Hoffenheim stürmt auf Rang drei

Hoffenheim
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Die Hoffenheimer Sebastian Rudy (v.li.), Peniel Mlapa und Demba Ba bejubeln den Treffer zum 3:0 durch Mlapa.

Sinsheim - Mit einer Tor-Gala gegen Hannover 96 hat sich 1899 Hoffenheim zum ersten Verfolger des Spitzenduos der Fußball- Bundesliga aufgeschwungen.

Dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit fertigte das Team von Trainer Ralf Rangnick die nach einer Gelb-Roten Karte für Manuel Schmiedebach 72 Minuten in Unterzahl spielenden Gäste am Sonntag mit 4:0 (1:0) ab und katapultierte sich auf den dritten Tabellenplatz.

Gylfi Sigurdsson mit einem Doppelpack in der 45. und 48. Minute per Foulelfmeter, Demba Ba (51.) mit seinem sechsten Saisontor sowie Peniel Mlapa (71.) sorgten vor 28 450 Zuschauern für den ungefährdeten Sieg. Mit 18 Zählern überflügelte Hoffenheim den bisherigen Tabellendritten Bayer Leverkusen, der bei gleicher Punktzahl das schlechtere Torverhältnis hat, und liegt nur noch hinter Borussia Dortmund (25) und dem FSV Mainz 05 (24).

Allerdings benötigten die Hausherren eine lange Anlaufzeit, ehe sie richtig in Fahrt kamen. In der ersten Hälfte boten die Kraichgauer nur biedere Hausmannskost. Erst nach dem glücklichen Führungstreffer von Sigurdsson, dessen Schuss Christian Schulz unhaltbar abfälschte, platzte der Knoten.

Obwohl Hoffenheim auf vier Stammkräfte verzichten musste und Rangnick den formschwachen Pokal-Rotsünder Vedad Ibisevic freiwillig auf der Bank ließ, übernahm der Gastgeber von Beginn an das Kommando. Sigurdsson (10.) und Ba (15.) vergaben jedoch erste Möglichkeiten. Hannover war noch gar nicht richtig im Spiel, da waren die Gäste schon dezimiert. Nach einem Ellbogencheck gegen Sebastian Rudy musste der bereits verwarnte Schmiedebach nach 18 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz.

Die TSG wusste mit ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit zunächst aber nicht viel anzufangen. Gegen die läuferisch und kämpferisch überzeugenden Niedersachsen fand der Gastgeber überhaupt nicht zu seinem gefürchteten Kombinationsspiel und brachte sich mit Stockfehlern und Fehlpässen immer wieder selbst aus dem Rhythmus. Erst eine Minute vor der Pause gerieten die 96er ernsthaft in Gefahr, als Isaac Vorsah den Ball aus fünf Metern um wenige Zentimeter am Gehäuse vorbeiköpfte.

Der Führungstreffer fiel dann eher zufällig. Sigurdsson versuchte es von der Strafraumgrenze per Direktabnahme, Schulz fälschte ab und Torwart Florian Fromlowitz konnte dem Leder nur noch konsterniert hinterherschauen. Beflügelt durch die Führung kam Hoffenheim wesentlich zielstrebiger aus der Kabine und benötigte nur sechs Minuten, um die Partie zu entscheiden. Zunächst wurde Chinedu Obasi im Strafraum von Schulz von den Beinen geholt, den Strafstoß verwandelte Sigurdsson eiskalt. Kurz danach flankte der Isländer gefühlvoll auf Ba, der sich die Chance per Kopfball nicht entgehen ließ.

dpa

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