Bundesliga-Spieltag 32

FC Bayern springt so hoch wie er muss - Pflichtaufgabe gegen Hannover erfüllt

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Bayern München jubelt nach dem Sieg gegen Hannover 96.

Trotz einer wenig meisterlichen Torausbeute hat der FC Bayern seine Pflicht im Bundesliga-Titelkampf erfüllt.

München - Vor dem Abendspiel von Borussia Dortmund gewannen die Münchner am Samstag gegen den 99,9-Prozent-Absteiger Hannover 96 mit 3:1 (2:0). Robert Lewandowski (27. Minute), Leon Goretzka (40.) und der eingewechselte Routinier Franck Ribéry (84.) in seinem vorletzten Heimspiel sorgten dafür, dass der Vorsprung auf den BVB vor dessen Auftritt in Bremen auf fünf Punkte anwuchs. Der eingewechselte Jonathas verkürzte am kuriosen Beginn der zweiten Hälfte per Handelfmeter (52.). Kurz darauf sah der Brasilianer die Gelb-Rote Karte (55.).

Vor dem Anpfiff ehrten Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die ersten Münchner Doublegewinner von 1969 um Franz Beckenbauer auf dem Rasen der ausverkauften Allianz Arena. Bei noch zwei ausstehenden Ligaspielen und dem Pokalfinale am 25. Mai in Berlin gegen RB Leipzig sind die Aussichten der Bayern auf das insgesamt zwölfte Double sehr gut. Dem Tabellenletzten Hannover bleibt nach dem Sieg von Hertha BSC gegen Stuttgart weiter eine Minimalhoffnung.

FC Bayern gegen Hannover zu Beginn drückend überlegen

Der Rekordmeister trat vor 75 000 Zuschauern viel dynamischer als vor einer Woche beim enttäuschenden 1:1 in Nürnberg auf. „Du musst die Qualität, die du in der Technik hast, mit Geschwindigkeit multiplizieren“, lautete die Maßgabe von Trainer Niko Kovac - und die Mannschaft setzte das um. Wenn es schnell ging, wurde es immer gefährlich vor dem 96-Tor. Die Münchner hatten reihenweise Chancen gegen eine hilflose Gäste-Mannschaft. Zeitweise musste der starke Torhüter Michael Esser im Minutentakt retten. Er allein hielt sein Team im Spiel.

Bei den Toren war der Schlussmann der Niedersachsen machtlos. Nach einer wunderbaren Flanke von Joshua Kimmich war Lewandowski zur Stelle. Per Kopf traf er zum 22. Mal in dieser Bundesligasaison.

Vor dem 2:0 setzte sich Kingsley Coman mit einer Portion Glück auf dem linken Flügel durch und legte auf Goretzka ab. Der Nationalspieler konnte ungestört Maß nehmen - aus knapp 20 Metern prallte sein Schuss vom Innenpfosten ins Tor. Insgesamt betrieben die Münchner besonders vor der Pause einen Chancenwucher. Goretzka etwa traf aus acht Metern freistehend nur die Latte (45.+1).

Handelfmeter gegen Bayern und Rot für Hannover

Nach dem Einbahnstraßenfußball in Hälfte eins kam Hannover nach dem Seitenwechsel kurzzeitig in ein Spiel zurück, das eigentlich längst verloren war. Zunächst entschied Schiedsrichter Christian Dingert nach einer Ballberührung von Jérôme Boateng bei einer Flanke mit der Hand nach Videobeweis auf einen umstrittenen Elfmeter.

Der eingewechselte Jonathas verwandelte sicher zum 2000. Bundesliga-Gegentor der Bayern. Er holte danach den Ball aber mit etwas viel Körpereinsatz aus dem Tor. Dingert zeigte Gelb - und zückte nur drei Minuten später fragwürdig Gelb-Rot. Bei einem Zweikampf mit Kimmich hatte der Brasilianer den Münchner am Kopf berührt.

In Überzahl blieb es ein Spiel auf ein Tor. Hannover zog sich tief zurück. Die Fans feierten erst den Torschützen Ribéry. Dann wurde auch noch Arjen Robben eingewechselt, jeder Ballkontakt des fünf Monate fehlenden Holländers wurde bejubelt. In der Nachspielzeit ärgerte er sich über einen Freistoß, den er über das Tor setzte.

Den Ticker zur Partie des FC Bayern gegen Hannover 96 gibt es auf tz.de*.

dpa

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