Sportdirektor weist Investor zurück

HSV-News: Mutzel kontert Kühne cool – „uns hilft so eine Kritik nicht weiter“

Klaus-Michael Kühne schießt gegen den HSV und seine Transferpolitik. Der Investor ist unzufrieden. Sportdirektor Michael Mutzel kontert die Kritik des 84-Jährigen.

Hamburg – Michael Mutzel lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ich bin sehr zufrieden mit unseren Transfers“, sagt der Sportdirektor des Hamburger SV in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Der 41-Jährige liefert damit genau den Gegenpol zu Investor Klaus-Michael Kühne, der zuletzt mit seiner vehementen Kritik an Michael Mutzel*, HSV-Sportvorstand Jonas Boldt* und deren Transfers für eine fragwürdige HSV-News sorgte.

Mutzel ist innerlich zwar von den Ansagen Kühnes vermutlich wie so viele Hamburgerinnen und Hamburger* genervt, doch der HSV-Sportdirektor kontert den Investor cool. Das sagt er über den verbalen Ausraster des Milliardärs.

Sportmanager und Ex-Fußballprofi:Michael Mutzel
Geboren:27. September 1979 (Alter: 41 Jahre) in Memmingen
Vereine als Spieler:Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart, Karlsruher SC, VfL Wolfsburg
Tätigkeit beim HSV:Sportdirektor
Vertrag bis:30. Juni 2023

HSV-News: Transferkritik von Klaus-Michael Kühne lässt Michael Mutzel kalt – er lobt stattdessen die Neuzugänge

„Wenn er gefragt wird, darf er das natürlich sagen“, erklärt Michael Mutzel nach dem Wutausbruch des 84-Jährigen im Abendblatt-Interview, nach dem ein weiterer „Oldie“ in Hamburg für eine weitere HSV-News sorgen musste: Auch Uwe Seeler* meldete sich zu Wort und motzte über die HSV-Transferpolitik. Er wisse nicht, was der HSV vorhabe, hat die HSV-Legende in der „Sport Bild“ gesagt – und sich darüber beklagt, dass es zunehmend schwerer würde in der Zweiten Liga und dass Nachverpflichtungen im Winter unabdingbar sind, wenn man im Volksparkstadion* Erfolg haben wolle.

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel (links) ist über die Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne „not amused“ – doch er lässt sie an sich abprallen. (24hamburg.de-Montage)

„Uns hilft so eine Meinung von außen nicht weiter. Wir wissen intern, wie die Möglichkeiten sind und was wir machen konnten“, prallt die Verbalkeule von Klaus-Michael Kühne an Michael Mutzel vollkommen ab. „Wir haben eine total spannende, junge, entwicklungsfähige und trotzdem auch schlagkräftige Mannschaft zusammengestellt“, ist sich der Sportdirektor sicher, mit den Verpflichtungen in der Sommer-Transferphase bis zum „Deadine Day“ am 31. August 2021 genügend gute HSV-News geschrieben zu haben.

HSV-News: Michael Mutzel widerspricht Einschätzung von Klaus-Michael Kühne – und stempelt Investor als ahnungslos ab

Mit Zugängen wie dem kroatischen Abwehrtalent Mario Vuskovic und dem von Manchester City ausgeliehenen Tommy Doyle, der nach Corona-Fällen in Englands U21* dennoch wie geplant inzwischen in Hamburg ist, habe man gute und junge Spieler geholt. Zugänge,die Klaus-Michael Kühne in seinem Wutausbruch als „zusammengewürfelte unbeschriebene Blätter“ bezeichnete. „Auf den Blättern unserer Scoutingabteilung standen viele Berichte der beiden. Wenn man sich in der Branche auskennt, weiß man, dass das zwei sehr spannende Spieler sind, die wir sehr lange verfolgt haben“, konstatiert Michael Mutzel.

Wenn man sich in der Branche auskennt, weiß man, dass das zwei sehr spannende Spieler sind, die wir sehr lange verfolgt haben.

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel zur Kühne-Kritik an den Neuzugängen Vuskovic und Doyle

„Dass wir einen kroatischen und einen englischen U-21-Nationalspieler in die Zweite Liga holen konnten, ist ungewöhnlich. Ich bin ein Stück weit stolz, dass wir das geschafft haben“, will Michael Mutzel, der vor Wochen den Abschied von Top-Torjäger Simon Terodde öffentlich erklärte*, die HSV-News von Kühnes Ausraster nicht zu hoch hängen: „Wir sind sicher, dass sie zu unserem Weg und Tim Walter passen. Aber wir müssen mit ihnen auch Geduld haben“, sagt er vielmehr über die beiden HSV-News vom „Deadline Day“.

HSV-News: Sportdirektor Michael Mutzel verteidigt Spielweise von Trainer Tim Walter – „das braucht Zeit, die müssen wir ihm geben“

Und einmal im Widerrede-Modus räumt Michael Mutzel auch gleich mit den Kritikern ab, die die Spielweise von Trainer Tim Walter als zu risikoreich einstufen: „Wir haben einen Trainer, der anspruchsvollen Fußball spielen lässt. Das braucht Zeit und die müssen wir ihm auch geben. Wir müssen davon wegkommen, nach jedem Spiel nur isoliert auf die Tabelle zu gucken, ohne das einzelne Spiel und mögliche Fortschritte zu sehen.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Rubriklistenbild: © Pressefoto Baumann/imago & Christina Sabrowsky/dpa & Axel Heimken/dpa

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