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HSV feuert Labbadia - "Dramatischer Tag"

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Bruno Labbadia wurde beim Hamburger SV entlassen. © Getty

Hamburg - Jetzt ist es offiziell: Bruno Labbadia ist nicht mehr Trainer des Hamburger SV. Nach der 1:5-Pleite der Hanseaten am Sonntag bei 1899 Hoffenheim entschied sich der Bundesliga-Dino, seinen Trainer zu feuern.

Der Hamburger SV will retten, was noch zu retten ist. Am Montag hat der Fußball-Bundesligist Trainer Bruno Labbadia den Stuhl vor die Tür gesetzt, um die erschreckende Talfahrt in der Bundesliga zu stoppen und das große Ziel vom Gewinn der Europa League am 12. Mai im eigenen Stadion doch noch wahr zu machen. Drei Tage vor dem wichtigsten Spiel dieser Saison im Europa-League-Halbfinale beim FC Fulham sah Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann keinen anderen Ausweg, als den angeschlagen und ratlosen Trainer zu beurlauben. “In dieser Konstellation können und wollen wir nicht weitermachen“, sagte Hoffmann. Bis zum Saisonende soll es der für den Technik-Bereich zuständige Co-Trainer Ricardo Moniz richten.

Trainerwechsel in der Bundesliga und der 2. Bundesliga

Nach der 1:5-Pleite bei 1899 Hoffenheim am Sonntag hatte Hoffmann keine andere Wahl. Am Montagmorgen hatte er Labbadia zum Rapport bestellt, danach zog er die Konsequenzen. In der Bundesliga auf Platz sieben abgestürzt, läuft das Bundesliga-Gründungsmitglied allerhöchste Gefahr, in der nächsten Saison ohne internationalen Startplatz dazustehen. Lediglich mit dem Gewinn der Europa League könnte der HSV eine verkorkste Saison retten. Doch dazu müsste das Team um Kapitän David Jarolim beim FC Fulham eine deutliche Leistungssteigerung abliefern.

Interims-Trainer Moniz leitete am Montagvormittag bereits das erste Training. “Es ist ein dramatischer Tag“, sagte der Niederländer. “Ich habe mit Bruno gesprochen. Er hatte kein Problem damit. Das war mir sehr wichtig. Bruno Labbadia ist ein fantastischer Trainer und Mensch.“

Labbadia hatte es nicht geschafft, aus der mit herausragenden Individualisten wie Ruud van Nistelrooy, Zé Roberto oder Mladen Petric gespickten Mannschaft eine Einheit zu formen. Immer lauter wurde Kritik aus Mannschaftskreisen am Trainer. Das betraf sowohl das Training als auch die Ansprache an die Profis. Der Bruch zwischen Führungsspielern und dem Trainer war nicht mehr zu kitten.

dpa

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