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Tanguy Nianzou erklärt seinen Bayern-Abgang: „Ich war enttäuscht“

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Von: Christoph Gschoßmann

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Tanguy Nianzou im Dress des FC Sevilla.
In Andalusien läuft es besser für ihn: Tanguy Nianzou im Dress des FC Sevilla. © Joaquin Corchero/imago

Er wollte weg, um wieder mehr zu spielen - das ist geglückt. Tanguy Nianzou blickt dennoch positiv auf seine Zeit beim FC Bayern München zurück.

München / Sevilla - Tanguy Nianzou und der FC Bayern - letztlich wurde keine Erfolgsgeschichte daraus. Dennoch blickt der oft verschmähte Verteidiger ohne Groll auf seine Zeit an der Säbener Straße in München zurück. Er erklärte nun, wie es zum Abgang kam.

„Ich bereue nichts, nein“, sagte Nianzou der französischen Fachzeitschrift L‘Équipe: „Wie jeder Fußballer war ich enttäuscht, weil man alles spielen will. Aber es hat mich mental geformt und heute bin ich auf jede Situation vorbereitet.“

Tanguy Nianzou: Der FC Bayern hat mich wachsen lassen

Nianzou spricht von einer lehrreichen Zeit: „Der FC Bayern hat mich wachsen lassen. Mental hat es mir geholfen, mir zu sagen: ‘O.k., nichts ist selbstverständlich.‘ Es ist schon mit einem starken Wettbewerb verbunden, mit internationalen Spielern. Es war toll, mit ihnen Fortschritte zu machen. Ich hatte auch zwei große Verletzungen.“

Trotzdem war laut Nianzou ein Wechsel zum Schluss unvermeidlich: „Es ist gut, sich in den Sitzungen zu verbessern, aber wenn du nicht ein bisschen mehr spielen kannst... Ich habe seit zwei Jahren nicht mehr viel gespielt. Das dritte Jahr war wichtig. Die Entscheidung für Sevilla war die richtige. Ich habe einen anderen Fußball gefunden. Mit viel Bodenspiel, Pässen und Bewegungen.“

FC Bayern München: Es gibt eine Rückkaufoption für Nianzou

Nianzou verrät auch die Umstände, die damals zum Wechsel von PSG zu Bayern führten. Er habe sich für den FCB entschieden, obwohl sein damaliger Trainer Thomas Tuchel um ihn gekämpft habe: „Das Projekt des FC Bayern hat mich überzeugt. Ich verstehe die Leute, die mich kritisieren, aber sie hatten nicht die Gespräche, die ich mit dem FC Bayern geführt habe. Am Ende hatte ich ein Telefonat mit dem Trainer Tuchel. Das hat mich wirklich berührt. Er hat mich gebeten, zu bleiben. Aber die Wahl war bereits getroffen.“

Eine Rückkehr nach Paris schließt er aber nicht aus: „Für einen Pariser Jungen ist das immer ein Ziel. Es liegt an mir, mich zu verbessern und eines Tages das Niveau von Paris zu erreichen.“

In Sevilla läuft es bislang gut für Nianzou - er hat sich einen Stammplatz erobert und absolvierte bislang alle Liga-Spiele des Klubs. Und auch der FC Bayern ist nicht ganz ausgeschlossen als zukünftiger Verein: Laut Diario de Sevilla gibt es eine Rückkauf-Klausel, die allerdings 55 Millionen Euro beträgt. Sevilla zahlte 16 Millionen Euro für den 20-Jährigen, wobei die Summe noch auf 20 Millionen ansteigen kann. (cg)

Der FC Bayern hat wohl erste Schritte unternommen, um Harry Kane zu verpflichten. Auch, wenn der Verein das Thema selbst klein halten will.

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