass er ein Spiel auch ordentlich analysieren kann, doch vor den TV-Kameras geht es mit ihm durch.

HSV-News: Sachliche Analyse trifft Wutausbruch – so explodiert Tim Leibold am Sky-Mikrofon

„Es geht mir auf den Sack, so ein Spiel gegen Düsseldorf Unentschieden zu spielen“, wütet Tim Leibold nach dem Remis des HSV, der zuletzt von Ex-HSV-Spieler Heiko Westermann attackiert wurde*, während FC Bayern München-Trainer Julian Nagelsmann vom HSV schwärmt. „In den letzten Wochen haben wir schon einige Punkte spät geholt, aber auch einige verloren. Aber so etwas darf nicht passieren“, giftete Leibold nach dem Spiel, in dem der Zweitligist aus Hamburg über eine Stunde mit einem Mann mehr auf dem Platz stand und wieder keine gute HSV-News auf die Reihe bekam.

Düsseldorfs Edgar Prib hatte nach 25 Minuten die Rote Karte gesehen. Auslöser: Ein Foul an Tim Leibold direkt vor den Trainerbänken.„Gott sei Dank ist es nicht zu schlimm“, zitiert die Hamburger Morgenpost Leibold zum Brutalo-Tritt des Düsseldorfers. „Es sah schei*e aus. „Es hat sich wie Rot angefühlt“, wählte Leibold auch hier klare Worte, um die Situation zu umschreiben. So wie die HSV-Fans, die zuletzt Sportdirektor Jonas Boldt attackierten. So wie Peter Neururer, der das Team von Tim Walter hart kritisierte* und damit eine HSV-News produzierte. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Baering/imago & Jan Hübner/imago

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